Osteoporose

Osteoporose: Die schleichende Gefahr

Alleine in Deutschland leiden etwa 6 Millionen Menschen an Osteoporose. Der Knochenschwund zählt damit zu den Volkskrankheiten und betrifft nicht nur ältere Menschen. 

Osteoporose bleibt häufig lange unentdeckt und wird daher erst im fortgeschrittenen Krankheitszustand erkannt – die Folgen sind dann umso drastischer. 

Wir zeigen Ihnen, was bei Osteoporose in Ihrem Körper geschieht, wie Sie wirksam vorbeugen können und was zur Linderung Ihrer Beschwerden beiträgt.

Was passiert im Körper bei Osteoporose?


Ein gut funktionierender Knochenstoffwechsel sorgt dafür, dass Ihr Bewegungsablauf reibungslos funktioniert. Ihr Körper verfügt über die maximale Knochendichte im Alter von 35 Jahren. Von dort an verringert sich die Dichte jedes Jahr um ca. ein Prozent.

Ein Knochenschwund liegt dann vor, wenn sich Ihre Knochenmasse früher und schneller abbaut. Durch den beeinträchtigten Knochenstoffwechsel zeigen sich Ihre Knochen instabil und porös.

Wenn Sie unter Osteoporose leiden, ist Ihr Körper anfälliger für Knochenbrüche. Außerdem nehmen Sie vermehrt Schmerzen wahr. Äußerlich sichtbar wird die Krankheit im fortgeschrittenen Stadium durch einen Spitzbuckel oder Rundrücken. Für andere ist zudem erkennbar, dass Sie an Körpergröße abgenommen haben.

Was sind Risikofaktoren für eine Osteoporose?


Osteoporose kann grundsätzlich jeden treffen. Am häufigsten äußert sich die Krankheit jedoch bei Frauen nach den Wechseljahren und im höheren Lebensalter bei beiden Geschlechtern.

Folgende Faktoren erhöhen das Risiko an Osteoporose zu erkranken:

  • Vitamin D Mangel
  • Kalziummangel
  • Tabakkonsum
  • Bewegungsarmut
  • Ausgeprägtes Untergewicht
  • Langzeitbehandlungen mit Cortison
  • Diabetes mellitus Typ 1

Testen Sie hier Ihr individuelles Osteoporoserisiko. 

Wurde bei Ihrer Mutter oder Ihrem Vater Osteoporose festgestellt?
Sind Sie älter als 60 Jahre?
Wenn Sie über 60 Jahre alt sind: Haben Sie eine Abnahme Ihrer Körpergröße beobachtet?
Hatten Sie einen Knochenbruch nach dem 50. Lebensjahr?
Wurde bei Ihnen eine niedrige Knochendichte festgestellt?
Leiden Sie unter einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung?
Sind Sie laut Body-Mass-Index untergewichtig?
Wurde bei Ihnen eine Langzeittherapie mit Cortison durchgeführt?
Wurde bei Ihnen eine chronische Polyarthritis festgestellt?
Wurde bei Ihnen eine Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert?
Sind Sie vor dem 45. Lebensjahr in die Menopause eingetreten?
Hat bzw. hatte Ihre Mutter oder Ihr Vater einen Rundrücken oder Knochenbrüche ohne ersichtlichen Grund?
Wurden Ihre Eierstöcke vor dem 50. Lebensjahr operativ entfernt?
Trinken Sie in regelmäßigen Abständen viel Alkohol (über die empfohlene Menge hinaus)?
Sind Sie Raucher?
Nehmen Sie keine Milch- oder Milchprodukte zu sich, zum Beispiel aufgrund einer Allergie?
Haben Sie als Kind nur wenig Sport getrieben?
Bewegen Sie sich täglich weniger als 30 Minuten (auch Hausarbeit zählt dazu)?
Setzen Sie sich täglich weniger als 10 Minuten der Sonneneinstrahlung aus und nehmen KEIN Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D ein?

GUT ZU WISSEN!

Mehr als 15 % aller Frauen zwischen dem 50. und 60. Lebensalter leiden unter Osteoporose. 

Frauen sind besonders häufig betroffen


Frauen erkranken häufiger an Osteoporose als Männer. Das liegt daran, dass viele Frauen nach der Menopause einen Östrogenmangel aufweisen. Östrogene besitzen knochenschützende Eigenschaften. Durch die Veränderung des Hormonhaushaltes kann deshalb eine postmenopausale Osteoporose eintreten.

Aber nicht alle Frauen entwickeln nach den Wechseljahren die Erkrankung, denn daran sind noch weitere Risikofaktoren beteiligt.

Insbesondere die Ernährung spielt eine große Rolle, da die Zufuhr von Kalzium wichtig für die Knochen ist. Der Mineralstoff trägt entscheidend dazu bei, das Osteoporoserisiko zu reduzieren. Auch Vitamin D sollte in ausreichender Menge aufgenommen werden, damit die Resorption von Kalzium besser gelingt.

Sie haben als Frau, was die Knochengesundheit angeht, aber noch einen entscheidenden Nachteil, denn bei Ihnen sind die Knochen prinzipiell feiner strukturiert als bei Männern. Dadurch erhöht sich automatisch das Risiko eine Osteoporose zu entwickeln. 

Wussten Sie, dass Männer durchschnittlich zehn Jahre später an einer Osteoporose erkranken als Frauen? Aber nicht nur das Lebensalter und das Geschlecht beeinflussen die Entstehung von Osteoporose, sondern auch andere Risikofaktoren wie der Tabakkonsum.

Zusammenfassung


Bei einer Osteoporose ist Ihr Knochenstoffwechsel gestört. Die Folge: Ihre Knochen werden brüchig und instabil. Tabakkonsum, Bewegungsarmut und ein Mangel an Kalzium sowie Vitamin D stellen Risikofaktoren dar und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Sie an einer Osteoporose erkranken.

Als Frau sind Sie häufiger betroffen als das männliche Geschlecht. Das liegt daran, dass Sie nach Ihren Wechseljahren an einem Östrogenmangel leiden können. Das Hormon trägt jedoch wesentlich zur Knochengesundheit bei.

Zudem sind bei Frauen die Knochen feiner strukturiert und daher anfälliger für die Erkrankung.

Osteoporose: Symptome


Wie bereits erwähnt, wird die Osteoporose häufig erst spät entdeckt. Dann sind Schmerzen und Knochenbrüche die häufigsten Symptome.

Veränderung des Skelettsystems


Wenn Sie an einer Osteoporose leiden, werden Sie früher oder später Schmerzen haben. Daraufhin nehmen Sie vielleicht eine Schonhaltung ein, die langfristig eine Veränderung Ihrer Körpergestalt nach sich zieht. Dann krümmt sich beispielsweise Ihre Wirbelsäule im Brustsektor nach hinten und im Bereich der Lendenwirbelsäule nach vorne. Dadurch entsteht der klassische Rundrücken.

Durch die veränderte Körperhaltung verlagert sich auch Ihr Körperschwerpunkt. Ihr Gang kann daher unsicher werden und Sie machen nur kleine Schritte. Dadurch kann es wiederum zur Kniegelenkarthrose kommen.

Brüche an den Wirbelkörpern 


Insbesondere bei Frauen nach den Wechseljahren können Wirbelkörperknochen brechen. Fälschlicherweise werden sie häufig als Rückenbeschwerden gedeutet, können aber langfristig Ihr Körperskelett verändern – bis zu 20 cm können Sie so an Körpergröße verlieren.

Die „Verkleinerung“ hat aber nicht nur optische Auswirkungen, sondern sorgt auch dafür, dass Sie Ihren Rippenbogen und Beckenkamm als schmerzhaft empfinden, wenn Sie sich zur Seite neigen. 

Auch diese körperliche Veränderung und die damit verbundene Fehlhaltung können sich negativ auf Ihre Muskeln, Sehnen und Bänder auswirken.

Brüche des Oberhalsschenkels 


Bei älteren Menschen ist der Oberhalsschenkelbruch sehr gefürchtet. Nicht selten ist er ein Anzeichen für Osteoporose. Im Halsbereich des Oberschenkels stellt sich der Knochen nicht so kräftig dar, wie an anderen Stellen, und neigt ab dem 60. Lebensjahr dazu vermehrt zu brechen.

Osteoporose: Wie wird sie diagnostiziert?


Am Anfang der Diagnosestellung steht die Anamnese. Bei der Patientenbefragung erfährt der Mediziner mehr über Ihre Krankheitsgeschichte und Ihre aktuellen Beschwerden. Zudem stellt er fest, ob Sie Risikofaktoren besitzen.

Im Anschluss daran wird Ihr Arzt Sie gründlich körperlich untersuchen. Dabei betrachtet er insbesondere Ihr Körperskelett. Unter Umständen können auch Röntgenaufnahmen angefertigt werden, um Knochenbrüche oder Verformungen feststellen zu können.

GUT ZU WISSEN!

Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung kann einer Osteoporose ebenfalls auf die Spur gekommen werden. Exakte Ergebnisse liefert sie allerdings nicht.

Was ist eine Knochendichtemessung? 


Wenn eine Osteoporose bei Ihnen vermutet wird, ist die Knochendichtemessung ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik. Mithilfe von Röntgenstrahlen wird die Knochendichte an Ihrer Lendenwirbelsäule, am Oberschenkelknochen und am Oberschenkelhals erfasst. Im Anschluss daran werden Ihre individuellen Werte mit den alterstypischen Mittelwerten verglichen. 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet je nach Ausgang der Knochendichtemessung vier verschiedene Stadien von Osteoporose:

  1. Osteopenie (Grad 0): Hierbei handelt es sich um eine Vorstufe, wobei der Mineralgehalt bis maximal 2,5 vermindert ist. 
  2. Osteoporose (Grad 1): Es existieren noch keine Knochenbrüche aber der Mineralgehalt der Knochen ist um mehr als 2,5 vermindert.
  3. Manifeste Osteoporose (Grad 2): Es liegen bereits ein bis maximal 3 Wirbelkörperbrüche vor. Zudem ist der Knochenmineralgehalt um mehr als 2,5 reduziert.
  4. Fortgeschrittene Osteoporose (Grad 3): Der Patient hat mehrere Wirbelkörperbrüche und einen verminderten Mineralgehalt der Knochen um mehr als 2,5.

Mithilfe der Knochendichtemessung kann der Arzt Ihr persönliches Risiko für Knochenbrüche bestimmen. Zudem kann er mit dieser Untersuchung den Therapieerfolg messen.

GUT ZU WISSEN!

Nur bei ca. 25 % der Betroffenen wird die Osteoporose frühzeitig diagnostiziert und behandelt.

Was sind die Folgen von Osteoporose?


Bei Osteoporose ist es wichtig, frühzeitig eine Therapie einzuleiten, damit Ihre Knochen nicht instabil, porös und brüchig werden. Wenn der Knochenschwund lange unbemerkt bleibt, können bereits harmlose Bewegungen einen Knochenbruch verursachen. Selbst Niesen oder das Tragen von schweren Einkäufen können Ihre Wirbelkörper, Ihr Handgelenk oder den Oberschenkelhalskopf brechen lassen.

Besonders kritisch: Viele Betroffene bewegen sich kaum noch, um erneute Brüche zu vermeiden. Dadurch nehmen sie nicht mehr aktiv am Leben teil und leiden unter psychischen Beschwerden.

GUT ZU WISSEN!

Der erste Bruch führt dazu, dass das Risiko für erneute Knochenbrüche stark ansteigt.

Osteoporose Therapie

Osteoporose: Wie sieht die Behandlung aus?  


Ihre Behandlung richtet sich nach den zugrunde liegenden Ursachen für die Osteoporose und dem Beschwerdebild.

Einsatz von Arzneimitteln


Mediziner setzen häufig auf eine arzneimittelgestützte Basistherapie, um den Knochenstoffwechsel positiv zu beeinflussen. Die Therapie wird in der Regel über einige Jahre angesetzt, wobei dem Knochenabbau entgegengewirkt und die Knochendichte erhöht werden soll. Dafür eignen sich die sogenannten Bisphosphonate, die knochenabbauende Zellen hemmen sollen.

Auch Hormone wie Östrogene oder Substanzen, die die Hormone beeinflussen, wie Parathormone, haben sich als wirksam gezeigt. Dabei kommt es aber auf die Form Ihres Knochenschwunds und auf die jeweiligen Ursachen an.

GUT ZU WISSEN!

Nahrungsergänzungsmittel, die auf Vitamin D und Kalzium setzen, können Ihr individuelles Risiko für Knochenbrüche senken. Wenn Ihr Arzt eine Unterversorgung vermutet, wird er Ihnen entsprechende Präparate empfehlen bzw. verschreiben.

Schmerztherapie


Neben Medikamenten kann auch Physiotherapie dabei helfen, Ihre Schmerzen zu lindern. Insbesondere nach Knochenbrüchen können mit gezielten Übungen der Gleichgewichtssinn und die Kraft gestärkt werden. 

Der Muskelaufbau ist deshalb so wichtig, da es damit gelingt, auch Ihre Knochen zu stärken. Mit der Anleitung eines erfahrenen Physiotherapeuten können Sie auch Ihr individuelles Sturzrisiko senken.

Orthopädische Hilfsmittel


Auch orthopädische Hilfsmittel können dazu beitragen, die Therapie effektiv zu gestalten. Insbesondere im fortgeschrittenen Stadium, bei dem es nicht selten zu einem Rundrücken kommt, können Sie als alltägliche Helfer eingesetzt werden.

Aufrichtende Rückenorthesen beispielsweise korrigieren die Haltung und reduzieren das Sturzrisiko. Zudem wirken sie der Verstärkung eines Rundrückens entgegen und verbessern die Mobilität und die Atmung.

Mithilfe einer Rückenorthese können Sie den Alltag wieder aktiver gestalten und Ihre Lebensqualität anheben.

Ihre Osteoporose wird medikamentös behandelt? Auch dann können Orthesen sinnvoll sein, denn sie helfen dabei das Risiko von Knochenbrüchen zu reduzieren, während Sie Ihre Knochendichte mit Arzneimitteln aufbauen.

GUT ZU WISSEN!

Orthesen bringen nur dann den erwünschten Erfolg, wenn sie regelmäßig getragen werden.

Operative Eingriffe 


Zunächst werden immer die konservativen Behandlungsmethoden ausgeschöpft. Eine operative Stabilisierung Ihrer Wirbelkörper kann dann sinnvoll sein, wenn physiotherapeutische Maßnahmen und Medikamente nicht den erwünschten Erfolg bringen.

Während eines minimalinvasiven operativen Eingriffs wird mithilfe eines dünnen Schlauchs ein Ballon in Ihren Wirbelkörper eingeführt. Im Anschluss daran bläst der Arzt den winzigen Ballon auf, wodurch ein Hohlraum gebildet wird. Dieser wird mit Knochenzement gefüllt, um mehr Stabilität zu gewährleisten.

Zusammenfassung


Ein Knochenschwund macht sich vor allem durch Veränderungen des Körperskeletts bemerkbar. Bei einer fortgeschrittenen Osteoporose büßen Sie an Körpergröße ein und können einen Rundrücken entwickeln. Zudem ist die Gefahr von Knochenbrüchen bei Ihnen deutlich erhöht.

Um die Erkrankung zu diagnostizieren, setzen Ärzte insbesondere auf die Patientenbefragung und auf die Knochendichtemessung. Damit kann festgestellt werden, wie stark der Knochenabbau bei Ihnen vorangeschritten ist.

Die Behandlung richtet sich nach den zugrunde liegenden Ursachen und Ihrem derzeitigen Gesundheitszustand. Neben Medikamenten können auch physiotherapeutische Übungen, Schmerzbehandlungen und Orthesen zum Einsatz kommen.

Wenn die konservativen Therapieansätze erschöpft sind, muss der Arzt entscheiden, ob Sie womöglich von einem operativen Eingriff profitieren könnten.

Bei der Behandlung von Osteoporose spielt die Ernährung eine große Rolle, denn damit können Sie bestimmen, wie viele Nährstoffe Sie Ihrem Körper zuführen. 

Insbesondere Vitamin-D und Kalzium sind wichtig, um die Knochen stark zu halten. Aus diesem Grund kann Ihr behandelnder Arzt erwägen, Ihnen ein Nahrungsergänzungsmittel zu verschreiben bzw. zu empfehlen.

Osteoporose vorbeugen: Das können Sie selbst tun 


Osteoporoseprophylaxe beginnt bereits in frühen Jahren. Grundsätzlich gilt: Wer stetig etwas für seine Knochengesundheit tut, verringert sein Osteoporoserisiko deutlich.

Bewegung ist das A und O


Um Ihre Knochen nicht nur aufzubauen, sondern auch stabil zu halten, benötigt Ihr Körper Bewegung. Die regelmäßigen Reize sorgen dafür, dass die naturgemäße Architektur aufrechterhalten wird.

Studien weisen darauf hin, dass Gymnastik und kombinierte Übungen, die die Kraft, Ausdauer und Koordination trainieren sollen, sich am besten dafür eignen.

Extratipp:


Führen Sie Ihre Aktivitäten an der frischen Luft durch, denn damit kurbeln Sie automatisch Ihre Vitamin-D-Produktion an.

Spezielle Kurse für Osteoporose-Patienten


Wenn Sie bereits an Knochenschwund leiden, können spezielle Kurse für Sie sinnvoll sein. Mit dem sogenannten Osteoporose-Funktionstraining werden die notwendigen Muskelgruppen angesprochen und gezielt auf eine Beschwerdelinderung hingearbeitet.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.osteoporose-deutschland.de

GUT ZU WISSEN!

Wussten Sie, dass junge Menschen, die besonders aktiv sind, eine etwa 5-10 % höhere maximale Knochenmasse aufbauen, als Personen, die bewegungsarm leben?

Osteoporose Ursachen

Besonders wichtig: Eine gesunde Ernährung


Die Ernährung spielt bei fast allen Erkrankungen eine wichtige Rolle. So auch bei der Osteoporose. Um dem Knochenschwund vorzubeugen, sollten Sie auf einen abwechslungsreichen Speiseplan setzen, der viele Nährstoffe enthält, wie Kalzium, Vitamin D, Vitamine, Ballaststoffe, und Mineralstoffe.

Das gelingt besonders gut mit folgenden Nahrungsmitteln:

  • Milch und Milchprodukte, die reich an Kalzium sind
  • Fisch bietet eine gute Vitamin-D-Quelle
  • Fleisch sorgt für die Zufuhr von Vitamin B12
  • Vollkornbrot und Spinat liefern Ihrem Körper Folsäure

GUT ZU WISSEN!

Um einem Knochenschwund effektiv vorbeugen zu können, sollten Sie auf Rauchen und Alkohol verzichten. Die Genussmittel beeinflussen den Knochenstoffwechsel negativ.

Kalzium ist unverzichtbar


Insbesondere Kalzium ist für die Knochengesundheit wichtig. Bis zu 1,3 kg Kalzium liegt gebunden in Knochen und Zähnen von Erwachsenen vor. Auch in den Zellen nimmt Kalzium eine wichtige Aufgabe wahr, denn es sorgt für die Signalübertragung und setzt den Mineralstoff für die Muskelbewegungen frei.

Aber auch Sinnesreize können mithilfe von Kalzium weitergeleitet werden. Des Weiteren ist der Mineralstoff für die Blutgerinnung unverzichtbar.

Eine unausgewogene Ernährung ist jedoch in den meisten Fällen nicht der Grund für eine Unterversorgung mit Kalzium, sondern eher entwässernde Arzneimittel oder spezielle Antibiotika.

Eine Unterversorgung mit Kalzium kann langfristig gesehen Ihr Knochengerüst schädigen, wobei auch hier das Alter eine entscheidende Rolle spielt. 

In jüngeren Jahren werden Ihre Knochen noch mineralisiert und so hart gehalten. Aber bereits ab dem 35. Lebensjahr baut sich der Knochen bei Ihnen ab, sodass kaum noch Kalzium eingelagert wird. Die Folge: Ihre Knochenmasse nimmt ab.

Wenn Sie nun zusätzlich Ihrem Körper mit der Ernährung zu wenig Kalzium zuführen, beschleunigt sich der Knochenabbau, wodurch auch das Risiko für Knochenbrüche ansteigt. Aus diesem Grund ist eine ausreichende Kalziumzufuhr unbedingt wichtig, um einem Knochenschwund vorzubeugen.

GUT ZU WISSEN!

Neben älteren Menschen gehören vor allem Frauen nach den Wechseljahren zu der Risikogruppe, die besonders häufig eine Kalziumunterversorgung entwickelt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt ca. 1000 mg Kalzium täglich für Erwachsene.

Starke Partner: Vitamin D und Kalzium


Auch wenn Sie Ihren Körper regelmäßig mit Kalzium versorgen, kann es zu einer schlechten Resorption kommen. Neben der Zufuhr von Kalzium ist auch Vitamin D notwendig, denn dieses ist an der Bildung eines Transporters beteiligt, um Kalzium aus dem Blut in die Körperzellen zu bewegen.

Neben einer angepassten Ernährung mit viel Kalzium ist also die Ankurbelung der Vitamin-D-Produktion entscheidend. Setzen Sie sich deshalb regelmäßig der Sonne aus. Wichtig ist dabei, dass Sie wenigstens Ihr Gesicht, Ihre Unterarme und Ihre Hände bescheinen lassen, damit Vitamin D produziert werden kann.

Leiden Sie unter Vitamin-D-Mangel? Finden Sie es heraus mit dem Vitamin-D-Test von Lebensfreude aktuell.

Sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?


Nahrungsergänzungsmittelhersteller werben damit, dass ihre Präparate der Knochengesundheit guttun. Auch einige Ärzte verschreiben ihren Patienten bei Osteoporose oder auch zur Vorbeugung spezielle Nahrungsergänzungsmittel, um den Nährstoffhaushalt auf Vordermann zu bringen.

Wie bereits erwähnt nehmen Kalzium und Vitamin D eine Schlüsselrolle bei der Knochengesundheit ein.

Mit Studien sollte der Frage auf den Grund gegangen werden, ob Nahrungsergänzungspräparate die Knochengesundheit fördern können. Eine von ihnen war eine Untersuchung der taxofit-Vitalstoff-Akademie.

An der wissenschaftlichen Untersuchung nahmen 60 Frauen im Alter zwischen 45 und 65 Jahren mit rheumatischen Beschwerden teil, die die Wechseljahre bereits hinter sich hatten. Über 6 Monate hinweg nahmen sie täglich ein spezielles Präparat für die Knochengesundheit ein. Das Nahrungsergänzungsmittel von Taxofit kombinierte Kalzium mit Vitamin D 3, Vitamin K1, Kupfer und Fluor.

Ergebnis: Unter der Einnahme des entsprechenden Nahrungsergänzungsmittels konnte in 78 % der Fälle eine Senkung der Osteoporose-Marker (alkalische Knochenphosphatase und Beta-Crosslaps) festgestellt werden. Auch die rheumatischen Beschwerden gingen zurück.

GUT ZU WISSEN!

Ob und wie sich ein Nahrungsergänzungsmittel auf Ihre vorliegende Osteoporose auswirken kann, muss individuell beurteilt werden.

Sturzprophylaxe – sicherer im Alltag unterwegs


Ältere Menschen haben ein signifikant höheres Risiko Stürze zu erleiden, das gilt insbesondere für Personen mit Osteoporose. Deshalb sollten Sie Stolperfallen in Ihrem Haushalt beseitigen. Dazu zählen neben rutschigen Teppichen auch herumliegende Gegenstände oder ungünstig gestellte Möbel.

Darüber hinaus sollten Sie in jedem Raum für eine gute Beleuchtung sorgen, sodass Sie auch nachts sicher navigieren können. Zudem sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, welche Medikamente eventuell Ihr Sturzrisiko ansteigen lassen. Dazu zählen beispielsweise Blutdrucksenker oder Schlafmittel.

GUT ZU WISSEN!

Wenn Sie unter einem ausgeprägten Knochenschwund leiden, können auch spezielle Schutzhosen oder Protektoren sinnvoll für Sie sein. Diese erhalten Sie in einem Sanitätsfachhandel.

Fazit


Im Alter steigt das Osteoporoserisiko stark an, denn dann werden Ihre Knochen nicht mehr mineralisiert und die Knochenmasse nimmt naturgemäß ab. Beim Knochenschwund kommt es jedoch zu einem vorzeitigen und beschleunigten Abbau von Knochen.

Dadurch kann es zu Schmerzen, Knochenbrüchen und Skelettauffälligkeiten, wie einem Rundrücken, kommen. 

Risikofaktoren, wie ein Nährstoffmangel, Tabakkonsum, Bewegungsarmut, ausgeprägtes Untergewicht, Cortison-Langzeitbehandlungen und Grunderkrankungen, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an Knochenschwund zu leiden.

Übrigens sind Frauen häufiger als Männer betroffen. So erkranken mehr als 15 % aller Frauen zwischen dem 50. und 60. Lebensalter an Osteoporose.

Bei der Diagnostik setzen Ärzte neben der Patientenbefragung auf die Untersuchung mit Röntgenstrahlen. Damit können die aktuelle Knochendichte und der Behandlungserfolg bestimmt werden. 

Wenn eine Diagnose nicht frühzeitig gestellt wird, kommt es zu instabilen und brüchigen Knochen, die den Lebensalltag erschweren.

Bei der Behandlung wird neben dem Medikamenteneinsatz vor allem auf eine angepasste Ernährung, ausreichend Bewegung und Orthesen gesetzt. Auch ein operativer Eingriff kann in manchen Fällen notwendig sein.

Wenn Sie Osteoporose vorbeugen möchten, sollten sich insbesondere auf Ihre Ernährung achten. Dabei nehmen Kalzium und Vitamin D eine Schlüsselrolle ein. Unter Umständen kann es auch sinnvoll sein, ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Darauf weisen auch Studien hin.

Um das Risiko für Knochenbrüche gering zu halten, sollten Sie Ihr häusliches Umfeld sicher gestalten. Um Ihr individuelles Risiko abzuklären, können Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen.

Quellen 

  • Frauenärzte im Netz: Frühzeitig auf gesunde Knochen achten – Osteoporose ist nicht heilbar.
  • Informationsportal Osteoporose, Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V.
  • Techniker Krankenkasse: Osteoporose: Wenn Knochen mürbe werden.
  • Deutsche Apotheker Zeitung: Nahrungsergänzung bei Osteoporose.
  • Verbraucherzentrale: Calcium-Produkte für Knochenschutz? Internisten im Netz: Osteoporose: Warnzeichen & Symptome.

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