Gelenkschonende Bewegung

Gelenkschonende Bewegung im Alltag

Wussten Sie, dass 100 echte Gelenke in Ihrem Körper täglich dafür sorgen, dass Sie sich reibungslos bewegen können? Wenn Sie sich keiner Überbelastung aussetzen und keine Grunderkrankungen wie Arthrose haben, spüren Sie Ihre Gelenke in der Regel nicht. 

Erst wenn wir Gelenkschmerzen haben, wird uns bewusst, wie wichtig es ist, auf diese Bestandteile des Bewegungsapparates zu achten. 

Die gute Nachricht: Es gibt viele Möglichkeiten, Ihre Gelenkgesundheit zu fördern.

Die oberste Regel lautet: Bewegen Sie sich gelenkschonend in Ihrem Alltag. Wir zeigen, wie es geht.

Was Ihre Gelenke täglich leisten


Spazierengehen, Knien, Springen und Laufen – das alles wäre ohne unsere Gelenke nicht möglich. Dadurch, dass Ihre Gelenke tagtäglich unglaubliche Leistungen vollbringen, laufen sie Gefahr, sich abzunutzen.

Das geschieht dann, wenn Ihre Knorpel über lange Zeit einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Das hat zur Folge, dass sich Ihr Gelenkknorpel abnutzt, wodurch die Knochen früher oder später beginnen, aufeinander zu reiben. Dann leiden Sie unter der häufigsten Gelenkkrankheit, der Arthrose.

GUT ZU WISSEN!

Arthrose ist keine Krankheit, die ausschließlich ältere Leute betrifft. Auch junge Menschen können bereits unter dem Gelenkverschleiß leiden.

Welche Gelenke sind besonders anfällig?


Generell gilt: Diejenigen Gelenke, die am meisten im Einsatz sind, nutzen auch am schnellsten ab. Auch wenn prinzipiell von den 100 Gelenken in Ihrem Körper jedes betroffen sein kann, am häufigsten zeigen sich Gelenkprobleme an:

  • Knie
  • Hand- und Fingergelenke
  • Hüfte

GUT ZU WISSEN!

Bei Kniebeschwerden hat sich insbesondere Hyaluron bewährt, wie aus zahlreichen Erfahrungsberichten von Betroffenen hervorgeht.

Was kann Gelenkschmerzen auslösen?


Gelenke verzeihen Ihnen einiges. Bei einer dauerhaften Überbelastung geben sie Ihnen in Form von Schmerzen ein wichtiges Signal, damit Sie einen Gang zurückschalten. Geschieht das nicht und werden Schmerzen dauerhaft ignoriert, kann es zu Gelenkschäden kommen.

Insbesondere Arthrosepatienten gehen häufig erst dann zum Arzt, wenn die Krankheit bereits weit fortgeschritten ist. Wenn Sie Schmerzen bei Bewegung oder in Ruhe verspüren, sollten Sie sicherheitshalber immer einen Orthopäden konsultieren, um die Ursache abklären zu lassen.

Auch Unfälle oder Operationen können dazu führen, dass Gelenke schmerzen. Darüber hinaus gibt es bestimmte Personen, die ein erhöhtes Risiko besitzen, später Gelenkbeschwerden zu entwickeln. Dazu gehören Menschen mit einem einseitigen Arbeitsalltag und Übergewichtige.

Berufliche Risiken


Gelenkschonende Tätigkeiten sind an vielen Arbeitsplätzen nicht gegeben. Dabei ist der Handwerker, der häufig auf harten Oberflächen kniet und dadurch eine Kniearthrose entwickeln kann, genauso betroffen wie Büroangestellte.

Häufig wird angenommen, dass die Arbeit am PC gelenkschonend ist, denn schließlich ist der Körper keiner großen Belastung ausgesetzt. Dass das nicht der Wahrheit entspricht, zeigen Menschen, die durch die ausgedehnte Computerarbeit eine Handgelenksarthrose entwickelt haben, da sie viele Stunden Maus und Tastatur bedient haben.

GUT ZU WISSEN!

Einseitige Bewegungsmuster gelten als besonders ungesund für die Gelenke. Sorgen Sie deshalb für abwechslungsreiche Tätigkeiten. Wenn Sie den ganzen Tag im Büro sitzen, sollten Sie Pausen dafür nutzen, um spazieren zu gehen. Leichte Dehnübungen können Sie unkompliziert am Arbeitsplatz durchführen.

Risikofaktor Übergewicht


Ein zu hoher BMI schadet der Gesundheit, denn dadurch können Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigt werden. Aber auch die Gelenke leiden unter einem zu hohen Gewicht, denn schließlich müssen sie überflüssige Pfunde stemmen.

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Bringen Sie zu viel Gewicht auf die Waage? Dann sollten Sie über eine Gewichtsreduktion mithilfe von gelenkschonendem Sport und abwechslungsreicher Ernährung nachdenken. 

GUT ZU WISSEN!

Wenn Sie stolpern, ist Ihr Kniegelenk dem 8-fachen Ihres Körpergewichtes ausgesetzt. Wenn Sie also 100 kg wiegen, wirken beim Stolpern 800 kg auf Ihr Knie ein. Wenn Sie hingegen Ihr Gewicht auf 70 kg reduzieren, sind es „nur“ noch 560 kg. Dieses Beispiel verdeutlicht, wie stark Ihren Gelenken zusätzliches Gewicht zusetzen kann.

Zusammenfassung


In Ihrem Körper sorgen 100 Gelenke dafür, dass Sie Ihre alltäglichen Bewegungen durchführen können. Insbesondere häufig beanspruchte Gelenke sind anfällig für Beschwerden. Dazu gehören Kniegelenke, Handgelenke, Fingergelenke und Hüftgelenke. 

Überlastungen, Krankheiten und Unfälle können Gelenkbeschwerden auslösen. Zudem gibt es Menschen, die ein erhöhtes Risiko haben, entsprechende Beschwerden zu entwickeln. Dazu gehören Personen mit einem einseitigen Arbeitsalltag und Menschen mit Übergewicht.

Tipps für einen gelenkschonenden Alltag 


Überbelastungen und einseitige Bewegungsmuster sind besonders schädlich für Ihre Gelenke. Daher sollten Sie auch bei alltäglichen Erledigungen auf eine entlastende Körperhaltung achten, denn so können Sie aktiv etwas für Ihre Gelenkgesundheit tun.

Heben und tragen Sie richtig!


Falsches Heben und Tragen ist eines der häufigsten Fehler, die uns im Alltag passieren. In der einen Hand einen Sixpack Wasser und in der anderen die Packung mit dem Küchenpapier – das sorgt für eine unausgeglichene Trageweise.

Beherzigen Sie folgende Tipps, um richtig zu heben und zu tragen:

  • Halten Sie Ihren Rücken gerade
  • Gehen Sie bei dem Heben von schweren Gegenständen in die Knie und richten Sie sich langsam auf
  • Tragen Sie ein Gewicht möglichst nahe an Ihrem Körper
  • Verteilen Sie die Gewichte der Gegenstände gleichmäßig auf beide Körperhälften
  • Gehen Sie lieber mehrmals, als sich einmal schwer zu belasten

Stehen Sie abwechslungsreich!


Wie auch beim Heben und Tragen ist es auch beim Stehen wichtig, regelmäßig die Körperstellung zu verändern, um einseitige Belastungen zu vermeiden.

Sitzen Sie gerade!


Gehören auch Sie zu den Menschen, die tagtäglich viele Stunden im Sitzen verbringen? Dann ist es besonders wichtig, auf eine aufrechte Sitzposition zu achten, denn das tut dem Rücken gut.

Zudem sollten Sie Ihre Bürotätigkeit durch regelmäßige Bewegungsphasen unterbrechen. Dafür eignen sich am besten die Pausen. Große Pausen können für einen Spaziergang genutzt werden, während kleine Pausen sich für den Gang in die Teeküche eignen. 

Aber auch beim Arbeiten kann Bewegung integriert werden. Ihr telefonisches Kundengespräch können Sie auch erledigen, während Sie ein paar Schritte in Ihrem Büro auf und ab gehen.

Wählen Sie geeignetes Schuhwerk!


Pumps sind schick aber auch ein echtes Problem für Ihre Gelenke. Die künstliche und einseitige Anhebung Ihres Fußes belastet Ihre Fuß- sowie Kniegelenke stark.

Besser geeignet sind flache Schuhe, die ein gut gepolstertes und bequemes Fußbett besitzen. Besonders wenn Sie sportlich aktiv sind, sollten Sie auf eine gute Stoßdämpfung achten, um Ihre Gelenke zu schonen.

Holen Sie sich einen Experten-Rat ein!


Mit einer expertengestützten Anleitung können Sie die Stabilität Ihrer Gelenke deutlich verbessern. Dafür eignen sich insbesondere Übungen, die die gelenkumgebende Muskulatur kräftigen. Ein erfahrener Physiotherapeut steht Ihnen gerne zur Seite, um Ihnen ein Trainingsprogramm auszuarbeiten, das Ihre Gelenkgesundheit unterstützt.

GUT ZU WISSEN!

Unter Umständen kann auch eine Ernährungsberatung Sinn machen, um Übergewicht zu reduzieren und damit ebenfalls Ihre Gelenke zu unterstützen.

Zusammenfassung


Gelenkschonende Bewegung fängt im Alltag an. Dazu gehört richtig heben und tragen. Dabei gilt: Das Gewicht sollte möglichst nah am Körper und auf beide Seiten verteilt werden. Der Rücken ist dabei stets gerade zu halten.

Eine gerade Rückenhaltung ist auch beim Sitzen wichtig. Zudem sollten lang anhaltende Sitztätigkeiten durch regelmäßige Pausen unterbrochen werden. Auch richtig stehen will gelernt sein, denn dabei sollte die Körperhaltung ab und zu verändert werden.

Das richtige Schuhwerk kann dafür sorgen, dass Gelenkbeschwerden nachlassen. Möglichst flach und ausreichend gedämpft sollte ein guter Schuh sein.

Eine gelenkschonende Bewegung kann durch die Kräftigung der entsprechenden Muskelpartien maßgeblich unterstützt werden. Dabei können Experten wie Physiotherapeuten wertvolle Ratschläge geben.

Gelenkschonender Sport Nordic Walking

Die 10 gelenkschonendsten Sportarten


„Wer rastet, der rostet“, das trifft unbedingt auf die Gelenkgesundheit zu. Sport ist wichtig für Ihren Bewegungsapparat, auch wenn Sie bereits vorbelastet sind.

Insbesondere Menschen mit Gelenkbeschwerden nehmen Schonhaltungen ein und vermeiden jegliche Bewegungen, was die Schmerzen jedoch zusätzlich verstärken kann.

Auch wenn Sie unter Arthrose leiden, gibt es viele Sportarten, die Freude machen und Ihre Gesundheit unterstützen.

Nur Mut: Probieren Sie neue Sportarten aus, gegen die Sie bisher Vorurteile gehegt haben. Auch Nordic Walking hält Sie fit und macht in einer Gruppe obendrein Spaß.

Wir haben Ihnen die beliebtesten Sportarten zusammengestellt, die gelenkschonend sind.

1. Schwimmen

 
Im Wasser haben Sie einen sehr effektiven Partner an Ihrer Seite, und zwar den Wasserauftrieb. Er hält die Belastung für Ihre Gelenke sehr gering. Trotzdem können Sie mit Wassersportarten Ihre Ausdauer und Ihre Fitness gut trainieren.

GUT ZU WISSEN!

Wenn Sie Probleme mit Ihrer Halswirbelsäule oder Ihrem Meniskus haben, ist das Kraul- oder Rückenschwimmen besser für Sie geeignet, da das Brustschwimmen Ihre vorgeschädigten Bereiche zu stark belasten könnte.

2. Radfahren


Fahrradfahren ist nicht umsonst sehr beliebt. Es zählt zu den gelenkschonendsten Sportarten überhaupt, denn dabei findet kein Druck und keine Stoßbelastung statt. 

Zahlreiche Radwege, die durch ganz Deutschland führen, gestalten diese Sportart besonders abwechslungsreich.

Wichtig ist nur, dass Sie sich regelmäßig nach dem Radfahren dehnen, da der Hüftstrecker sich aufgrund von regelmäßigem Fahrradfahren verkürzen kann.

GUT ZU WISSEN!

Beim Radfahren sollten Sie unbedingt in einen niedrigen Gang schalten, der nur einen leichten Widerstand besitzt. Dadurch erhalten Sie eine hohe Trittgeschwindigkeit, die nicht nur gelenkschonend ist, sondern auch Ihre Fitness trainiert.

3. Crosstrainer


Insbesondere ehemalige Jogger setzen bei Knieproblemen auf den Crosstrainer. Durch den elliptischen Bewegungsablauf wird die Stoßbelastung verhindert und die Gelenke werden nachweislich geschont. 

GUT ZU WISSEN!

Mit dem Crosstrainer können Sie Ihre Ausdauer besonders gut trainieren und auch Körperfett gezielt verbrennen.

4. Nordic Walking


Das Nordic Walking hat sich einen guten Ruf hierzulande aufgebaut. Besonders beliebt ist die Sportart, da damit – im Gegensatz zum Joggen – die Gelenke nur mit dem eineinhalbfachen anstatt des dreifachen Körpergewichts belastet werden.

Ein passender Nordic Walking Stock unterstützt und kräftigt Ihren Halteapparat während Ihres Trainings.

GUT ZU WISSEN!

Besonders Freude macht die Sportart in einer Gruppe. Informieren Sie sich doch bei Ihnen vor Ort, ob es eine Nordic Walking Gruppe gibt.

5. Klettern 


Sie lieben das Abenteuer und schütten gerne Adrenalin aus? Darauf müssen Sie auch bei dieser gelenkschonenden Sportart nicht verzichten. Das therapeutische Klettern eignet sich besonders gut, um Ihre Körperspannung anzusprechen. Zudem ist dafür Koordination und Beweglichkeit gefragt.

Klettern ist nicht nur gelenkschonend und macht Freude, sondern kräftigt auch Ihre Rumpfmuskulatur enorm. 

GUT ZU WISSEN!

Der Klettersport eignet sich nicht für alle Personen. Am besten lassen Sie sich vor Ihrem Training von einem Experten beraten.

6. Rudern

 
Auch Rudern zählt zu den gelenkschonenden Sportarten, da ruckartige Stoßbewegungen durch fließende Muster ersetzt werden.

GUT ZU WISSEN!

Rudern trainiert nicht nur Ihre Ausdauer, sondern auch Ihren ganzen Körper und verbrennt damit ordentlich Kalorien.

7. Wandern 


Auch Wandern kann, wenn es richtig durchgeführt wird, die Gelenke schonen. Besonders geeignet ist diese Sportart für Naturliebhaber, die gerne lange unterwegs sind. Besonders wichtig ist ein gut gedämpftes Schuhwerk, welches genügend Halt bietet und ein Wanderstock, um Hindernisse und Passagen, die bergauf gehen, zu überwinden.

GUT ZU WISSEN!

Was viele nicht wissen: Bergabsteigen belastet die Kniegelenke besonders stark. Deshalb sollten Sie sich flache Wanderrouten aussuchen oder auf dem Rückweg die Seilbahn nehmen, um Steigungen nicht bergab gehen zu müssen.

8. Skilanglauf


Herkömmliches Ski- und Snowboardfahren belastet die Hüft- und Kniegelenke stark. Obendrein sind Sie bei diesen Sportarten auch einer hohen Verletzungsgefahr ausgesetzt.

Trotzdem müssen Sie als Fan von Wintersport nicht auf Bewegungen im Schnee verzichten. Wie wäre es stattdessen mit Skilanglauf? Dabei trainieren Sie Ihre Ausdauer und bauen aktiv Muskeln auf.

GUT ZU WISSEN!

Skilanglauf ist besonders für Personen mit Gelenkproblemen geeignet, da dort rhythmische Bewegungen ohne großen Belastungsdruck zum Einsatz kommen.

9. Wassergymnastik


Neben Schwimmen ist besonders Wassergymnastik bei Frauen sehr beliebt. Auch hier sind Auftrieb, Druck und Widerstand ganz anders als an Land zu bewerten. Das macht Wassergymnastik vor allem bei Gelenkbeschwerden zu einem echten Geheimtipp.

Auch wenn diese Sportart auf den ersten Blick leicht aussieht, kann sie ganz schön anstrengend sein. Ein gutes Zeichen dafür, dass Sie Ihre Fitness, Kraft, Ausdauer und Koordination damit trainieren können.

GUT ZU WISSEN!

Schwimmbäder bieten in der Regel Aquakurse an. Informieren Sie sich doch mal in einer Badeanstalt vor Ort. Da die Kurse häufig in den Abendstunden stattfinden, sollten Sie sich ein nahe gelegenes Schwimmbad aussuchen.

10. Yoga 

 
Yoga wird besonders häufig als Entspannungsübung angeführt, dabei ist der Fitnessgrad dabei nicht unterschätzen. Obendrein verbessern Sie damit die Durchblutung in Ihren Gelenken und erlangen mehr Beweglichkeit.

GUT ZU WISSEN!

Als Anfänger sollten Sie Yoga nicht alleine durchführen, da sich nicht alle Übungen für Personen mit Gelenkbeschwerden eignen. Das fernöstliche Fitnesstraining wird unter anderem von Sportverbänden, Volkshochschulen und Privattrainern angeboten.

Extratipp: Ruhephasen sind wichtig


Gerade zu Anfang wird bei Ihnen die Freude überwiegen, da sie endlich einen Sport gefunden haben, den Sie schmerzfrei durchführen können. Vergessen Sie voller Euphorie aber nicht, Ruhephasen einzuplanen.

Sie sind wichtig, damit sich Ihr Körper von den kraftraubenden Anstrengungen erholen kann. 

GUT ZU WISSEN!

Kombinieren Sie Ihre sportlichen Aktivitäten doch mit einer Entspannungstechnik, zum Beispiel mit der progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen.

Schmerzen sind nicht zum Aushalten dar


Wenn Sie während Ihres Trainings, Gelenkschmerzen verspüren, sollten Sie diesen unbedingt Beachtung schenken. Die Beschwerden sind ein wichtiges Signal dafür, dass Ihre Gelenke das Fitnesstraining so nicht vertragen.

Vielleicht sollten Sie häufiger Ruhepausen einlegen, Ihre Trainingsgewohnheiten ändern, Ihre Fitnesszeit verkürzen oder auf eine andere Sportart wechseln. Bleiben die Beschwerden bestehen, sollten Sie im Zweifelsfall erneut einen Rat von Ihrem Arzt einholen.

Neben dem Gelenkverschleiß gibt es auch andere medizinische Ursachen – wie Wasser im Knie – , die zu den Beschwerden führen können. Dabei handelt es sich um Flüssigkeitsansammlungen im Kniegelenk. Durch den Kniegelenkerguss kann Ihr Gelenk schmerzen und Ihre Beweglichkeit eingegrenzt sein. Hier erfahren Sie, ob Sie womöglich Wasser im Knie besitzen und was Sie dagegen tun können.

Vorsicht mit Bandagen 


Immer wieder warnen Orthopäden vor Tape-Verbänden und Bandagen, die in der Apotheke erhältlich sind und selbst angebracht werden können. Sie sollen gelenkstabilisierend wirken. 

Bei Arthrose-Patienten ist allerdings Vorsicht geboten, da dadurch der Eindruck entsteht, dass Betroffene jegliche Sportarten durchführen können. Bei Arthrose ist es  jedoch wichtig, dass gelenkschonende Sportarten bevorzugt werden.

Zusammenfassung


Es gibt eine Vielzahl von gelenkschonenden Sportarten, die nicht nur Freude bereiten, sondern die Ausdauer, die Kraft und die Koordination steigern. Einige von ihnen eignen sich jedoch nicht für alle Menschen mit Gelenkproblemen. Darunter fallen Aktivitäten wie Klettern, Yoga und Schwimmen.

Probieren Sie einfach verschiedene Sportarten aus, um die für Sie richtige zu finden. Ruhephasen sind wichtig und sollten dementsprechend eingehalten werden, um Ihrem Körper die notwendige Erholung zu ermöglichen. Vielleicht probieren Sie auch einmal eine Entspannungstechnik wie die progressive Muskelentspannung aus.

Generell gilt: Wenn Sie Schmerzen bei Ihrem Training verspüren, sollten Sie nicht die Zähne zusammenbeißen, sondern nach der Ursache suchen. Unter Umständen ist die von Ihnen gewählte Sportart nicht die richtige für Ihren Gesundheitszustand.

Wenn Arthrose bei Ihnen diagnostiziert wurde, verlassen Sie sich nicht alleinig auf entsprechende Bandagen, die Stabilität versprechen. Für Sie ist es in jedem Fall wichtig, dass Sie gelenkschonende Sportarten ausführen.

Sport nach der Rehabilitation 


Sie haben eine orthopädische Rehabilitation erfolgreich abgeschlossen möchten nun wieder in den Sportalltag einsteigen? Dabei sollten Sie einiges beachten, um Ihre Gelenke nicht einer zu hohen Belastung auszusetzen.

1. Beginnen Sie langsam


Regelmäßige Bewegung tut Körper und Geist gut. Das gilt auch für Patienten mit orthopädischen Beschwerden. Wenn Sie jedoch in der Vergangenheit unter Gelenkschmerzen gelitten haben oder bei Ihnen eine orthopädische Krankheit wie Arthrose oder Arthritis diagnostiziert wurde, sollten Sie gelenkschonendes Training bevorzugen.

Auch wenn Ihre Motivation und Ihr Ehrgeiz groß sind – steigen Sie langsam ein. Nach einer Rehabilitation müssen Sie erst herausfinden, was Sie Ihrem Bewegungsapparat zumuten können.

Klare Empfehlungen, was den Sportumfang angeht, müssen immer individuell ausgesprochen werden. Vielleicht haben Sie von dem Rehabilitationsteam bereits eine Anleitung bekommen. Wenn nicht, tasten Sie sich zunächst allmählich an Ihr gewünschtes Aktivitätslevel heran.

Verlängern Sie Ihre Sportintervalle allmählich


Haben Sie längere Zeit keinen Sport getrieben? Dann haben Sie automatisch Muskeln abgebaut. Deshalb ist es nicht empfehlenswert, direkt mit einem intensiven Sporttraining anzufangen, denn dadurch riskieren Sie erneute Verletzungen.

Suchen Sie sich eine gelenkschonende Sportart, die Ihnen Freude bereitet. Bauen Sie allmählich Ihre Muskulatur wieder auf und kombinieren Sie dazu – immer unter Beachtung Ihres Gesundheitszustandes – ein leichtes Krafttraining. 

Ganz allmählich erkämpften Sie sich somit mehr Ausdauer, Kraft und Fitness. Im Anschluss daran können Sie Ihre Sportintervalle vergrößern.

2. Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch


Egal, ob Sie sich für einen Physiotherapeuten oder für einen Fitnesstrainer im Sportstudio entscheiden, wichtig ist, dass Sie einen individuellen Sportplan erhalten, der Ihren Gesundheitszustand berücksichtigt.

Nur so ist es möglich, mit möglichst geringem Verletzungsrisiko zu trainieren und erneute Rückfälle zu minimieren. Falls Ihnen bestimmte Übungen Schmerzen bereiten, sollten Sie Ihrem Physiotherapeuten oder Ihrem Trainer unbedingt eine Rückmeldung geben. Daraufhin wird Ihr Aktivitätenplan angepasst.

GUT ZU WISSEN!

Auch wenn Sie keine Rehabilitationsmaßnahme durchgeführt haben, ist es besonders wichtig, dass Sie einen professionell entwickelten Trainingsplan erhalten, um Ihre vorbelasteten Gelenke nicht so überstrapazieren. 

Keine Sorge, auch bei Gelenkbeschwerden können Sie mit gezielten Übungen Ihre Ausdauer und Fitness steigern oder Ihr Gewicht reduzieren.

3. Setzen Sie sich nicht unter Druck


Gerade am Anfang ist es notwendig, dass Sie Geduld mit sich haben. Auch wenn Sie in der Vergangenheit eine echte Sportskanone waren, überfordern Sie Ihren Körper nicht mit zu vielen Sporteinheiten.

In der Regel dauert es einige Zeit, bis Sie nach einer Rehabilitationsmaßnahme Ihren ursprünglichen Fitness-Level wiederaufgebaut haben. 

Experten empfehlen, frühestens nach acht Wochen das Training wieder intensiver zu gestalten. Am besten geschieht das in Rücksprache mit Ihrem Physiotherapeuten oder Fitnesstrainer.

Geben Sie sich mindestens 12 Wochen Zeit, um Ihr Aufbauprogramm abzuschließen. Auch wenn Sie nicht so schnell wieder fit sind, wie gedacht, setzen Sie selbst nicht unter Druck, denn das verzögert nicht nur Ihren körperlichen, sondern auch Ihren psychischen Heilungsverlauf.

GUT ZU WISSEN!

Einige Erkrankungen können einen verlängerten Heilungsverlauf nach sich ziehen. Manche Betroffene müssen sogar ihr Training abbrechen und erneut pausieren, um ihre Gelenke nicht zu überlasten.

Fazit


100 Gelenke sind in Ihrem Körper täglich im Einsatz, um Ihren Alltag beweglich und flexibel zu gestalten. Häufig nehmen wir sie erst dann wahr, wenn sie uns Probleme bereiten. Dann ist es unbedingt notwendig, auf die entsprechenden Körpersignale zu achten und den Alltag anzupassen.

Dazu gehört in erster Linie die Vermeidung von Risikofaktoren wie einseitige Bewegungsabläufe und Übergewicht. Zudem sollten Sie Ihren Alltag gelenkschonend gestalten. Das ist durch richtiges Heben und Tragen sowie angepasstes Schuhwerk möglich. 

Auch richtiges Sitzen und Stehen will gelernt sein, um Gelenkbeschwerden zu vertreiben.

Um Ihre Gelenkgesundheit aufrecht zu erhalten, ist ein gutes Maß an Bewegung wichtig. Von nun an sollten Sie gelenkschonende Sportarten bevorzugen, zu denen unter anderem Wandern, Rudern, Schwimmen, Aquagymnastik, Nordic Walking, Fahrradfahren und Skilanglauf zählen.

Lassen Sie sich auf neue Sportarten ein und probieren Sie sich aus. Auch dabei gilt: Bei Schmerzen sollten Sie stets Ihr Trainingsverhalten hinterfragen und bei Bedarf einen Arzt konsultieren.

Um erfolgreich Fitness zu betreiben, ist ein Aktivitätenplan besonders hilfreich. Ein Physiotherapeut oder ein Fitnesstrainer kann Ihnen dabei helfen, Ihre sportlichen Ziele zu erreichen.

Auch nach einer Rehabilitation müssen Sie nicht auf Sport verzichten. Fangen Sie behutsam an, um Ihre Leistung nach und nach zu steigern. Auch hier sollten Sie darauf achten, regelmäßig Erholungsphasen einzuplanen und sich nicht unter Druck zu setzen.

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