Darmreinigung-Darmsanierung

Darmreinigung und Darmsanierung – das bringt‘s und so geht‘s

Ihr Darm ist mit einer Länge von bis zu siebeneinhalb Metern und einer Oberfläche von ca. 32 m² ein faszinierendes Organ. Er stellt nicht nur eine Röhre dar, durch die der Speisebrei gelangt, sondern ist mit Muskeln, Bindegewebe und Darmschleimhaut ausgestattet.

Bei optimalen Bedingungen, das heißt, genügend Bewegung, optimale Ernährung und kein Stress, funktioniert der Verdauungsprozess reibungslos.

Aber hektische Zeiten und Fehlgriffe in Sachen Ernährung lassen sich nicht immer vermeiden. Mit einer Darmreinigung und Darmsanierung stellen Sie die Uhr zurück und befreien Ihren Darm von Belastungen.

Warum Ihr Darm so wichtig für Ihre Gesundheit ist

Immer wieder wird betont, dass der Darm der Sitz der Gesundheit ist. Handelt es sich dabei nur um einen Werbeslogan, um Joghurt mit Milchsäurekulturen besser verkaufen zu können?

Wissenschaftler sagen ganz klar „Nein“. In den letzten Jahren haben sie immer mehr Geheimnisse rund um das große menschliche Organ aufgedeckt.

Endlich bekommt der Darm die Aufmerksamkeit, die er verdient. Schließlich wurde das komplexe Ökosystem lange auch aus schulmedizinischer Sicht vernachlässigt.

Fest steht: In Ihrem Darm tummeln sich etwa 100 Billionen Bakterien und diese übernehmen eine wichtige Aufgabe. Eine ausgeglichene Darmflora mit all ihren Mikroorganismen sorgt dafür, dass Sie sich wohlfühlen und gesund bleiben.

Tatsächlich befindet sich der Großteil Ihres Immunsystems in Ihrem Darm. Aus diesem Grund spielt das Organ eine wichtige Rolle für Ihre Immunabwehr.1

GUT ZU WISSEN!

Das Immunsystem des Darms (GALT) nimmt über spezielle Zellen der Darmschleimhaut Einfluss auf Ihr gesamtes Immunsystem.2

Was ist der Unterschied zwischen einer Darmreinigung und einer Darmsanierung?

Die Darmreinigung wird im schulmedizinischen Kontext lediglich als ein Vorgehen zum Reinigen des Darmes verstanden. Dabei kommen Einläufe und Abführmittel (Laxantien) zum Einsatz.

Eine Darmreinigung wird vor allem vor medizinischen Eingriffen empfohlen. Wenn bei Ihnen zum Beispiel im Rahmen der Vorsorge eine Darmspiegelung geplant ist, müssen Sie zuvor Ihren Darm reinigen.

Die Darmsanierung ist hingegen ein Begriff aus der Naturheilkunde. Mit gezielten Maßnahmen soll es gelingen, eine gestörte Darmflora zu beheben und Beschwerden zu lindern.

Kurzum: Eine Darmreinigung ist eine Renovierung und die Darmsanierung, wie der Name schon sagt, eine Sanierung.

Die verschiedenen Ansätze werden in der Praxis nicht selten kombiniert. So empfehlen viele Heilpraktiker im Zuge der Darmsanierung auch eine vollständige Reinigung des Organs. Damit sollen schädliche Substanzen aus dem Darm heraus gespült werden.

Was bringt eine Darmreinigung oder Darmsanierung?

Aus Sicht der Schulmedizin und Naturheilkunde nimmt das Klima im Darm eine entscheidende Rolle ein, wenn es um die allgemeine Gesundheit geht. Die dort lebenden Bakterien erfüllen mit Blick auf die Stoffwechselprozesse wichtige Aufgaben. Die fleißigen Helfer werden als Probiotika bezeichnet. Dazu gehören beispielsweise Lactobacillus acidophilus und Bifidobacterium bifidus.

Die Gegenspieler nennen sich Kolibakterien. Auch wenn es sich dabei um schlechte Bakterien handelt, ist ihr Vorkommen im Darm nicht schlimm, solange ein gutes Gleichgewicht zwischen den Bakterienarten aufrechterhalten wird. Bei einer Störung des empfindlichen Verhältnisses können gesundheitliche Beschwerden auftreten.

Mit einer Darmreinigung sollen in erster Linie Schadstoffe aus dem Körper ausgespült werden, sodass sich die hilfreichen Laktobakterien wieder ungestört ansiedeln können.

Die Darmreinigung ist jedoch nur ein erster Schritt – mit ihr können hartnäckige Stuhlreste entfernt werden. Eine Darmsanierung greift tiefer und widmet sich neben der Reinigung auch dem Aufbau eines guten Darmmilieus.

Die Wissenschaft hat sich mit der Wirkung der Darmsanierung beschäftigt. Hierbei konnten Belege dafür zusammengetragen werden, dass sich die Maßnahme bei Folgendem als hilfreich erweisen kann:

  • gastrointestinale Erkrankungen wie Reizdarm3
  • Durchfall, der während oder nach einer Infektion auftritt 4
  • ein Ungleichgewicht der Darmflora nach einer Medikamenteneinnahme 5

GUT ZU WISSEN!

Auch wenn die Darmsanierung vielfach empfohlen wird, existieren derzeit keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die Beweise für alle nachgesagten Wirkungen erbringen.

Darmsanierung: Erfahrungsberichte

Für Interessierte sind Berichte von Anwendern sehr wertvoll, da sie Erfahrungen aus erster Hand weitergeben. Besonders häufig ist zu lesen, dass Betroffene mit der Darmsanierung ihr allgemeines Wohlbefinden steigern konnten.

Zudem beobachteten Anwender eine Verbesserung des Hautbildes und eine Stärkung der Fingernägel und Haare. Andere wiederum berichten davon, dass der Verdauungsprozess nach der Darmsanierung unproblematischer abläuft.

Wann ist eine Darmreinigung oder Darmsanierung sinnvoll?

Die Schulmedizin empfiehlt die Darmreinigung vor allem vor medizinischen Eingriffen oder um Verstopfungen zu lösen, während die Naturheilkunde eine Darmreinigung bei einer Vielzahl von Beschwerden einsetzt.

Die Darmsanierung ist vor allem eine Maßnahme aus der naturheilkundlichen Praxis, die ebenfalls bei verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen angeraten wird.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Beschwerden und Erkrankungen, bei denen eine Darmreinigung oder eine Darmsanierung allgemein empfohlen wird. Allerdings können in dem Zusammenhang weder Wirk- noch Heilversprechen gegeben werden, da es an wissenschaftlichen Studien mangelt.

Bei folgenden Beschwerden empfohlen

Bei folgenden Erkrankungen empfohlen

Als begleitende Maßnahme bei

Darmreinigung

Durchfall, Verstopfung, harter Stuhl, Blähungen, Bauchkrämpfe, unregelmäßige Verdauung, Müdigkeit, Reizbarkeit, Konzentrations-beschwerden, häufige Kopfschmerzen

Reizdarmsyndrom, wiederholte Pilzinfektionen, Rheuma, Gelenkbeschwerden, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Neurodermitis

Fastentherapien, Darmsanierungen, Ernährung-sumstellungen, als Entlastung nach Essgelagen

Darmsanierung

Chronische Durchfälle, Verstopfung, Blähungen, Infektanfälligkeit, Allergien, Migräne, Asthma, Rückenschmerzen, chronische Müdigkeit

Reizdarmsyndrom, Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte, Asthma, Gicht

Ernährungsumstellung

Zusammenfassung

 

Der Darm hat nicht nur die Aufgabe den Essensbrei weiter zu befördern und Nährstoffe zu verwerten, sondern auch das Immunsystem zu unterstützen. Zahlreiche Untersuchungen beweisen, dass der Darm ganz bedeutend unsere Gesundheit beeinflusst.

Während sich eine Darmreinigung lediglich mit der Reinigung des Darmes beschäftigt, setzt eine Darmsanierung umfassender an. Bei einer Darmsanierung wird mit verschiedenen Mitteln gleichzeitig der Aufbau eines wünschenswerten Darmmilieus unterstützt. Vergleichen Sie daher eine Darmreinigung mit einem Frühjahrsputz und eine Darmsanierung mit einer Grundreinigung.

Eine Darmreinigung wird häufig vonseiten der Schulmedizin empfohlen, wenn Untersuchungen anstehen oder eine Verstopfung vorliegt. Heilpraktiker empfehlen die Maßnahme auch bei weiteren Verdauungsproblemen, Reizbarkeit, Neurodermitis, Kopfschmerzen und wiederholtem Pilzbefall.

Die Empfehlung für eine Darmsanierung wird von Medizinern eher selten ausgesprochen. Das könnte daran liegen, dass es bis heute keine wissenschaftlichen Beweise für die umfassende Wirkung der Maßnahme gibt. Heilpraktiker raten jedoch zur Durchführung bei einer großen Bandbreite von Beschwerden und Krankheiten wie Asthma, Gicht, Schuppenflechte, Akne, Migräne, Rückenschmerzen und chronischer Müdigkeit.

Darmreinigung und Darmsanierung: Ablauf

Im Folgenden möchten wir Ihnen den Ablauf einer Darmsanierung näherbringen. Grundsätzlich erfolgt eine Darmsanierungskur in 4 Schritten:

  1. Darmreinigung
  2. Schadstoffausleitung und Darmwandreinigung
  3. Darmfloraaufbau mithilfe von Probiotika
  4. Unterstützende Maßnahmen (optional), die im Zuge einer Fastenkur oder einer Änderung der Ernährungsgewohnheiten durchgeführt werden

Schritt 1 - die Darmreinigung

Zunächst gilt es den Darm von Reststoffen und überflüssigem Ballast zu befreien. Am besten eignet sich dafür eine Darmreinigung. Diese können Sie entweder mit einem Abführmittel oder einem Einlauf durchführen. Alles was Sie dafür benötigen, erhalten Sie in der Apotheke.

Gehören Sie zu den Anfängern, ist ein Abführmittel vielleicht die bessere Wahl, da ein Einlaufgerät ein wenig Übung bedarf, damit keine Verletzungen entstehen.

Mit folgenden Mitteln können Sie abführen:

  • Bittersalz
  • Glaubersalz
  • Bisocadyl
  • Anthraglykoside
  • Rizinusöl
  • speziellen Zäpfchen

Wichtig: Führen Sie die Darmreinigung an einem Ort durch, an dem Sie sich wohlfühlen und wo eine Toilette in unmittelbarer Umgebung ist. Die Darmbewegungen werden schnell in Gang gesetzt und führen dazu, dass Sie nach ein paar Minuten dringend zur Toilette müssen. Der Stuhl ähnelt dabei starkem Durchfall.

Vergessen Sie nicht, zu trinken, da sie durch die Darmreinigung viel Flüssigkeit verlieren.

Wenn Sie lediglich eine Darmreinigung durchführen wollten, haben Sie Ihr Ziel erreicht – Ihr Darm ist nun oberflächlich gründlich gereinigt.

GUT ZU WISSEN!

Wenn Sie auch Ablagerungen an Ihren Darmwänden entfernen möchten, empfehlen sich Leinsamen. Sie haben die einzigartige Fähigkeit, unerwünschte Stoffe zu binden und gemeinsam mit dem Stuhl zu entsorgen.

Schritt 2 - Machen Sie Keimen den Garaus und fördern Sie ein gutes Darmmilieu

Im zweiten Schritt geht es darum, schädliche Keime zu eliminieren. Hier stehen Pilze, die das Darmklima gefährden, im Mittelpunkt. Zur Darmsanierung wird deshalb häufig ein Antipilzmittel empfohlen.

Nur keine Sorge, diese zielen ausschließlich auf den Darmtrakt ab und belasten nicht Ihren gesamten Organismus. Wenn Sie Ihren Körper zusätzlich unterstützen möchten, können Sie sich gemäß einer Anti-Pilz-Diät ernähren.

Pilze lieben Zucker und Kohlenhydrate. Sie können den unerwünschten Eindringlingen die Nahrung entziehen, indem Sie auf Haushaltszucker, Honig und Fruchtzucker verzichten.

Um Säure sowie freie Radikale binden zu können und um die aktive Ausleitung schädlicher Stoffe in Gang zu bringen, soll sich Heilerde bzw. vulkanische Heilerde bewähren. Stichworte sind hier: Silikate, Bentonit und Zeolith.

GUT ZU WISSEN!

Während der Darmsanierung sollten Sie Alkohol, koffeinhaltigen Getränken und Fleisch sowie Wurst die Rote Karte zeigen.

Stattdessen sollten Sie viel Gemüse, Nüsse, Samen und Obst auf Ihren Speiseplan setzen. Übrigens: bei Getränken ist Wasser immer noch die beste Wahl.

Schritt 3: Fördern Sie mit Probiotika die Ansiedlung guter Bakterien

Nachdem Ihr Darm von dem Ballast befreit wurde, geht es nun darum, gewünschte Bakterien möglichst zahlreich anzusiedeln. Sie können bewusst Einfluss auf das Wachstum der kleinen Helfer nehmen, um so Ihr Darmklima zu verbessern.

Probiotika
Probiotika

Das gelingt mit probiotischen Milchsäurebakterien, die Sie entweder als Pulver oder Tabletten zu sich nehmen können. Möchten Sie noch mehr tun? Dann setzen Sie auf Lebensmittel, die ebenfalls probiotische Milchsäurebakterien enthalten.

Dazu gehören:

  • Joghurt
  • Kefir
  • Sauerkraut
  • Apfelessig
  • Eingelegte saure Gurken
  • ausgewählte Käsesorten wie Gouda, Mozzarella, Parmesan und Cheddar

GUT ZU WISSEN!

Häufig wird empfohlen, möglichst viele basenbildende Lebensmittel zu verzehren, um dem Körper bei der Entsorgung zu helfen. Dazu gehören fast alle Sorten von Obst und Gemüse sowie ausgewählte Nussarten (Mandeln, Pistazien, Walnüsse).

Schritt 4: Holen Sie mit einer Fastenkur das Beste aus Ihrer Darmsanierung heraus

Zunächst ist es wichtig, zu wissen, dass dieser Schritt optional ist. Sie müssen ihn also nicht zwangsweise durchführen. Eine Fastenkur bietet jedoch die Möglichkeit, Ihre Darmsanierung zu unterstützen.

Ziel ist es, Ihrem Darm noch etwas mehr Ruhe zu gönnen und ihn nicht mit nachteiligen Substanzen zu konfrontieren. Es gibt verschiedene Fastenmodelle. Nach einer Darmsanierung wird oft eine Fastenkur empfohlen, die auf Lebensmittel setzt, die nicht belastend wirken. Hierbei stehen Gemüse, Obst, leichte Suppen und Kräutertee im Mittelpunkt.

Um Alkohol, Nikotin, Fleisch- und Wurstwaren sowie Zucker sollten Sie jedoch einen Bogen machen. Besonders häufig wird in dem Zusammenhang das Basenfasten erwähnt. Hierbei werden ausschließlich basenbildende Lebensmittel gegessen.

Für das Basenfasten sollten Sie einen Zeitraum von 1 bis 2 Wochen einplanen, in dem Sie sich hauptsächlich von Obst und Gemüse in Form von Salat und Suppen ernähren. Anwender führen in dieser Zeit nicht selten 2-3 Darmreinigungen durch, um den Effekt zu unterstützen.

Basenfasten ist für all diejenigen geeignet, die sich im Rahmen einer Fastenkur nicht ausschließlich von Flüssigkeiten ernähren möchten oder können.

GUT ZU WISSEN!

Wenn Sie sich für eine Fastenkur interessieren, bei der ausschließlich Flüssigkeit aufgenommen wird, sollten Sie zuvor Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

Diese Form der Fastenkur ist nicht für jeden geeignet, da ein stabiler Kreislauf eine Grundvoraussetzung darstellt.

Nur kein Rückfall - stellen Sie Ihre Ernährung dauerhaft um!

Wenn Ihnen die Darmsanierung geglückt ist, sollten Sie nicht in alte Essensgewohnheiten zurückfallen. Ansonsten knüpfen Sie nicht an Ihren Erfolg an, sondern belasten Ihren Darm direkt wieder mit unerwünschten Substanzen.

Gewöhnen Sie Ihren Körper nach und nach wieder an die Nahrung und überlegen Sie sich genau, welche Lebensmittel ab jetzt in Ihrem Körper landen sollen.

Wenn Sie eine Fastenzeit eingelegt haben, kann es bei Ihnen im Anschluss zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und allgemeiner Schwäche kommen. Das liegt daran, dass der Verzicht auf gewohnte Lebensmittel anstrengend für Ihren Organismus ist.

Fastenleiter sind davon überzeugt, dass diese Beschwerden durch die ausgeschwemmten Giftstoffe ausgelöst werden. Beweise dafür gibt es allerdings nicht.

GUT ZU WISSEN!

Gönnen Sie sich Ruhe. Während und nach einer Darmsanierung sollten Sie es langsam angehen lassen. Wählen Sie den Zeitpunkt gut, damit Sie keine Fastenkur inmitten des hektischen Alltags durchziehen müssen.

Darmsanierung - muss ich das vorher mit meinem Arzt besprechen?

Noch gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass die Darmsanierung die häufig angegebenen Erfolge bringt. Das ist auch der Grund, warum viele Schulmediziner der Annahme, dass Darmsanierungen eine heilende Wirkung hervorrufen, kritisch gegenüberstehen.

Häufig wenden sich Interessierte deshalb an ihre Heilpraktiker, bevor sie mit einer Darmsanierung starten. Auch Apotheken können über die verschiedenen Möglichkeiten zur Darmsanierung informieren.

Allerdings ersetzen diese Gespräche nicht eine ärztliche Fachberatung. Ihr Mediziner kann Sie über mögliche Risiken aufklären und eine Stuhlprobe entnehmen, um diese im Labor zu untersuchen. Dieses Vorgehen ist im Blick auf eine Darmsanierung empfehlenswert, denn so können Hinweise auf mögliche Pilze oder Bakterien gefunden werden.

Fazit

 

Ihr Darm hat eine ungefähre Länge von sieben Metern und kann erstaunliches leisten. So trägt er zu der Verwertung und Verdauung Ihrer Nahrung bei. Im Rahmen von Studien konnte herausgefunden werden, dass das Organ sogar eine wichtige Rolle für das Immunsystem spielt.

Häufig wird die Darmreinigung mit der Darmsanierung in einen Topf geworfen, dabei ist die Vorgehensweise grundsätzlich verschieden. Während eine Darmreinigung lediglich meint, dass der Darm mithilfe von Abführmitteln oder eines Einlaufes gereinigt wird, handelt es sich bei der Darmsanierung um einen Therapieansatz aus der Naturheilkunde.

Aus schulmedizinischer Sicht ist die Darmreinigung vor medizinischen Untersuchungen und bei Verstopfung sinnvoll. Nur selten wird darüber hinaus eine Darmreinigung oder eine Darmsanierung empfohlen.

Heilpraktiker sind jedoch davon überzeugt, dass die reinigenden und aufbauenden Maßnahmen im Darmtrakt zur Gesundheit beitragen können. So sollen Menschen mit Migräne, Hauterkrankungen, Verdauungsproblemen, Müdigkeitserscheinungen und Bluthochdruck von einer Darmreinigung bzw. Darmsanierung profitieren.

Studien, die diese Aussagen belegen, existieren nicht. Jedoch gibt es viele Menschen, die mit den reinigenden Maßnahmen gute Erfolge erzielen konnten.

Während Sie eine Darmreinigung vergleichsweise schnell durchführen können, müssen Sie bei einer Darmsanierung mehr Zeit einplanen. Zunächst geht es darum den Darm zu reinigen und Keimen den Garaus zu machen, um dann anschließend gute Bakterien wieder anzusiedeln. Danach folgt ein optionaler vierter Schritt, bei dem eine Fastenkur oder eine vorübergehende Ernährungsumstellung erfolgt.

Egal, ob Sie sich für eine Darmreinigung oder eine Darmsanierung entscheiden, knüpfen Sie im Anschluss an Ihre Erfolge an und führen Sie Ihrem Körper möglichst viele gesunde Lebensmittel zu. Sehen Sie es als eine Möglichkeit, von neu zu starten und Ihr Verdauungssystem nur noch mit positiven Substanzen zu versorgen.

Quellen

  1. Pharmazeutische Zeitung: Partner des Immunsystems, https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-492010/darm-mikrobiota-partner-des-immunsystems/, abgerufen am 14.01.2020
  2. Allgemeinarzt-online: Darm und Immunsystem, Abwehr aus dem Bauch heraus, https://www.allgemeinarzt-online.de/archiv/a/abwehr-aus-dem-bauch-heraus-1574780, abgerufen am 14.01.2020
  3. Fan WT, Ding C, Xu NN, Zong S, Ma P, Gu B. Close association between intestinal microbiota and irritable bowel syndrome. European Journal of Clinical Microbiology & Infectious Diseases. 2017 Aug 7. doi: 10.1007/s10096-017-3060-2. PubMed PMID: 28785822, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28785822
  4. Park MS, Kwon B, Ku S, Ji GE. The Efficacy of Bifidobacterium longum BORI and Lactobacillus acidophilus AD031 Probiotic Treatment in Infants with Rotavirus Infection. Nutrients. 2017 Aug 16;9(8). pii: E887. doi: 10.3390/nu9080887. PubMed PMID: 28813007, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28813007
  5. Esposito C, Roberti A, Turrà F, Cerulo M, Severino G, Settimi A, Escolino M. Frequency of Antibiotic-Associated Diarrhea and Related Complications in Pediatric Patients Who Underwent Hypospadias Repair: a Comparative Study Using Probiotics vs Placebo. Probiotics and Antimicrobial Proteins. 2017 Sep 4. doi: 10.1007/s12602-017-9324-4. PubMed PMID: 28871492, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28871492

Beitrag teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on print
Share on email

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die beste Online-Erfahrung zu bieten. Mit Ihrer Zustimmung akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies in Übereinstimmung mit unserer Datenschutzerklärung.

Privacy Settings saved!
Datenschutz-Einstellungen

Wenn Sie eine Website besuchen, kann sie Informationen über Ihren Browser speichern oder abrufen, meist in Form von Cookies. Steuern Sie hier Ihre persönlichen Cookie-Dienste.

Diese Cookies sind für das Funktionieren der Website notwendig und können in unseren Systemen nicht abgeschaltet werden.

Zur Nutzung dieser Website verwenden wir die folgenden technisch notwendigen Cookies
  • wordpress_test_cookie
  • wordpress_logged_in_
  • wordpress_sec

Alle Cookies ablehnen
Alle Cookies akzeptieren

Möchten Sie aktiv, vital und gesund bleiben? 

Dann tragen Sie sich für unseren kostenlosen Newsletter ein. Wir informieren Sie gerne über die aktuellen Trends und Produkte für ein gesundes Leben.