Arthrose bei Katzen

Arthrose bei Katzen: wie Beschwerden gelindert werden können

Inhaltsverzeichnis

Katzen sind Abenteurer, aber auch bei ihnen machen sich die Jahre mit der Zeit bemerkbar. So werden tollkühne Ausflügler ruhiger und ziehen das Sofa dem Kletterbaum vor. Wenn Ihre Katze nur noch mühsam in die Gänge kommt, kann das ein Anzeichen für Arthrose bei Katzen sein.

Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihrer Samtpfote trotz Verschleißerscheinungen an den Gelenken einen weitestgehend schmerzfreien Alltag ermöglichen. Zudem zeigen wir Ihnen, wie moderne Ansätze, zum Beispiel mit Hyaluron, helfen können.

Was ist Arthrose?

Arthrose Katze

Im menschlichen Alltag begegnet uns der Begriff Arthrose häufig. Im Zusammenhang mit der Tiergesundheit stoßen wir seltener auf die Erkrankung. Das liegt vermutlich daran, dass viele Tiere zwar arthrotische Gelenke aufweisen, diese aber nicht erkannt werden.

Kein Wunder, denn Katzen sind tapfer und lassen sich viele „Kriegsverletzungen“ nicht anmerken.

Aber der Reihe nach. Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung. Durch einen Verlust von Knorpelgewebe können die Gelenke Schaden nehmen.

Der Knorpelabbau hat gleich mehrere nachteilige Effekte. So kann sich die sogenannte Synovialmembran entzünden. Infolgedessen stellt sie mehr Gelenkschmiere her.

Eigentlich etwas Gutes, so könnte man meinen. Allerdings ist diese Gelenkschmiere nicht dickflüssig wie gewohnt, sondern dünnflüssig. Mit dieser Konsistenz ist sie nicht mehr in der Lage, eine reibungslose Bewegung sicherzustellen.

Das provoziert Reizungen und Entzündungen. Sind Entzündungsgeschehen an der Erkrankung beteiligt, sprechen Tiermediziner von Arthritis. Eine Arthrose und Arthritis können sich wechselseitig begünstigen.

Schließlich können Schäden im Rahmen von Arthrose eine Arthritis hervorrufen. Entzündliche Vorgänge können wiederum die Schäden verstärken.

Deshalb ist es wichtig, bei der Behandlung beide Krankheitsbilder zu berücksichtigen. 

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Schreitet der Prozess ungehindert fort, können sich knöcherne Zubildungen zeigen. Diese wirken sich ebenfalls negativ auf die Gelenkgesundheit aus.

Arthrose bei Katzen: Ursachen

Klassischerweise tritt die Arthrose bei den Senioren unter den Katzen auf. Häufig ist zu beobachten, dass die Gelenke der Vordergliedmaßen, also Vorderpfoten sowie Ellbogen betroffen sind.

Auch die Hintergliedmaßen, zu denen Knie, Hinterpfoten und Hüfte gehören, können erkranken. Wie bei Hunden wird auch bei Katzen Arthrose in der Wirbelsäule beobachtet.

Es gibt einen Grund dafür, warum vor allem diese Körperareale sich arthrotisch verändern. Katzen sind sehr aktiv und belasten bei jeder Bewegung mit ihrem Körpergewicht genau diese Körperstellen.

Verschiedene Ursachen, werden von Medizinern für die Entwicklung einer Arthrose verantwortlich gemacht.

Dazu zählen:

  • genetische Veranlagungen
  • Verletzungen wie Bänderrisse oder Knochenbrüche
  • Überbelastung
  • Fehlbildung der Gelenke
  • Übergewicht
  • Gelenkentzündungen durch Infektionen

Katze und Arthrose: woran Sie die Erkrankung erkennen

Katzen sind mindestens genauso mutig wie tapfer. Daher fällt es Tierbesitzern nicht selten schwer, die Erkrankung zu erkennen. Da es sich bei Arthrose um eine fortschreitende Erkrankung handelt, können sich die ersten Symptome mild äußern.

Gerade zu Anfang kann bei betroffenen Katzen eine Verhaltensänderung auftreten. Besitzer geben beispielsweise an, dass ihr Liebling keine großen Sprünge mehr wagt oder das Aufstehen nach einer Ruhephase schwerfällt.

Sobald neben dem Gelenkknorpel auch die knöcherne Anatomie betroffen ist, kann Ihre Katze deutliche Schmerzen empfinden.

Spätestens dann treten folgende Symptome auf:

  • Gewichtsabnahme durch eine verringerte Futteraufnahme
  • vermehrte Aggressivität oder Anhänglichkeit
  • Ängstlichkeit
  • Rückzugsorte werden vermehrt aufgesucht
  • Unlust sich zu pflegen und zu spielen
  • Selbstverstümmelung
  • Lecken von schmerzenden Stellen
  • ein steiferes, langsameres Bewegungsmuster 
  • Hochheben wird ungern zugelassen

Untersuchung beim Tierarzt: Wie wird eine Arthrose diagnostiziert?

Katze Arthrose

Tierbesitzer suchen häufig dann einen Veterinärmediziner auf, wenn die Katze auffällige Verhaltensmuster zeigt oder offenkundig Schmerzen empfindet. 

Wenn Sie Ihr Tier untersuchen lassen möchten, wird der Arzt Ihnen zunächst Fragen zu den Beschwerden stellen. Steife, unbewegliche Gelenke und ein Vermeidungsverhalten können dem Mediziner erste Hinweise auf die Erkrankung liefern.

Darüber hinaus wird er Ihren Liebling eingehend untersuchen. Dazu gehört, die Beurteilung des Gangbildes und das Abtasten der Gelenke sowie der zugehörigen Strukturen.

Bildgebende Verfahren können Aufschluss darüber geben, ob und wie stark die Gelenke verändert sind. Dazu können das Röntgen, die Computertomografie oder die Magnetresonanztomographie eingesetzt werden.

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Auch die Beurteilung des umliegenden Gewebes ist empfehlenswert. Das gelingt am besten mit einer Ultraschalluntersuchung.

Zusammenfassung

 

Bei Arthrose liegt eine degenerative Gelenkerkrankung vor. Auch Katzen bleiben davon nicht verschont. Ursachen können genetische Veranlagungen, Verletzungen, Überbelastung, Fehlbildungen der Gelenke Übergewicht und eine Gelenkentzündung sein.

Die Anzeichen sind nicht immer einfach zu deuten. Nicht zuletzt deshalb, da Arthrose einen schleichenden Verlauf nimmt. Als Katzenbesitzer können Sie beobachten, das sich Ihr Tier anders verhält. So kann es ängstlicher, anhänglicher oder aggressiver wirken.

Besonders auffällig ist, dass sich Ihre Katze schmerzende Stellen leckt. Zudem zeigt sich ein steiferes, langsameres Bewegungsmuster und das Hochnehmen wird verweigert.

Wenn Ihre Katze darüber hinaus nicht mehr gerne spielt oder die Fellpflege vernachlässigt, deutet das ebenfalls auf eine Arthrose hin. In diesem Fall sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. 

Dieser nimmt eine körperliche Untersuchung vor und setzt auf bildgebende Verfahren, um dem Gelenkverschleiß auf die Spur zu kommen.

Arthrose bei Katzen: Behandlung

Wie bei Menschen gibt es auch bei Tieren verschiedene Behandlungsalternativen, um die degenerative Gelenkerkrankung zu therapieren. Schmerzmittel für Katzen können ebenso sinnvoll sein, wie weitreichende Umstellungen im Alltag.

Arthrose bei Katzen: Medikamente

Unter Umständen ist es empfehlenswert, Schmerzmittel für Katzen bei Arthrose anzuwenden. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Beschwerden sehr stark ausfallen oder Ihre Katze eine Schonhaltung einnimmt.

Schonhaltungen sind nachvollziehbar. Schließlich möchte Ihr Liebling so Schmerzen verhindern. Allerdings führt das dazu, dass andere Gelenke stärker belastet werden. Außerdem ist Bewegung wichtig, um den Gelenkknorpel zu nähren. 

Ihr Tierarzt kann Ihrem Haustier ausgewählte Medikamente verabreichen, die gegen die Schmerzen helfen. Bei einer vorliegenden Entzündung wird zudem abgewogen, ob der Einsatz von Kortison sinnvoll ist.

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Schmerzmittel können den Magen belasten. Schützende Präparate, sogenannte Protonenpumpenhemmer, regeln die Produktion von Magensäure herunter und wirken so einem Magengeschwür entgegen.

Arthrose und Katzen: sonstige Therapiemaßnahmen

Katzen können bei einer Arthrose entscheidend von einer Physiotherapie profitieren. Durch die Maßnahmen gelingt eine kontrollierte Bewegung der Gelenke. Zudem kann der Muskelaufbau dadurch angekurbelt werden.

Ein Wasserlaufbad kann helfen, wenn Ihre Katze übergewichtig ist. Durch die Bewegung im Wasser können die Pfunde purzeln und die Gelenke werden gleichzeitig geschont.

Um Schmerzen zu lindern, setzen Therapeuten auf Akupunktur und die Magnetfeldtherapie.

Führen die konservativen Maßnahmen nicht zu dem erhofften Erfolg, kann ein chirurgischer Eingriff abgewägt werden. Dabei kommt eine künstliche Versteifung oder der Einbau eines Kunstgelenks infrage.

Arthrose bei Katze: Homöopathie

Arthrose Katze Homöopathie

Von der Homöopathie erhoffen sich viele Tierbesitzer Linderung für ihren Liebling. Der Vorteil: Die Präparate sind frei erhältlich und nebenwirkungsarm. Lediglich Unverträglichkeiten gegenüber den Inhaltsstoffen können bestehen. Diese lassen sich im Vorhinein jedoch abklären.

Katzen mit Arthrose wird zur Linderung der Gelenkschmerzen eine Kombination aus Bryonia und Rhus toxicodendron empfohlen.

Ernährung optimieren bei Arthrose

Wenn Ihre Katze unter Arthrose leidet, sollten Sie die Ernährung entsprechend anpassen. Ausgewogen und nährstoffreich sollte es sein. Liegt eine altersbedingte Arthrose vor, sind spezielle Senioren-Katzenfutter empfehlenswert.

Schleppt Ihr Liebling ein paar Kilos zu viel mit sich herum, sollten Sie ihn in Absprache mit Ihrem Tierarzt auf Diät setzen. Auch hierfür gibt es spezielles Futter.

Katze und Arthrose: Welche Nahrungsergänzungsmittel machen Sinn?

Insbesondere Vitamine und Spurenelemente sind wichtig, wenn es um die Gelenkgesundheit geht. Aus diesem Grund enthalten spezielle Nahrungsergänzungsmittel oder Seniorenfutter Grünlippmuschelextrakt.

Das Supplement vereint neben Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen und Mineralien auch natürliche Glykosaminoglykane. Diese gelten als Knorpelschutzstoffe.

Hyaluronsäure im Kampf gegen Arthrose

Eine natürliche Substanz, die im Kampf gegen Alterungsprozesse und Verschleißerscheinungen auf sich aufmerksam gemacht hat, ist Hyaluronsäure. Sie kommt von Natur aus im Körper vor und ermöglicht eine reibungslose Bewegung der Gelenke.

Sie gilt als eines der wichtigsten Substanzen in der Gelenkschmiere. Hyaluron besitzt die einzigartige Fähigkeit, große Mengen Wasser zu binden. Das ist deshalb interessant, da Lebewesen bis zu 80 % aus dem Element bestehen.

Der förderliche Effekt von Hyaluronsäure kommt insbesondere den Gelenken zugute. Sie fungiert wie eine Art Stoßdämpfer und mindert die frühzeitige Abnutzung der Gelenke.

Es wird angenommen, dass die Schmiereigenschaft von Hyaluron womöglich auch Knorpel, Bänder, Sehnen und Gelenke vor einer vorschnellen Versteifung bewahren kann. Das Ergebnis könnte eine bessere Elastizität der Bänder und Sehnen sein.

Vielleicht stellen Sie sich die Frage, warum Sie Ihrem Begleiter Hyaluronsäure verabreichen sollten, wenn der tierische Körper doch selbst in der Lage ist, die Substanz herzustellen.

Die Antwort darauf ist ganz einfach. Mit dem Alter gelingt es dem Organismus nicht mehr so effektiv, Hyaluronsäure zu produzieren. Dadurch kann auch die Gelenkgesundheit betroffen sein.

Früher wurden ausschließlich Spritzen genutzt, um Hyaluronsäure zu verabreichen. Dank modernster Herstellungsverfahren ist es nun möglich, Tieren flüssiges Hyaluron ganz einfach in das Maul zu träufeln. Alternativ kann ein entsprechendes Präparat unter das Futter gemischt werden. So gelingt die Verabreichung von flüssiger Hyaluronsäure unkompliziert und schnell.

Bei der Auswahl eines Hyaluronsäureproduktes sollten Sie unbedingt auf die Qualität achten. Die Zusammensetzung bestimmt maßgeblich darüber, wie gut ein Präparat beurteilt wird.

Unsere Autorin empfiehlt:

Jennifer Ann Steinort

Jennifer Ann Steinort
Dipl. Gesundheitsökonomin

“Auch die Herstellungsbedingungen geben einen wichtigen Hinweis auf die Qualität.

Meine Empfehlung: Beziehen Sie ein Produkt, das innerhalb der EU hergestellt wurde. So gehen Sie sicher, dass strenge Standards eingehalten werden müssen.

Ich empfehle HYAGIL PLUS – flüssige Hyaluronsäure für Tiere von Steiger Naturals bei Arthrose bei Katzen, hergestellt in Deutschland.”

So unterstützen Sie Ihre Katze mit Arthrose im Alltag

Es gibt eine ganze Reihe von sinnvollen Maßnahmen, die Sie direkt umsetzen können, um Ihrer Katze mehr Wohlbefinden zu schenken.

Zunächst sollten Sie darauf achten, dass sich Ihre Katze trotz Arthrose genügend bewegt. Hier ist nicht wildes Herumtollen gemeint, sondern ein sanftes Spiel. Versuchen Sie, Ihren Liebling mit verstecktem Futter zu mehr Aktivität zu bewegen.

Damit Ihre Katze die Gelenke nicht mit Springen, Klettern oder Hangeln belasten muss, verlagern Sie die Ruheplätze besser an niedrig gelegene Orte.

Zudem bieten sich kleine Hocker an, um den Aufstieg auf Sofa und Co. zu ermöglichen. Ganz wichtig: Die Liegeflächen sollten weich und frei von Zugluft sein.

Mit Arthrose fällt es Ihrer Katze womöglich nicht mehr so leicht, sich selbst um die Körperpflege zu kümmern. Unterstützen Sie Ihr Tier bei der Fellreinigung, damit es sich wohlfühlt.

Fazit

 

Katzen können ebenso wie Menschen an Arthrose erkranken. Dabei handelt es sich um eine degenerative Gelenkerkrankung, die nicht heilbar ist. Neben Übergewicht, einer genetischen Veranlagung und der Überbelastung der Gelenke können auch Entzündungen eine Arthrose begünstigen.

Katzen sind tapfer. Dennoch gibt Ihnen Ihre Katze Signale, wenn es ihr nicht gut geht. Im Fall einer Arthrose können das Verhaltensänderungen sein. Womöglich vermeidet sie hohe Sprünge und wirkt insgesamt bewegungsunlustig.

Eine Untersuchung beim Tierarzt kann die vermutete Diagnose festigen. Dafür werden eine eingehende Befragung des Besitzers, eine Tastuntersuchung und bildgebende Verfahren durchgeführt.

Steht fest, dass eine Arthrose vorliegt, können Schmerzmedikamente die Beschwerden lindern. Dadurch wird auch erreicht, dass die Katze ihre Schonhaltung aufgibt und sich wieder normaler bewegt.

Auch die Homöopathie und Nahrungsergänzungsmittel wie Grünlippmuschelextrakt können herangezogen werden, um das Beschwerdebild zu bessern.

Als echter Geheimtipp gilt Hyaluronsäure. Die natürliche Substanz ist Bestandteil der Gelenkschmiere und verhindert, dass Gelenke aufeinanderreiben. Im Alter lässt die körpereigene Produktion jedoch nach. Mit modernen Nahrungsergänzungsmitteln lässt sich Hyaluronsäure in flüssiger Form direkt in das Maul verabreichen.

Auch in Ihrem Wohnumfeld können Sie einiges dafür tun, damit sich Ihre Katze wohler fühlt. Verlagern Sie hoch gelegene Liegeplätze herunter. Achten Sie auf eine nährstoffreiche Ernährung, die Vitamine und Spurenelemente zur Verfügung stellt. 

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