Arthrose

Arthrose: Helfen Sie Ihrer Gelenkgesundheit auf die Sprünge

Inhaltsverzeichnis

Hierzulande leiden ca. fünf Millionen Menschen unter Symptomen, die mit einer Arthrose in Verbindung gebracht werden. Alleine zwei Millionen von ihnen klagen über schmerzende Gelenke.

Arthrose ist ein wichtiges Thema. Nicht zuletzt deshalb, weil Betroffene einiges dafür tun können, um ihr Wohlbefinden zu steigern.

Wir verraten, was es mit der Erkrankung auf sich hat und welche modernen Behandlungsmethoden dabei zum Einsatz kommen. Zudem geben wir Ihnen Tipps, mit denen Sie noch heute aktiv Ihre Gelenkgesundheit unterstützen.

Was ist Arthrose?

Arthrose Finger

Arthrose ist unangefochten auf dem ersten Platz, wenn es um Gelenkerkrankungen geht. Bei der Erkrankung liegt eine Schädigung des Gelenkknorpels vor. Dieser ist nicht in der Lage, sich selbst zu reparieren.

Dadurch, dass der Gelenkknorpel schwindet, kommt es zu Veränderungen am Gelenkknochen.

Wenn Sie unter Arthrose leiden, können Sie an Bewegungsfähigkeit einbüßen. Zudem kann es zu Entzündungen im Gelenk kommen und dadurch im weiteren Verlauf zu Schwellungen sowie zusätzlichen Schmerzen.

Mediziner können folgende Diagnosen stellen:

  • Arthrose im Knie (Gonarthrose)
  • Arthrose im Finger
  • Arthrose in der Hand
  • Arthrose in der Schulter
  • Arthrose in der Hüfte
  • Arthrose im Fuß

GUT ZU WISSEN!

Am häufigsten tritt eine Hüftarthrose, Kniearthrose oder eine Gelenkveränderung im Handbereich auf. Grundsätzlich kann aber jedes Gelenk in Ihrem Körper betroffen sein.

Das leisten Ihre Gelenke

Ihre Gelenke sind ein wahres Wunderwerk der Natur. Sie ermöglichen Ihnen vielfältige Bewegungen. Tanzen, Laufen oder Sitzen? Das alles wäre ohne Ihre Gelenke nicht möglich.

Arthrose Knie

Die beweglichen Verbindungsstellen an den Knochenenden sorgen dafür, dass Sie nicht steif sind, sondern Ihre Körperteile flexibel bedienen können. Gelenke setzen sich aus mehreren Teilen und unterschiedlichen Strukturen zusammen.

Das ausgeklügelte System kann durch Arthrose ganz unterschiedlich in Mitleidenschaft gezogen werden.

Damit Sie ein Gefühl davon bekommen, was Ihre Gelenke täglich für Sie leisten, haben wir Ihnen die wichtigsten Aufgaben der Verbindungsstellen zusammengetragen:

  • Gelenke ermöglichen Bewegung: Ihre Gelenke stellen nicht nur sicher, dass Sie Ihren Alltag bewältigen können. Sie haben die Fähigkeit, Ihnen Bewegungsmuster zu erlauben, die vollendeter nicht sein könnten. Denken Sie einmal an die Anmut einer Ballerina oder den Drahtseilakt eines Artisten. Gelenke unterstützen Sie bei den kleinen und großen Dingen in Ihrem Leben. Dabei ist übrigens auch die Gelenkschmiere behilflich. Die körpereigene Substanz wird von der inneren Gelenkschleimhaut hergestellt. Sie ist für eine reibungslose Bewegung wichtig.
  • Gelenke dämpfen ab: Die meisten Bewegungen führen wir unterbewusst durch. Mehrere Tausend sind es täglich. Darunter auch jene, die plötzlich oder hart auf den Körper einwirken. Glücklicherweise besitzt Ihr Organismus eigene Stoßdämpfer. So dämpfen Ihre Gelenkknorpel die Wucht der Bewegungen ab. Das tun sie auf eine interessante Weise. Der Gelenkknorpel legt sich wie eine glatte und elastische Haut über Ihre Gelenke. So ist er imstande, Ihre empfindlichen Gelenke bei jeder Bewegung zu schützen. Damit sind auch abenteuerliche Aktivitäten kein Problem.
  • Gelenke stützen: Ohne Knochen und Gelenke würde es uns an Struktur fehlen. Gelenke haben eine wichtige Aufgabe, denn sie geben Halt. Besonders bemerkenswert ist, dass sie bestimmte Bewegungen zulassen, andere aber verhindern. Das dient Ihrer Sicherheit. Schauen Sie sich beispielsweise Ihre Finger an. Wie ein Scharnier können Sie diese auf und ab bewegen. Zur Seite aufklappen? Das geht mit ihnen nicht. Dagegen weiß sich Ihr Körper mit der Gelenkkapsel und den Gelenkbändern zu wehren. Zu flexibel darf der Körper schließlich auch nicht sein, denn durch eine feste Struktur bleibt er effektiv.

Arthrose: Stadien im Überblick

Arthrose ist nicht gleich Arthrose. Mediziner teilen den Zustand der Gelenke während der Erkrankung in verschiedene Stadien ein. Dabei stehen das Frühstadium und das Spätstadium zur Auswahl.

Frühstadium

Ihr Arzt hat Ihnen mitgeteilt, dass Sie Arthrose im Frühstadium haben? Dann liegt bei Ihnen ein Knorpelschaden vor. Allerdings stellt sich dieser noch recht oberflächlich und auf ein kleines Gebiet (ca. 2 cm²) begrenzt dar. Vielleicht können bei Ihnen im Röntgenbild auch Knochenverdichtungen festgestellt werden. Diese beziehen sich stets auf Knochenareale, die sich direkt unter dem erkrankten Knorpel befinden.

Haben bildgebende Verfahren diesen Verdacht erhärtet, handelt es sich bei Ihnen um ein Frühstadium der Arthrose. Warum? Diese Erklärung ist einfach. Bei einer Arthrose kommt es immer zu Knochenveränderungen. Fehlen diese, stellt Ihr Mediziner die Diagnose Knorpelschaden, nicht aber Arthrose.

Spätstadium

Arthrose im Knie

Ein Frühstadium entwickelt sich nicht über Nacht zu einem Spätstadium. Nicht selten liegen dazwischen mehrere Jahre. Aus diesem Grund können viele Arthrose-Patienten in eine Art Zwischenstadium eingeteilt werden.

Die Veränderungen entsprechen aufgrund ihrer Ausprägung nicht mehr einem Frühstadium. Noch sind sie jedoch zu gering, um unter das Spätstadium zu fallen.

Liegt ein Spätstadium bei Ihnen vor, sind die Veränderungen sehr deutlich. Ihr Gelenkknorpel ist erkrankt, geschädigt, abgerieben und unter Umständen verschwunden.

Nun reibt der Knochen, der mittlerweile freiliegend ist, unmittelbar auf dem Knochen der Gegenseite. Würde jetzt ein Röntgenbild bei Ihnen gemacht werden, könnten Sie sehen, dass sich beide Enden berühren. Der Gelenkspalt ist nicht mehr vorhanden.

Aber nicht nur das. Auch der Knochen ist wesentlich härter und dichter geworden. Die Umrandung der Gelenke weist knöcherne Zacken auf, sogenannte Osteophyten. Diese sorgen dafür, dass Ihr Gelenk deutlich breiter erscheint.

GUT ZU WISSEN!

Wenn sich die Knochenzacken berühren, zum Beispiel während Sie in Bewegung sind, können sie starke Schmerzen auslösen.

Wie entsteht eine Arthrose?

In einem Gelenk liegen zwei Knochenenden gegenüber. Wie bereits erwähnt, sorgt eine Schutzschicht dafür, dass kein Knochenabrieb erfolgt. Diese kann jedoch durch Überlastung oder Abnutzung beschädigt werden. Die Folge: Es existiert keine natürliche Stoßdämpfung mehr.

Ursachen für eine Arthrose:

  • starke Belastung durch sportliche Aktivität oder Übergewicht
  • Fehlstellung der Gelenke
  • altersbedingte Abnutzung
  • Bewegungsmangel

Arthrose Symptome: daran erkennen Sie die Gelenkerkrankung

Arthrose im Knie, Fingerarthrose oder andere Formen von Arthrose können zahlreiche Beschwerden hervorrufen. Dabei ist die Ausprägung abhängig von den vorliegenden Schäden.

Wenn Ihre Gelenke arthrotische Veränderungen aufweisen, können Sie folgende Beschwerden bemerken:

  • Anlaufschmerz am Morgen
  • Ermüdungsschmerz, beispielsweise nach längerem Stehen
  • Belastungsschmerz, beispielsweise nach dem Laufen
  • Steifheit der Gelenke
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • Knochenauswüchse
  • Knacken und Knirschen im Gelenk
  • Schwellungen, Rötungen infolge einer Entzündung
Arthrose Hand

Während im Frühstadium Schmerzen lediglich nach längerem Stehen oder nach ausgeprägter körperlicher Aktivität auftreten, haben Dauerschmerzen im Spätstadium den Alltag fest im Griff.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie sich bewegen oder ruhen. Normalerweise sind Schmerzen auf das jeweilige Gelenk begrenzt. Die Ausnahme bildet die Hüftarthrose. Dabei können Sie Schmerzen in der Leiste verspüren. Zudem können die Beschwerden auch auf das Knie oder das Gesäß ausstrahlen.

Typischerweise macht sich bei einer Arthrose eine Steifheit der Gelenke bemerkbar. Insbesondere nach Ruhephasen, zum Beispiel längerem Sitzen, kann das Knie steif sein. Bewegen Sie sich einige Zeit, sind die Beschwerden wie weggeblasen.

Es hat einen Grund, warum Arthrose den Alltag müßiger werden lässt. Die eingeschränkte Beweglichkeit sorgt dafür, dass selbst routinierte Aufgaben schwerfallen. Dazu zählen beispielsweise das Zubereiten einer Mahlzeit oder das Zuknöpfen der Bluse.

Bewegungseinschränkungen führen oft dazu, dass sich Patienten schonen. Die Schonhaltung ist aber ebenfalls problematisch, denn so werden die umliegenden Muskeln geschwächt. Dadurch kann es zu einer Destabilisierung des Gelenkes kommen, was den Arthrosebeschwerden unmittelbar in die Karten spielt.

Die typischen Knochenauswüchse, die sich während der Arthrose bilden können, sind ein Versuch Ihres Körpers, dem Auflagedruck zu entkommen. Eigentlich eine clevere Idee, aber die Vergrößerung der Gelenkflächen können die Bewegungsfähigkeit einschränken.

Zudem sind die Knochenauswüchse in der Lage, Nerven und Weichteile negativ zu beeinflussen. Auch dadurch entstehen Schmerzen.

Wenn Sie mehrere Jahre oder Jahrzehnte arthrotische Gelenke besitzen, kann sich das auf die Knochenstellung auswirken. So kann eine Kniearthrose beispielsweise zu O- oder X-Beinen führen. Bei einer Hüftarthrose kann es darüber hinaus zu einem Längenunterschied der Beine kommen.

GUT ZU WISSEN!

Knackende und knirschende Geräusche können ein Zeichen für Arthrose sein. Diese werden durch das Aneinanderreiben der Knochen verursacht. Aber Vorsicht: Auch gesunde Gelenke können hin und wieder diese Geräusche produzieren.

Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis?

Viele Menschen stellen sich die Frage, was der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis ist. Nicht selten werden beide Begriffe in eine Schublade gesteckt.

Zu Unrecht, denn dabei handelt es sich um zwei völlig unterschiedliche Krankheitsbilder.

Während es sich bei Arthrose um einen Gelenkverschleiß handelt, geht eine Arthritis mit einer Entzündung des Gelenks einher. Bei der Arthritis können Krankheitserreger oder eine Autoimmunerkrankung als Ursache in Betracht kommen.

Allerdings haben Arthrose und Arthritis auch Gemeinsamkeiten. So können Arthritis- Symptome, denen von Arthrose ähneln. Zum Beispiel dann, wenn es in arthrotischen Gelenken zu Reizungen kommt.

Insbesondere Knie- und Fingergelenke können sich dann warm und geschwollen darstellen. Auch Rötungen sind möglich. Dabei handelt es sich um Entzündungszeichen, die sich auch bei der Arthritis bemerkbar machen.

Zusammenfassung

 

Etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Arthrose. Damit ist sie die am weitesten verbreitete Gelenkerkrankung. Bei einer Arthrose liegt ein Knorpelschaden vor. Dadurch kommt es auch zu Veränderungen im Gelenkknochen.

Am häufigsten sind Hüfte, Knie und Hände von der Arthrose betroffen. Grundsätzlich kann sich die Erkrankung aber an jedem Gelenk bemerkbar machen.

Gelenke übernehmen eine wichtige Funktion in Ihrem Körper. Sie ermöglichen es Ihnen, sich zu bewegen. Darüber hinaus geben sie Halt und dämpfen harte Bewegungen ab.

Bei einer Arthrose können selbst einfache Bewegungsabläufe schwerfallen. Zu den Symptomen gehören Anlaufschmerz am Morgen, Ermüdungsschmerz, Belastungsschmerz, Gelenksteifheit und eine eingeschränkte Beweglichkeit.

Auch Knochenauswüchse oder Gelenkgeräusche sowie klassische Entzündungszeichen können Hinweise auf eine Arthrose sein.

Die Art und Ausprägung der Symptome sind allerdings von dem Krankheitsstadium abhängig. Mediziner unterscheiden das Frühstadium von dem Spätstadium. Viele Patienten befinden sich in einem Zwischenstadium.

Arthrose und Arthritis sind zwei verschiedene Krankheiten. Bei einer Arthritis liegen Entzündungsprozesse zugrunde, die durch Krankheitserreger oder Autoimmunerkrankungen entstehen. Arthrose geht allerdings mit einem Gelenkverschleiß einher. Allerdings können sich beide Erkrankungen hinsichtlich der Symptome ähneln.

Arthrose: Diagnose mithilfe von Untersuchungsverfahren

Bevor eine zielgerichtete Behandlung erfolgen kann, sollte in jedem Fall eine eingehende Diagnostik stattfinden. Mit verschiedenen Untersuchungen kann der Arzt feststellen, wie es um Ihre Gelenkgesundheit steht.

Zunächst erfolgt die Anamnese. In einem Gespräch zwischen Ihnen und Ihrem Arzt können die Beschwerden erläutert und erste Rückschlüsse gezogen werden. Danach erfolgt die körperliche Untersuchung. Hierbei testet der Mediziner unter anderem Ihre Beweglichkeit.

Arthrose Behandlung

Auch Röntgenaufnahmen sind für die Diagnose entscheidend. Mit dem bildgebenden Verfahren lassen sich Schwere und Ausprägung beurteilen. So erhält Ihr Mediziner beispielsweise Informationen darüber, wie der Gelenkspalt sich darstellt und welche Veränderungen an den Knochen bestehen.

GUT ZU WISSEN!

Eine Blutuntersuchung ist nicht notwendig, um feststellen zu können, ob Sie an einer Arthrose leiden. Allerdings können Laboruntersuchungen Informationen zu entzündlichen Prozessen in Ihrem Körper liefern.

Arthrose: Behandlung und Therapieoptionen

Patienten stellen sich im Anschluss an die Diagnose häufig die Frage, ob es ein Zurück bei der Erkrankung gibt. Arthrose heilen, das geht jedoch nicht. Die gute Nachricht ist, dass es viele Behandlungsoptionen gibt, mit denen Sie Ihre Selbstständigkeit erhalten können.

Ein Mix aus verschiedenen Therapien sorgt dafür, dass Schmerzen oder Entzündungen im Zaum gehalten werden. Zudem lässt sich dadurch die Beweglichkeit Ihrer Gelenke positiv beeinflussen.

Der Orthopäde ist in der Regel der erste Ansprechpartner, wenn es um Arthrose geht. Im Laufe der Therapie macht es jedoch Sinn, dass Mediziner mehrerer Fachdisziplinen zusammenarbeiten. Auf diese Weise kann ein individuelles Behandlungsprogramm in die Tat umgesetzt werden.

Verschiedene Bausteine gestalten die Arthrosetherapie gelungen.

Dazu zählen:

  • Bewegung
  • Medikamentöse Therapie
  • Komplementärmedizinische Ansätze
  • Operative Behandlungen
  • Hilfsmittel

GUT ZU WISSEN!

Nicht alle Patienten benötigen den vollen Umfang der zur Verfügung stehenden Therapieoptionen. Ihr Arzt wird mit Ihnen gemeinsam die notwendigen und sinnvollen Maßnahmen ausloten.

Wenn Sie unter anhaltenden Beschwerden leiden, ist ein Gang zum Arzt unbedingt ratsam. Insbesondere die entzündlich aktivierte Arthrose, die mit Entzündungszeichen einhergeht, sollte rasch begutachtet werden.

Durch die Einleitung einer Therapie können so schwerwiegende Folgen vermieden werden.

Die 5 Bausteine der Arthrosebehandlung

Ausgewählte Therapiemaßnahmen können gezielt dazu beitragen, dass der Verlauf der Erkrankung günstig beeinflusst wird. Dafür setzen Mediziner Bausteine ein. Lassen Sie uns diese im Folgenden einmal näher betrachten.

1. Bewegung

Bewegung ist auch bei arthrotischen Veränderungen Pflicht. Allerdings muss dabei sehr genau darauf geachtet werden, dass keine starken Belastungen auf die betroffenen Körperareale einwirken.

Arthrose vorbeugen

Mithilfe der Physio- oder der Ergotherapie lernen Sie, Ihre Gelenke auf schonende Weise in Anspruch zu nehmen. Ziel ist es, die Gelenke beweglich zu halten und Muskeln sowie Sehnen rund um das Gelenk zu stärken.

Regelmäßige Übungen tragen dazu bei, die Ausdauer und Koordination zu verbessern. Besonders praktisch ist, dass Sie das Bewegungsprogramm auch zu Hause weiterführen können. So tragen Sie regelmäßig zu Ihrem Therapieerfolg bei.

GUT ZU WISSEN!

Physikalische Anwendungen, die auf Wärme, Kälte, Infrarot, Gleichstrom und UV-Licht setzen, können die Bewegungstherapie sinnvoll ergänzen. Auch Massagen und Wasseranwendungen haben sich bewährt.

2. Medikamentöse Therapie

Manchmal geht es nicht ohne. Schmerzmedikamente helfen dabei, die Beschwerden erträglicher zu machen. Außerdem können sie dazu beitragen, Schonhaltungen aufzugeben. Schmerzmittel mit Paracetamol können bereits gute Erfolge erzielen.

Ist ein Gelenk in Ihrem Körper gereizt und reagiert mit Entzündungszeichen, kann auch die Einnahme von nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) sinnvoll sein. Sie besitzen entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass entsprechende Medikamente den Magen sowie den Darm angreifen können. Daher verschreiben Mediziner nicht selten Schutzpräparate für das Verdauungssystem.

Kortisonmittel kommen immer dann zum Einsatz, wenn Gelenke sehr gereizt sind. Sie können mithilfe einer Spritze direkt in das Gelenk eingebracht werden. Patienten berichten danach von einer raschen und lang anhaltenden Wirkung. Allerdings kann es auch hier zu unerwünschten Begleiterscheinungen kommen. Deshalb sollten Kortisonspritzen nicht regelmäßig injiziert werden.

Moderne Behandlungsverfahren setzen zunehmend auf körpereigene Knorpelschutzsubstanzen. Dazu zählt auch Chondroitin. Dabei handelt es sich um einen Stoff, der von den Knorpelzellen hergestellt wird. Er sorgt in Ihrem Organismus dafür, dass Ihr Knorpel Druck oder Belastung gut standhalten kann.

Es gibt verschiedene Studien, die Hinweise darauf geben, dass Chondroitinpräparate womöglich den Knorpelabbau ausbremsen können.

Hyaluronsäure - Wundermittel bei Arthrose?

Hyaluronsäure schafft es beim Thema Arthrose regelmäßig in die Schlagzeilen. Hyaluron ist eine körpereigene Substanz und Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit.

Es fungiert im Körper als natürliches Schmiermittel und ermöglicht Ihnen eine reibungslose Bewegung.

Arthrose Symptome

Hyaluronsäure kann von einem Mediziner direkt in das betroffene Gelenk gespritzt werden. Vorteil: Die Substanz ist besser verträglich als Cortison. Nachteil: durch die Injektion können sich Rötungen und Verhärtungen sowie Knoten im Gewebe bilden. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich durch die Verabreichung das Gelenk entzündet.

Mithilfe von biotechnologischen Verfahren ist es nun möglich, Hyaluronsäure auch oral einzunehmen. Hochwertige Hyaluronsäurekapseln sind praktisch frei von Nebenwirkungen und sollen die Gelenke fit halten. Davon zeugen zahlreiche Erfahrungsberichte.

3. Komplementärmedizinische Ansätze

Arthrose Finger was hilft

Gut ausgebildete Therapeuten können den Behandlungserfolg unterstützen. So kann die Traditionelle chinesische Medizin, insbesondere mit Akupunktur, behilflich sein. Mehrere Studien konnten bereits feststellen, dass Arthrose-Patienten ihre Schmerzen mit regelmäßigen Therapiesitzungen lindern können.

Die Magnetfeldtherapie wird für die Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt. Beispielsweise können Patienten mit Rheuma scheinbar von der Anwendung profitieren. Auch in Bezug auf Arthrose wird die Magnetfeldtherapie zunehmend beliebter. Womöglich kann sich durch die Inanspruchnahme ein schmerzlindernder Effekt bemerkbar machen.

Pflanzliche Schmerzmittel eignen sich für eine sanfte Behandlung der Arthrose. Die Phytotherapie und die orthomolekulare Medizin nutzten natürliche Extrakte, um Betroffenen die Beschwerden zu erleichtern.

So sollen sich Weidenrinde und Teufelskralle, sofern sie regelmäßig eingenommen werden, positiv auf die Schmerzen auswirken. Auch Arnika oder Beinwell, verarbeitet in Salben oder Gele, können in Betracht gezogen werden.

Besonders praktisch ist, dass pflanzliche Wirkstoffe in der Regel gut mit konservativen Arzneimitteln kombiniert werden können.

4. Operative Behandlungen

Ihr Arzt wird zunächst alles versuchen, um Sie vor einer Operation zu bewahren. Bei einer ausgeprägten Arthrose ist ein operativer Eingriff aber die letzte Möglichkeit, um die Beweglichkeit zu erhalten und eine Beschwerdefreiheit zu erreichen.

Nur keine Sorge, eine Operation bedeutet nicht, dass Sie automatisch ein künstliches Gelenk bekommen. Es gibt neben Vollkunstgelenken auch gelenkerhaltene Eingriffe oder Teilprothesen.

  • Arthroskopie: Minimalinvasiv durchgeführt, kann mithilfe einer Kamera und winzigen Instrumenten der Gelenkraum gespült werden. Das dient dazu, abgelöste Knorpelstückchen abzutransportieren. Diese Methode ist allerdings nicht unumstritten.
  • Knorpeltransplantationen: Im Rahmen einer Arthroskopie kann Knorpelgewebe aus einem Areal des Gelenks entfernt werden, das besser aufgestellt ist. Dieses wird anschließend im Labor vermehrt und in einem weiteren kleinen Eingriff eingesetzt. Die Knorpeltransplantation eignet sich aber nur für Arthrose-Patienten im Frühstadium.
  • Teilkunstgelenke (Knie): Wenn Sie 60 Jahre oder älter sind, ist der künstliche Ersatz der Knie-Halbseite eine gute Idee. Hierbei wird lediglich ein Teil der Gelenkoberfläche ersetzt. Besonders positiv ist, dass Sie direkt im Anschluss an den Eingriff Ihr Gelenk voll belasten können. Teilkunstgelenke gibt es auch für Arthrose im Bereich der Kniescheibe.
Arthrose Ursachen
  • Vollkunstgelenke: Sofern die arthrotischen Veränderungen Ihr komplettes Gelenk einnehmen und stark ausgeprägt sind, macht ein vollständiges Kunstgelenk Sinn. Sie können in den Knien, den Schultern und den Hüften eingesetzt werden.

GUT ZU WISSEN!

Den richtigen Zeitpunkt für eine Operation auszuwählen, fällt häufig nicht leicht. Nicht nur die vorliegenden Schädigungen, sondern auch Ihr persönlicher Leidensdruck können maßgeblich zu der Entscheidung beitragen.

Wichtig ist, dass Sie über die möglichen Komplikationen gut aufgeklärt werden. So können Sie persönlich für sich das Nutzen-Risiko-Verhältnis abwägen.

5. Hilfsmittel

Eine gelenkschonende Bewegung kann durch Hilfsmittel umgesetzt werden. Wie wäre es mit elastischen Schuhbändeln, einem Gehstock oder Stielkamm? Auch Hilfsmittel, die den Alltag in der Küche erleichtern, können bei Arthrose Sinn machen. Darunter fallen beispielsweise solche, die Schraubverschlüsse im Nu öffnen.

Zusammenfassung

 

Bevor ein Behandlungsplan für Sie entworfen werden kann, muss eine eingehende Diagnostik durchgeführt werden. Dabei helfen das Anamnesegespräch, körperliche Untersuchungen und bildgebende Verfahren.

Steht fest, dass Sie unter Arthrose leiden, gibt es verschiedene Behandlungsverfahren. Heute wird viel Wert darauf gelegt, die Behandlung umfassend zu gestalten.

Dabei kommen Bausteine zum Einsatz. Darunter Bewegungstherapien, Medikamente, komplementärmedizinische Ansätze, operative Behandlungen und Hilfsmittel.

Arthrose: Vorbeugen und lindern

Inwieweit moderne Behandlungsansätze mithilfe von knorpelaufbauenden Substanzen Knorpelschäden rückgängig machen können, bleibt umstritten. Allerdings können Sie vieles dafür tun, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen oder einer Arthrose vorzubeugen.

Auch hierbei gibt es einige bewährte Bausteine.

Richtig essen: Ernährung bei Arthrose

Ernährung bei Arthrose

Wenn Sie sich mit dem Thema Arthrose beschäftigen, stoßen Sie unweigerlich auf Ernährungsempfehlungen. Scheinbar gehören Arthrose und Ernährung gewissermaßen zusammen. Das Ziel sollte sein, Übergewicht zu verlieren und die Gelenke zu entlasten.

Hier die wichtigsten Tipps:

  • weniger Fleisch (insbesondere Schweinefleisch), darin ist die entzündungsfördernde Arachidonsäure enthalten.
  • Wertvolle Öle wie Leinöl oder Walnussöl. Sie vereinen Omega-3-Fettsäuren, die dem Körper dabei helfen, Entzündungen zu bekämpfen.
  • Mehr Silizium. Es soll knorpelstabilisierend wirken. Die Substanz ist in Naturreis, Gerste, Hirse und Hafer enthalten. Auch Brennnesseltee weist Silizium auf.
  • Gute Versorgung mit Nährstoffen. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind für die Gelenkgesundheit wichtig. Vitamin B6, enthalten in Äpfeln, wird beispielsweise für die Herstellung von Glukosamin, einem Knorpelbaustoff, benötigt.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe einbinden. Obst, Gemüse und Kräuter enthalten Pflanzenwirkstoffe, die Entzündungen ausbremsen können. Dazu zählen Senföle (Brokkoli), Flavonoide (Spinat), Allicin (Knoblauch), Anthocyane (Preiselbeeren) und Carotinoide (Kürbis).

Extratipp: geheime Gewürzmischung gegen Arthrose

Als natürliches Schmerzmittel bei Arthrose hat sich ein ganz bestimmter Mix aus Gewürzen bewährt. Damit soll die Durchblutung der Gelenkschleimhaut gefördert werden. Das mögliche Ergebnis: weniger Schmerzen.

Für die Mischung benötigen Sie:

  • Kreuzkümmel
  • Muskat
  • Koriander

Täglich eine Messerspitze des Gemisches kann dazu beitragen, Quark und Co. aufzupeppen und obendrein Schmerzen zu lindern. Natürlich gibt es keine Garantie für einen positiven Effekt. Unser Tipp: Probieren Sie es einfach aus!

Übergewicht abbauen

Jedes überflüssige Pfund belastet Ihre Gelenke. Daher ist Abnehmen angesagt. Das gelingt mit einer Kombination aus Ernährung und sanfter Bewegung. Schließen Sie sich im besten Fall mit Freunden zusammen. So macht der Abnehmerfolg gleich viel mehr Spaß.

Sanft bewegen

Arthrose Knie Übungen

Viele Menschen glauben, dass vorgeschädigte Gelenke in jedem Fall geschont werden müssen. Das ist aber der falsche Weg. Selbst bei Arthrose ist Bewegung der Schlüssel zum Erfolg.

Das liegt daran, dass der Knorpel mit jeder Bewegung geschmiert wird. Zudem sorgt körperliche Aktivität dafür, dass Nährstoffe der Gelenkflüssigkeit in das Knorpelgewebe einmassiert werden. So bleiben die Areale elastisch und geschmeidig.

Sport, der auf die Gelenke geht, sollte allerdings tunlichst vermieden werden. Zu den gelenkschonenden Sportarten zählen Radfahren, Schwimmen, Wandern oder Wassergymnastik.

Wenn Sie sich unsicher sind, welches Sportprogramm sich in Ihrem persönlichen Fall am besten eignet, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Therapeuten. Manche Vereine bieten auch extra Bewegungskurse für Arthrose-Patienten an.

Fehlstellungen beheben

Fehlstellungen in den Füßen können das Risiko für Arthrose erhöhen. Das liegt daran, dass Sie bei einem Senkfuß, Knickfuß oder Spreizfuß andere Bewegungsmuster einnehmen. Diese können ungünstig auf die Gelenke einwirken und den Knorpelabbau fördern.

Mithilfe von Schuheinlagen oder orthopädischen Schuhen können Sie Fehlstellungen korrigieren. Wenden Sie sich dafür zunächst an Ihren Orthopäden. Er wird Ihnen ein Rezept ausstellen.

Tabakkonsum aufgeben

Zigaretten zu entsagen ist eine große Herausforderung. Trotzdem lohnt es sich für Arthrose-Patienten. So wird angenommen, dass Nikotin der Nährstoffversorgung der Knorpel im Weg steht.

Fazit

 

Bei Arthrose handelt es sich um die häufigste Gelenkerkrankung. Allein in Deutschland kämpfen 5 Millionen Menschen mit den typischen Beschwerden. Liegt eine Arthrose vor, besteht automatisch eine Schädigung des Gelenkknorpels.

Da dieser nicht in der Lage ist, sich selbst zu reparieren, drohen weitere Schäden. Dadurch, dass sich der Gelenkknorpel reduziert, werden Veränderungen am Gelenkknochen hervorgerufen.

Am häufigsten tritt eine Arthrose im Bereich der Knie, der Hüfte oder der Hand auf. Grundsätzlich kann die Erkrankung aber jedes Gelenk betreffen.

Gelenke sind eine beeindruckende Erfindung der Natur. Sie sorgen dafür, dass Sie sich flexibel bewegen können, geben Halt an der richtigen Stelle und dämpfen selbst bei abenteuerlichen Aktivitäten.

Wenn arthrotische Veränderungen ein Gelenk in den Fokus genommen haben, unterscheiden Mediziner das Frühstadium von dem Spätstadium. Da zwischen den Stadien häufig mehrere Jahre liegen, befinden sich viele Menschen in einer Art Übergangsstadium.

Die Beschwerden sind dabei abhängig von dem Zustand der Gelenke. Generell gilt: Mehr Schädigung führt auch zu mehr Beschwerden. Anlaufschmerz, Ermüdungsschmerz, Belastungsschmerz und Steifheit der Gelenke sind Indizien, die für eine Arthrose sprechen.

Zudem berichten Patienten von einer eingeschränkten Beweglichkeit und Geräuschen im Gelenk. Nicht zuletzt können auch klassische Entzündungszeichen und Knochenauswüchse mit der Erkrankung in Verbindung gebracht werden.

Ursächlich für eine Arthrose können starke Belastungen, zum Beispiel durch Übergewicht oder sportliche Aktivitäten, Fehlstellungen der Gelenke und altersbedingte Abnutzung sein. Auch Bewegungsmangel kann das Risiko für eine Arthrose erhöhen.

Übrigens: Arthrose und Arthritis sind nicht das Gleiche. Während Arthrose mit einem Gelenkverschleiß einhergeht, liegen bei Arthritis Gelenkentzündungen zugrunde. Trotzdem kann sich auch ein Gelenk bei Arthrose gereizt zeigen und klassische Entzündungssymptome auslösen.

Bei der Diagnose setzen Mediziner auf Patientengespräche, körperliche Untersuchungen und bildgebende Verfahren. Steht fest, dass Sie an einer Arthrose leiden, können verschiedene Behandlungsbausteine angewendet werden.

Bewegungstherapien, Medikamente, komplementärmedizinische Ansätze, operative Eingriffe und Hilfsmittel können dazu beitragen, den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen.

Es gibt einiges, dass Sie selbst für Ihre Gelenkgesundheit tun können. Unsere Empfehlung: Bewegen Sie sich ausreichend, essen Sie gesund, lassen Sie eventuelle Fußfehlstellungen korrigieren und bauen Sie Übergewicht ab. Auch ein Rauchstopp kann sich für Sie lohnen. Schließlich gilt Nikotin als Nährstoffräuber.

Weiterführende Studien:

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