Nierensteine

Nierensteine: So können Sie vorbeugen

Nierensteine sind kein modernes Phänomen. Eine 7000 Jahre alte Mumie hat Wissenschaftlern verraten, dass bereits die alten Ägypter darunter litten.

Nierensteine sind schmerzhaft und gehören zu den häufigsten Erkrankungen im Bereich des Harntraktes.

Medizinern stehen verschiedene Diagnose- und Behandlungsmethoden zur Verfügung. Häufig reicht abwarten aus und die Steine werden auf natürliche Weise hinausbefördert.

Wenn Sie häufiger unter Nierensteinen leiden, sollten Sie unbedingt vorbeugende Maßnahmen treffen. Wir verraten, mit welchen einfachen Tricks Sie sich die schmerzhafte Erfahrung ersparen können.

Was sind Nierensteine?

Ihre Nieren haben die Aufgabe, Wasser und Substanzen, die nicht benötigt werden, aus dem Körper zu befördern. Hierfür agieren Ihre Nieren als Filtersystem. Sie bilden aus dem gefilterten Blut Urin, der anschließend durch die Harnleiter in die Blase fließt und ausgeschieden wird.

Nierensteine entstehen aus kristallinen Stoffen des Urins. Den überwiegenden Anteil der kleinen Kristalle scheidet Ihr Körper aus, ohne dass Sie es bemerken. Wenn die Kristalle jedoch an Ort und Stelle bleiben, können sie zum Nierenstein werden.

Männer leiden häufiger unter Nierensteinen als Frauen. Besonders oft tritt das unangenehme Phänomen zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Nierensteine sind nicht selten. Bei etwa 5 % der hierzulande lebenden Menschen tritt im Laufe des Lebens ein Harnsteinleiden auf. Die Hälfte von ihnen hat erneut mit den lästigen Steinchen zu kämpfen.

GUT ZU WISSEN!

Nicht selten werden Gallensteine und Nierensteine miteinander verwechselt. Allerdings gibt es zwischen den beiden keinen Zusammenhang, denn sie entstehen in unterschiedlichen Regionen Ihres Körpers.

Nierensteine und Harnleitersteine: es gibt verschiedene Arten

Die von Ihrem Körper ausgebildeten harten Steine können an unterschiedlichen Stellen lokalisiert werden. Je nachdem, wo der Mediziner sie entdeckt, werden sie als Nieren-, Nierenbecken-, Harnleiter- oder Blasenstein bezeichnet.

Den Ursprung haben sie jedoch alle im Nierenbecken, von dem sie ihre Reise durch die Harnleiter antreten können. Dabei kann es sein, dass sie die Harnleiter teilweise oder vollständig verschließen. Dann ist der Urinabfluss in Ihrem Körper blockiert.

Alle Harnsteine bestehen aus Substanzen Ihres Urins. In Abhängigkeit von der Zusammensetzung unterscheiden Ärzte folgende Arten:

  • Kalziumoxalate
  • Harnsäure
  • Kalziumphosphate
  • Magnesium-Ammonium-Phosphat
  • Zystin

GUT ZU WISSEN!

In 70 % der Fälle handelt es sich um die sogenannten Kalziumoxalate. Häufig kommt es zu Mischsteinen, die durch andere Kristalle verunreinigt sind.

Nierensteine: Ursachen

Viele Patienten interessieren sich für das Warum. Allerdings gibt es mit Blick auf die Nierensteine bis heute keine abschließende Antwort. Es existieren jedoch einige Faktoren, die eine Entstehung der Erkrankung fördern können.

Es gibt Substanzen in Ihrem Urin, die entweder Kristalle bilden oder einen perfekten Anlagerungsort für Kristalle bieten. Wenn Sie über viele derartige Substanzen verfügen, erleichtert das die Entstehung von Harnsteinen.

Zudem spielt der pH-Wert Ihres Urins eine Rolle. Während manche Steinarten sich gerne im alkalischen Urin (pH-Wert über 7) bilden, ziehen andere wiederum eine saure Umgebung (pH-Wert unter 7) vor. Optimalerweise liegt der pH-Wert in Ihrem Urin zwischen 5,5 und 7. Interessanterweise kann Ihre Ernährung den pH-Wert beeinflussen.

Bestimmte Substanzen können die Steinbildung im Urin in Gang bringen. Dazu gehören Kalzium, Oxalat, Phosphat, Harnsäure und Zystin. Andere Stoffe wiederum sorgen dafür, dass die Kristalle besser aufgelöst werden können. Damit gelingt auch die Ausscheidung mit dem Urin leichter. Hilfreich sind dabei Zitronensäure und Magnesium.

Wissenschaftler sind sich sicher, dass eine Neigung zur Harnsteinbildung vererbbar ist. Zudem sollen folgende Faktoren die Ausbildung von Nierenstein begünstigen:

  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Eiweißreiche Kost
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Gicht
  • Flüssigkeitsmangel
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • Harnwegsinfekte
  • Nierenfunktionsstörungen

Nierensteine: Symptome

Es ist möglich, dass Sie einen Nierenstein besitzen und nichts davon bemerken. Schließlich verursacht nicht jeder Harnstein Symptome. Die Größe und Lage bestimmt darüber, ob Beschwerden bestehen und wie stark ausgeprägt diese sind.

Während sehr kleine Steine mit einem Durchmesser unter 2 Millimetern ihren Weg zumeist selbst finden, können große Exemplare die Harnleiterwände berühren und so ausgeprägte Schmerzen verursachen.

Nierensteine_Symptome
Nierensteine Symptome: Krampfartiger Schmerz im Rücken

Wenn Sie einen Nierenstein besitzen, bemerken Sie das in der Regel durch starke Schmerzen. Auf seinem Weg kann der Harnstein zu Blockaden oder Irritationen führen. Dadurch kommt es zu einem plötzlichen, krampfartigen Schmerz, den Sie im Rücken, im seitlichen Nierenbereich und im Unterbauch bemerken können. Im späteren Verlauf strahlt der Schmerz in die Leistengegend aus.

Nicht selten kommt es auch zu Übelkeit und Erbrechen. Wenn der Stein zu groß ist, schafft Ihr Körper es nicht, ihn alleine loszuwerden. Er versucht ihn mithilfe von Muskelbewegungen in die Blase zu schaffen.

Dadurch, dass der Stein durch Ihren Harntrakt wandert, kann es zu winzig kleinen Verletzungen kommen, die Sie an einem blutigen Urin erkennen können. Wenn der Stein sich in Richtung Blase bewegt, müssen Sie unter Umständen häufiger auf Toilette und haben ein brennendes Gefühl beim Urinieren.

Als Begleiterscheinung kann ein Harnwegsinfekt auftreten, den Sie an Fieber und Schüttelfrost erkennen können.

Nierensteine: Diagnose

Wenn Sie mit den Beschwerden einen Arzt aufsuchen, wird dieser zunächst ein Gespräch mit Ihnen führen. Dabei erhebt der Mediziner Ihre Krankengeschichte und erkundigt sich nach Ihren Beschwerden.

Im Anschluss daran erfolgt die körperliche Untersuchung, wobei Ihre Flanken abgeklopft werden. Verspüren Sie dabei Schmerzen, deutet das auf eine Nierenbeckenentzündung hin.

Zur Diagnosestellung kann der Arzt auf folgende diagnostische Maßnahmen zurückgreifen:

  • Urinuntersuchung: Es wird untersucht, ob in Ihrem Urin vermehrt Kristalle oder rote Blutkörperchen enthalten sind.
  • Blutuntersuchungen: Damit kann Ihr Arzt feststellen, ob Ihre Nieren richtig arbeiten und ob Entzündungen vorliegen.
  • Ultraschalluntersuchung: Hier können Steine, die sich in der Nähe Ihrer Niere oder Ihres blasennahen Harnleiters befinden, gut dargestellt werden.
  • Röntgenkontrastaufnahme: Der Arzt erhält damit Einblick in Nierenbecken, Harnleiter und Blase. In vielen Fällen kann so die Größe und Lokalisation des Steines beurteilt werden.
  • Retrograde Pyelografie: Nicht immer sind die Steine bzw. die Auswirkungen leicht zu diagnostizieren. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der Stein Ihren Harnleiter verschlossen hat. Um die Harnwege darunter gut beurteilen zu können, kann eine retrograde Pyelografie helfen. Dabei wird ein spezielles Gerät über die Harnröhre in die Blase eingeführt. Nach der Kontrastmittelgabe und der Röntgenuntersuchung kann der Stein in der Regel gut lokalisiert werden.
  • Computertomografie (CT): Haben alle vorherigen Untersuchungen keine Klarheit gebracht, kann eine Computertomografie angezeigt sein. Selbst kleinste Steine können damit sichtbar gemacht werden.
  • Nierenspiegelung: Bleiben weiterhin Fragen offen, kann eine Nierenspiegelung (Renoskopie) hilfreich sein. Auch hier wird ein spezielles Gerät über die Harnröhre in die Blase eingeführt. Ein kleiner Katheter hilft dabei, die Harnleitermündung und das Nierenbecken zu inspizieren.

Nierensteine: Therapie

Ob und wie eingegriffen werden muss, hängt von der Größe, Lokalisation und den vorliegenden Beschwerden ab. Viele Steine verlassen auf dem natürlichen Weg den Körper.

Größere Exemplare können mit einem kleinen operativen Eingriff oder durch Druckwellen von außen beseitigt werden.

Nierensteine verlassen häufig freiwillig den Körper

Nierensteine werden nicht selten bei einer routinemäßigen Untersuchung entdeckt. Handelt es sich um kleine Steine, besteht kein sofortiger Handlungsbedarf. Voraussetzung dafür ist, dass die Steine keine Schmerzen verursachen, die Harnwege blockieren oder Infekte auslösen.

Abwarten heißt aber nicht, dass Sie nicht selbst etwas tun können, um den Steinabgang zu beschleunigen.

  1. Trinken Sie viel Mineralwasser oder verdünnte Obstsäfte
  1. Bewegen Sie sich regelmäßig. Hüpfen soll helfen, den Stein weiter zu transportieren
  1. Gegen die Schmerzen können Sie Paracetamol oder Diclofenac einnehmen

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Mit ausgewählten Medikamenten wie Tamsulosin kann der Abgang erleichtert werden. Halten Sie diesbezüglich Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Nierensteinentfernung: kleiner Eingriff - große Wirkung

Ein kleiner routinierter Eingriff genügt und der Nierenstein gehört der Vergangenheit an. Hier verwendet der Urologe ein Endoskop. Dabei wird ein dünnes, schlauchförmiges Instrument über die Harnröhre oder durch einen kleinen Hautschnitt eingeführt. Dabei befinden Sie sich in der Regel in Vollnarkose.

  • Ureterorenoskopie (URS): Das flexible Endoskop kann die Harnröhre, Blase, Harnleiter und Niere erreichen. Eine kleine Kamera liefert dem Arzt ein Bild von Ihrem Inneren. Ist der Stein lokalisiert, kann er mittels Lasersonde zerkleinert werden. Kleine Zangen und Fangkörbchen sorgen für einen problemlosen Abtransport.
  • Perkutane Nephrolithotomie (PCNL): Hierfür ist ein kleiner Hautschnitt nötig. Über einen winzigen Kanal kann das Endoskop eingeführt werden. Mit dieser Vorgehensweise können die Steine in der Niere mit einer Lasersonde zerkleinert und mit dem Endoskop herausgespült werden.

Wie werden Nierensteine zertrümmert?

Nierensteine können auch mithilfe von Stoßwellen von außen beseitigt werden. Dieses Verfahren wird als Nierensteinzertrümmerung oder Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) bezeichnet.

Der Mediziner wendet dafür akustische Druckwellen an, um die Nierensteine in kleinste Teile zu zertrümmern. Ihr Körper kann die winzigen Bruchstücke anschließend über den Harnleiter ausscheiden. Hierfür ist in der Regel keine Vollnarkose notwendig.

Allerdings lassen sich mit dieser Behandlungsmethode ausschließlich kleine Steine entfernen.

Eine Harnleiterschiene kann sinnvoll sein

Wenn bei Ihnen ein Stein entfernt wird, entscheidet der Arzt, ob eine dünne Schiene in Ihren Harnleiter eingelegt wird. Sie hilft dabei, den Urin abzuführen und bewahrt Ihren Harnleiter vor Verletzungen. Schließlich werden nach dem Eingriff winzige Steinteilchen hinausgespült.

Die Schiene wird im Rahmen einer Blasenspiegelung eingelegt und verbleibt etwa ein bis zwei Wochen in Ihrem Körper. Danach wird sie in einem ambulanten Eingriff wieder entfernt.

Können Nierensteine mit Medikamenten aufgelöst werden?

Steine, die aus Harnsäure bestehen, können unter Umständen mit Medikamenten aufgelöst werden. Dabei kommt es jedoch auf die Größe an. Der Wirkstoff Allopurinol wirkt sich auf die Harnsäurekonzentration im Blut aus und wird für die Beseitigung eingesetzt.

Zudem gibt es Medikamente, die den Harn alkalischer gestalten und die Steinentfernung unterstützen. Auch Sie selbst können aktiv werden, indem Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten ändern. Das hilft dabei, den Harnsäurespiegel zu senken.

GUT ZU WISSEN!

Wenn Sie Ihren Harnsäurespiegel beeinflussen möchten, sollten Sie Ihre Wurst- und Fleischaufnahme deutlich reduzieren. Greifen Sie zu Obst und Gemüse. Schnell wachsende Gemüsesorten können den Harnsäurespiegel allerdings ansteigen lassen. Dazu zählen Brokkoli, Blumenkohl, Spinat und Bohnen.1

Zusammenfassung

 

Es gibt verschiedene Arten von Nierensteinen. Sie entstehen aus kristallinen Stoffen des Urins. Noch ist nicht ganz klar, warum es zu den Störenfrieden kommt. Allerdings sollen Übergewicht, eine ungünstige Ernährung, zu wenig Trinkflüssigkeit und Stoffwechselerkrankungen dabei eine Rolle spielen.

Wenn Sie einen Nierenstein haben, bemerken Sie das in erster Linie an starken Schmerzen. Auch Übelkeit und Erbrechen können Symptome einer Nierensteinerkrankung sein.

Ihr Mediziner besitzt verschiedene Diagnosemöglichkeiten, um einem Nierenstein auf die Spur zu kommen. Dazu gehören bildgebende und endoskopische Verfahren sowie Untersuchungen von Blut und Urin.

Kleine Steine gehen häufig von selbst ab oder können mithilfe von Ultraschallwellen zertrümmert werden. Größere Exemplare lassen sich durch einen kleinen Eingriff entfernen.

Warum Sie Ihre Steine untersuchen lassen sollten

Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Harnsteinarten. Eine Untersuchung im Labor verrät Ihnen, aus welchen Bestandteilen sich die Störenfriede zusammensetzen. Das ist sinnvoll, um gezielter zu behandeln und umfassend vorbeugen zu können.

Wenn Ihr Nierenstein operativ entfernt wurde, wird er automatisch ins Labor geleitet und dort untersucht. Handelt es sich jedoch um ein kleines Exemplar, sollten Sie versuchen, es zu Hause aufzufangen. Hierfür können Sie ein Sieb oder einen Kaffeefilter zu Hilfe nehmen.

GUT ZU WISSEN!

Ist es Ihnen gelungen, den Stein beim Wasserlassen aufzufangen? Dann bringen Sie ihn umgehend in die Arztpraxis. Das Personal wird ihn an das Labor weiterleiten.

Nierensteine: Das können Sie vorbeugend tun!

Noch ist nicht gänzlich geklärt, welche Ursachen Nierensteinen zugrunde liegen. Allerdings gibt es viele vorbeugende Maßnahmen, die Sie selbst treffen können, um die Störenfriede an ihrer Entstehung zu hindern.

Nierensteine_Behandlung
Nierensteine Behandlung: Regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme ist ausschlaggebend!
  1. Trinken Sie genügend: Die wohl wichtigste Maßnahme ist die regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme. Auch wenn die Deutsche Gesellschaft für Ernährung 1,5 Liter als ausreichend ansieht, sollten es im Rahmen der Vorbeugung möglichst 2-3 Liter sein.
  2. Ernähren Sie sich gesund: Obst, Gemüse und Getreideprodukte sollten einen festen Platz auf Ihrem Speiseplan haben. Zurückhaltung ist allerdings bei Fleisch und Fisch gefragt. Große Mengen davon können die Entstehung von Nierensteinen begünstigen.
  3. Vermeiden Sie strenge Diäten: Mit Blick auf die Gesundheit ist ein normales Körpergewicht in jedem Fall empfehlenswert. Allerdings sollten Sie keine Hungerkuren machen oder einseitigen Ernährungstrends folgen, denn das kann die Entwicklung von Nierensteinen erst richtig in Gang bringen.
  4. Bewegen Sie sich regelmäßig: Sportliche Betätigung kann dafür sorgen, dass sich Steine nicht festsetzen oder einfacher lösen.

Medikamente als vorbeugende Maßnahme

Bestimmte Medikamente wie Alkalizitrate oder Natriumbikarbonat können überschüssige Mineralien und Salze im Urin ausgleichen oder den pH-Wert günstig beeinflussen.

Halten Sie hierzu Rücksprache mit Ihrem Arzt. Er wird Ihnen ein geeignetes Medikament empfehlen, wenn die Voraussetzungen bei Ihnen erfüllt sind.

Immer wieder Nierensteine: Was tun?

Nierensteine sind schmerzhaft und können Ihren Alltag belasten. Wenn Sie wiederholt an Nierensteinen leiden, ist unbedingt eine Analyse der Nierensteine im Labor empfehlenswert. Womöglich leiden Sie unter einer Stoffwechselerkrankung oder besitzen Risikofaktoren, die eine Entstehung begünstigen.

Nach einer eingehenden Analyse Ihres Gesundheitszustandes kann Ihr Arzt Ihnen Ratschläge erteilen, mit denen Sie Ihr Ernährungsverhalten und Ihre Lebensgewohnheiten anpassen können. Unter Umständen macht auch eine Ernährungsberatung Sinn, die einen individuell auf Sie zugeschnittenen Ernährungsplan für Sie entwickelt.

Fazit

 

Nierensteine gehören zu den häufigsten Erkrankungen im Bereich des Harntraktes. Sie bestehen aus kristallinen Stoffen des Urins. Die Ursachen sind bis heute nicht gänzlich geklärt. Es gibt allerdings einige Faktoren, die die Entstehung begünstigen. Dazu zählen Stoffwechselerkrankungen, Übergewicht, Bewegungsmangel, ungünstige Ernährungsgewohnheiten und eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme.

Während kleine Steine den Körper häufig wieder unbemerkt verlassen, können größere Exemplare zu starken Schmerzen führen. Blut im Urin, Übelkeit und Erbrechen können weitere Symptome sein, die auf eine Nierensteinerkrankung hinweisen.

Medizinern stehen verschiedene Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung. Neben einer Tastuntersuchung können bildgebende Verfahren wie eine Computertomografie, Ultraschalluntersuchung und Röntgenkontrastuntersuchung eingesetzt werden.

Zudem helfen Blutuntersuchungen, Urinuntersuchungen und endoskopische Eingriffe dabei, die Diagnose zu sichern.

Wenn Sie einen Nierenstein haben, gibt es mehrere Möglichkeiten, ihn zu entfernen. Bei kleinen Steinen wird häufig abgewartet, denn nicht selten verlassen sie auf natürlichem Weg den Körper.

Größere Steine können mit einem operativen Eingriff entfernt werden. Dazu wird ein Endoskop über den Harnweg oder durch einen kleinen Hautschnitt eingeführt. Mit einem Laser wird der Stein zertrümmert, sodass er im Anschluss selbst den Körper verlassen kann.

Als Alternative steht die Stoßwellentherapie zur Verfügung. Allerdings können nur Steine mit einem kleinen Durchmesser mittels Ultraschall zertrümmert werden. In gewissen Fällen kommt auch eine Steinauflösung mithilfe von Medikamenten in Betracht.

Egal, ob die Steine entfernt werden oder zu Hause abgehen, es empfiehlt sich immer, sie untersuchen zu lassen. Damit kann gezielter therapiert und vorgebeugt werden.

Auch Sie selbst können etwas dafür tun, dass Nierensteine nicht entstehen: Trinken Sie mindestens 2-3 Liter täglich, ernähren Sie sich gesund, bewegen Sie sich regelmäßig und vermeiden Sie strenge Diäten.

Wenn Sie ein erhöhtes Risiko haben, kann eine medikamentöse Vorbeugung sinnvoll sein. Sollten Sie wiederholt an Nierenstein leiden, sollte eine umfassende Diagnose erfolgen, bei der auch Ihre Ernährungsgewohnheiten durchleuchtet werden.

Quellen:

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