Sodbrennen

Sodbrennen – was hilft? Die besten Tipps und Soforthilfe

Inhaltsverzeichnis

Da ist es wieder! Das brennende Gefühl, dass sich von der Magengrube aus bis über das Brustbein in den Hals hinein ausbreitet. Sodbrennen ist ein Volksleiden und entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt.

Hat der Magensaft einen Weg bis in den Mundraum gefunden, gesellt sich unangenehmes saures Aufstoßen hinzu. Sodbrennen hat viele Ursachen. Neben ungünstigen Lebensgewohnheiten können auch Krankheiten dazu führen, dass brennende Schmerzen die Speiseröhre erobern.

Wir verraten Ihnen die erfolgversprechendsten Tipps, um die unangenehmen Beschwerden zu lindern und erklären, wann ein Besuch beim Arzt sinnvoll ist.

Was ist Sodbrennen?

Jeder, der bereits Bekanntschaft mit Sodbrennen gemacht hat, versteht, warum das lästige Phänomen seinen Alternativnamen Feuerwalze verdient hat. Bei Sodbrennen, auch saurer Reflux genannt, gelangt saurer Mageninhalt in die Speiseröhre.

Das Problem: Die Schleimhäute der Speiseröhre sind nicht dafür ausgelegt, mit der Säure zurechtzukommen. Sie verfügen – anders wie die Magenwände – nicht über spezielle Schutzmechanismen.

Die Speiseröhrenschleimhaut reagiert gereizt. Das führt zu den typischen brennenden, „heißen“ Beschwerden.

Ständig Sodbrennen – ist das gefährlich?

Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass im Normalfall nicht zu viel Mageninhalt in die Speiseröhre gelangt. Ein Schließmuskel in der Speiseröhre nimmt seine Funktion als Pförtner sehr ernst. Ganz dicht ist er jedoch nicht, daher ist ein minimaler Rückfluss durchaus normal.

Kritisch wird es erst dann, wenn ständig größere Mengen Mageninhalt wieder nach oben gelangen. Dafür gibt es verschiedene Ursachen. Eine vermehrte Herstellung von Magensäure oder Erkrankungen können dafür sorgen, dass der Schließmuskel seine Aufgabe nicht mehr in vollem Umfang nachkommen kann. Auch ein hoher Druck auf den Magen oder ein fehlerhaft funktionierender Schließmuskel kann Sodbrennen begünstigen.

Sie leiden ab und zu unter Sodbrennen? Das ist lästig, aber in der Regel nicht weiter schlimm. Die starken, brennenden Schmerzen hinter Ihrem Brustbein können zwar Ihre Lebensqualität beeinflussen, gesundheitliche Einschränkungen müssen Sie bei gelegentlichem Sodbrennen aber nicht befürchten.

Anders sieht es aus, wenn Sie ständig mit Sodbrennen zu kämpfen haben. Wenn bei Ihnen über einen Zeitraum von mehr als 14 Tagen mehr als einmal pro Woche die unangenehmen Symptome auftreten, sollten Sie hellhörig werden.

Gleiches gilt, wenn Sie mit sehr heftigen Beschwerden zu tun haben. Dann liegt der Verdacht nahe, dass Grunderkrankungen zu Sodbrennen führen. Daher sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn Sie langfristig unter Sodbrennen leiden.

Sodbrennen: Ursachen

Es gibt verschiedene Gründe, warum es zu Sodbrennen kommt. Zu den häufigsten gehören folgende Ursachen.

Ein ungünstiger Lebensstil

Häufig können die brennenden Schmerzen auf den Lebensstil zurückgeführt werden. Wenn sich bei Ihnen ungünstige Essgewohnheiten eingeschlichen haben, kann das zu Sodbrennen führen. Möglicherweise essen Sie zu schnell, zu große Portionen oder zu säure- sowie fettlastig.

Aber nicht nur eine ungünstige Ernährungsweise, auch der häufige Konsum von Genussmitteln wie Alkohol oder Tabak können Sodbrennen begünstigen.

GUT ZU WISSEN!

Stress ist ein wahrer Allroundfeind für unseren Körper. Das vielseitige Ärgernis kann auch die Säureproduktion ankurbeln und somit die Beschwerden auslösen.

Ein fehlerhaft arbeitender Schließmuskel

Wie bereits erwähnt, sorgt ein Schließmuskel am Übergang zum Magen dafür, dass keine großen Mengen Mageninhalt zurückfließen. Dieser Schließmuskel wird auch Sphinkter genannt.

Medikamente oder die Hormonumstellung in der Schwangerschaft können dazu führen, dass er seiner Arbeit nicht mehr gerecht werden kann.

Vielleicht gehören Sie aber auch zu jenen Menschen, die von Natur aus einen schlaffen Sphinkter besitzen.

Vorliegende Grunderkrankungen

Bestimmte Erkrankungen können die Entwicklung von Sodbrennen begünstigen. Dazu gehören eine Magenschleimhautentzündung, ein Reizmagen, die Refluxkrankheit oder ein Zwerchfellbruch.

Wenn Sie häufig unter Sodbrennen leiden, steigert sich automatisch das Risiko für Folgeerscheinungen wie eine Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis).

Zusammenfassung

 

Sodbrennen entsteht dann, wenn saurer Mageninhalt zurück in die Speiseröhre fließt. In dem Fall entstehen die typischen brennenden Schmerzen. Grund dafür ist, dass es der Speiseröhre an Schutzmechanismen gegen die Magensäure fehlt.

Dadurch reagiert sie gereizt, wenn sie mit dem Mageninhalt in Berührung kommt. Normalerweise sorgt ein spezieller Schließmuskel, auch Sphinkter genannt, dafür, dass nur geringe Mengen in die Speiseröhre gelangen.

Durch einen ungünstigen Lebensstil, einen fehlerhaft arbeitenden Schließmuskel und Grunderkrankungen kann jedoch die Fähigkeit des Schließmuskels beeinträchtigt werden.

Leiden Sie gelegentlich unter Sodbrennen ist das im schlimmsten Fall lästig. Ständiges Sodbrennen sollte allerdings vom Arzt abgeklärt werden, da möglicherweise Grunderkrankungen ursächlich sind. Zudem können sich Folgeerkrankungen hinzugesellen, wenn die Speiseröhre über längere Zeit mit dem sauren Mageninhalt in Kontakt kommt.

Soforthilfe: diese Hausmittel können helfen

Es gibt viele Hausmittel, die Linderung bei Sodbrennen versprechen. Allerdings gibt es nicht „dass eine“ Hausmittel, das jedem Menschen mit Sodbrennen hilft. Stattdessen sollten Sie sich durch verschiedene Möglichkeiten testen, um akute Beschwerden zu bekämpfen und dem Reflux entgegenzuwirken.

Einige von ihnen haben sich bereits seit Jahrzehnten bewährt, andere gehören eher in die fantastische Welt der Mythen.

Bringen Sie ein wenig Geduld, Experimentierfreude sowie Zeit mit und lassen Sie uns verschiedene Hausmittel entdecken. Los geht‘s!

1. Milch

Sodbrennen Hausmittel

Milch ist die unangefochtene Nummer eins, wenn es um Hausmittel bei Sodbrennen geht. Viele Menschen mit den lästigen Beschwerden schwärmen von der Soforthilfe. Allerdings sind sich Experten bislang uneinig, ob Milch tatsächlich gegen Sodbrennen helfen kann.

Der Berufsverband Deutscher Internisten gibt an, dass sich Milch und Quark als wirkungsvolle Mittel bewährt haben. Die eiweißreichen Helfer sollen demnach den Speisebrei neutralisieren und somit weniger sauer gestalten.1

Das klingt logisch, nicht wahr? Trotzdem halten andere Experten dagegen. Grund dafür sind die Milchfette, die womöglich erst Sodbrennen auslösen können. Schließlich verweilen Fette länger im Magen und können so die Säureproduktion über einen größeren Zeitraum ankurbeln.

Der lange Verdauungsprozess und die damit verbundene Magensäuresekretion könnte also das Risiko für Sodbrennen erhöhen. Eine Studie der University of Texas konnte das sogar anhand von 400 Studienteilnehmern belegen.2

Somit bleibt Ihnen wohl nichts anderes übrig, als selbst herauszufinden, ob Milch Ihnen mit Ihren Beschwerden helfen kann.

2. Kartoffelsaft

Vielleicht werden Sie beim Gedanken an Kartoffelsaft zunächst das Gesicht verziehen. Unser Rat: Überwinden Sie Ihre Scheu und probieren Sie es einfach aus.

Kartoffeln haben viel Stärke im Gepäck. Diese kann überschüssige Magensäure binden und so das Sodbrennen lindern. Obendrauf besitzt Kartoffelsaft basische, beruhigende und entsäuernde Eigenschaften.

Am einfachsten geht es, wenn Sie Kartoffelsaft bereits fertig in der Apotheke, Drogerie, im Reformhaus oder Internet beziehen. Ein halbes Glas vor jeder Mahlzeit kann dabei helfen, Sodbrennen entgegenzuwirken. Aber Vorsicht: Trinken Sie immer nur einen kleinen Schluck, damit das Ganze verträglich bleibt.

Sie möchten selbst aktiv werden? Dann können Sie rohe Kartoffeln zu Kartoffelsaft pressen. Dafür eignet sich hervorragend ein Entsafter. Zudem haben Sie die Möglichkeit, die Kartoffeln mit einer feinen Reibe zu bearbeiten und mit Wasser zu vermengen.

Wichtig: Vor dem Auspressen die Schale entfernen und nicht zu viel davon trinken. Schließlich enthält der Saft aus rohen Kartoffeln giftiges Solanin. Eine hohe Zufuhr der Substanz kann ebenfalls zu Magenbeschwerden führen.

GUT ZU WISSEN!

Gegen Sodbrennen sollen auch frisch gekochte Kartoffeln helfen. Auch sie können die Magensäure neutralisieren. So mancher Betroffener trinkt auch Kartoffelwasser, um die lästigen Beschwerden loszuwerden.

3. Heilerde

Heilerde ist ein echtes Allroundtalent. Sie hilft gegen Magenverstimmungen, fettige Haare, unreine Haut und Sodbrennen.

Das liegt daran, dass die Erde aus einer speziellen Lehm-Art gewonnen wird und die Fähigkeit besitzt, Giftstoffe, Fette sowie andere Substanzen zu binden. Zudem besticht sie mit einem reichen Nährstoffgehalt. Silizium, Kalzium und Eisen können in Heilerde nachgewiesen werden.

Dadurch, dass Heilerde überschüssige Säure binden kann, kann sie Ihnen bei akutem Sodbrennen zur Seite stehen. Zudem schwören Menschen mit Reizdarm, Reizmagen und säurebedingten Magenbeschwerden auf das feine Pulver.

GUT ZU WISSEN!

Heilerde hat viele Gesichter. Sie können sie als Anrührpulver, Kapseln oder Granulat kaufen. Gute Bezugsquellen sind das Internet, Apotheken, Drogerien und Reformhäuser.

4. Kräutertee

Der Klassiker bei leichten Beschwerden ist Tee. Verschiedene Heilpflanzen helfen dabei, das unangenehme Gefühl bei Sodbrennen zu vertreiben.

Dazu gehören:

  • Kamille
  • Fenchel
  • Schafgarbe
  • Melissa
  • Anis
  • Spitzwegerich
  • Kümmel

Besonders Kamillentee hat es in sich. Er besitzt entzündungshemmende und krampflösende Eigenschaften. Alle oben genannten Heilpflanzen haben das Potenzial, beruhigend zu wirken und die aufgestiegene Magensäure wieder in den Magen zurück zu befördern.

Mit Teemischungen können Sie mehrere Heilpflanzen abdecken. In der Apotheke können Sie sich eine geeignete Mischung herstellen lassen.

Auch hier gilt: Trinken Sie die Flüssigkeit nach und nach. Lassen Sie das Gebräu zuvor ein wenig abkühlen. Mehrere Tassen Kräutertee am Tag können dabei helfen, akutes Sodbrennen zu bekämpfen.

Bei Sodbrennen sollten Sie unbedingt einen Bogen um Pfefferminztee machen. Minze kann den Magen reizen und so das Sodbrennen erst richtig in Gang bringen.

GUT ZU WISSEN!

Keine Lust auf Kräutertee? Alternativ können Sie viele Kräuter auch in Ihre Mahlzeiten integrieren. 

Kümmel passt beispielsweise fabelhaft zu verschiedenen Kartoffelgerichten. Haben Sie schon einmal Pellkartoffeln mit Quark und Kümmel probiert?

Fenchel kann außer als Tee, auch roh als Salat verspeist werden. Während für den Tee die Fenchelblüten verwendet werden, kommt beim Fenchelsalat die Knolle zum Einsatz. Die positive Wirkung auf Magen und Verdauung bleibt dabei erhalten.

5. Wacholderbeeren

Hausmittel gegen Sodbrennen

Wacholderbeeren können ebenfalls gegen Sodbrennen eingesetzt werden. Hierbei sollten Sie jedoch einiges beachten. Als Tee verarbeitet sind Wacholderbeeren recht unkompliziert.

Dafür zerdrücken Sie Wacholderbeeren und übergießen Sie anschließend mit heißem Wasser. Nach 10 Minuten Ziehzeit können Sie den Wacholdertee genießen.

Sie haben auch die Möglichkeit, die Wacholderbeeren direkt im Mund zu zerkauen. Schlucken Sie diese jedoch nicht herunter. Die ätherischen Öle können Bauchschmerzen und Übelkeit auslösen.

GUT ZU WISSEN!

Große Mengen Wacholderbeeren können womöglich Nieren- und Herzprobleme begünstigen. Wenn Sie unter entsprechenden Grunderkrankungen leiden, sollten Sie sicherheitshalber auf das Anwenden von Wacholderbeeren verzichten.

6. Natron

Natron gehört ebenfalls zu den Klassikern, wenn es um die Akuthilfe bei Sodbrennen geht. Natron, auch als Natriumhydrogencarbonat bezeichnet, kennen Sie wahrscheinlich von Backpulver. Darin fungiert es als Triebmittel.

Basisches Natron soll sich ausgleichend auf die Magensäure auswirken. Für die Anwendung reicht ein Teelöffel Natron auf ein Glas Leitungswasser. Kräftiges Umrühren nicht vergessen, denn nur so löst sich das Pulver gut auf.

Anwender schätzen an Natron am meisten, dass die Wirkung verhältnismäßig schnell einsetzt.

GUT ZU WISSEN!

Auch wenn Sie begeistert von der Natron-Wirkung sind, wenden Sie dieses Haushaltsmittel nicht zu oft an. Kaisernatron begünstigt die Entstehung von Blähungen. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Magensäureproduktion nach der Wirkabnahme erst richtig angekurbelt wird.

Nicht zuletzt können sich durch die häufige Einnahme Stoffwechselprobleme ergeben. Natron sollte daher nur als gelegentliche Soforthilfe angewendet werden.

Die besten Lebensmittel gegen Sodbrennen

Wir haben bereits einige Lebensmittel kennengelernt, die gegen Sodbrennen helfen sollen. Nun gehen wir ans Eingemachte. Lassen Sie uns entdecken, welche Nahrungsmittel Ihnen kurz- und langfristig im Kampf gegen den Säureaufstieg zur Seite stehen.

1. Nüsse, Mandeln, Kerne

Vielleicht haben Sie von diesem Tipp schon gehört: Das Kauen von Nüssen und Kernen soll bei akutem Sodbrennen helfen. Dafür geben Sie eine Handvoll Nüsse (Haselnüsse, Paranüsse) in Ihren Mund und kauen diese langsam zu einem feinen Speisebrei.

Das Gleiche können Sie mit Mandeln oder Kernen versuchen. Beachten Sie allerdings, dass Nüsse viele Kalorien enthalten. Wenn Sie auf Ihre Figur achten, sollten Sie deshalb nicht zu viel davon schlemmen.

GUT ZU WISSEN!

Sie wundern sich, warum wir Mandeln nicht zu den Nüssen zählen? Ganz einfach: Mandeln sind keine Nüsse. Streng genommen sind Mandeln Steinkerne einer Steinfrucht.

2. Sellerie und Sauerkraut

Sowohl Sellerie als auch Sauerkraut können eine beruhigende Wirkung bei Sodbrennen entfalten. Sellerie eignet sich hervorragend als Beilage oder als Salat. Auch Sellerietee ist eine Empfehlung wert.

Bei Sauerkraut reichen bereits einige Gabeln, um den unangenehmen Schmerzen hinter dem Brustbein zu Leibe zu rücken. Ein Zuviel kann jedoch unangenehme Blähungen auslösen, behalten Sie daher die Menge unbedingt im Blick.

3. Leinsamen

Leinsamen helfen gegen Verstopfungen und Magen-Darm-Beschwerden. Auch bei Sodbrennen können sie ihre positive Wirkung entfalten. Wie eine Schutzhülle legt sich der Schleim aus Leinsamen und Wasser auf die Magenwand.

Der Leinsamenhelfer ist schnell zubereitet. Nehmen Sie dafür einen Esslöffel Leinsamen auf 250 ml Wasser und bringen Sie das Ganze zum Kochen. Anschließend lassen Sie die Mischung für 30 Minuten auf dem Herd köcheln.

Durch ein Sieb gegeben erhalten Sie einen Schleim, von dem Sie mehrmals am Tag einige Schlucke nehmen sollten.

4. Weitere Lebensmittel gegen Sodbrennen

Was essen bei Sodbrennen

Mit diesen Tricks bekämpfen Sie das „Feuer“

Bis hierhin haben Sie viele Möglichkeiten kennengelernt, mit denen Sie Sodbrennen vertreiben können. Wir sind aber noch längst nicht am Ende. Mit einigen Tricks können Sie der Feuerwalze die Angriffsfläche nehmen.

1. Kaugummi kauen

Kaugummi kauen – das war’s schon? Tatsächlich kann Kaugummi kauen dabei helfen, Sodbrennen zu vertreiben. Denn ein zuckerfreier Kaugummi nach dem Essen bringt die Speichelproduktion in Schwung.

Der Speichel befördert die Magensäure wieder dorthin, wo sie hingehört, und wirkt neutralisierend.

Allerdings sollten Sie sich an die für Sie richtige Kaugummisorte herantasten. Gerade Pfefferminzkaugummi kann durch den Mentholgehalt kritisch sein. Dann hilft es, auf andere Sorten umzusteigen.

GUT ZU WISSEN!

Achten Sie auf zuckerfreien Kaugummi, um Ihre Zahngesundheit nicht zu gefährden. Das andauernde Kauen auf zuckerhaltigen Sorten kann das Risiko für Karies deutlich erhöhen.

2. Rollkur

Sie haben noch nie etwas von einer Rollkur gehört? Dann wird es aber Zeit. Diese hat sich besonders bei Sodbrennen bewährt. Auf diese Weise können Sie Ihre gereizte Magenschleimhaut beruhigen und Ihren Magen rundum mit einer wärmenden Flüssigkeit versorgen.

Am besten eignet sich dafür Kamillentee.

Rollkur Anleitung

  • Trinken Sie auf nüchternem Magen drei Schlucke Kamillentee.
  • Legen Sie sich auf den Rücken, damit die Flüssigkeit 3 Minuten lang auf Ihren Magen Einfluss nehmen kann.
  • Nun greifen Sie wieder zur Tasse und nehmen erneut drei Schlucke Kamillentee zu sich. Legen Sie sich anschließend für weitere 3 Minuten auf die rechte Seite.
  • Trinken Sie erneut und begeben sich nun auf die linke Körperhälfte.
  • Zum Abschluss trinken Sie weitere 3 Schlucke und legen sich auf den Bauch.

Nun ist Ihr gesamter Magen mit der Flüssigkeit und den beruhigenden Inhaltsstoffen in Berührung gekommen. Einmal täglich über einen Zeitraum von einer Woche hinweg sollte eine Rollkur durchgeführt werden.

Gestalten Sie Ihre Rollkur angenehm, indem Sie für eine stressfreie Umgebung sorgen. Wie wäre es dabei mit Musik? Im Sommer können Sie Ihre Rollkur auch im Garten durchführen. Das Vogelgezwitscher hilft dabei, sich zu entspannen.

Zusammenfassung

 

Es gibt verschiedene Hausmittel und Tricks, mit denen Sie Sodbrennen lindern können. Neben ausgewählten Lebensmitteln wie Sellerie, Leinsamen, Nüssen, Milch und Bananen hat sich vor allem Kräutertee und Heilerde bewährt.

Auch Kartoffelsaft und Natron sind einen Versuch wert. Allerdings sollten Sie bei der Anwendung unbedingt beachten, dass ein Zuviel die Symptome mitunter verstärken kann.

Als wirksame Tricks haben sich vor allem Kaugummi kauen und Rollkuren herausgestellt. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen im Alltag am besten gegen Sodbrennen hilft.

Änderungen im Lebensstil

Die Beschwerden, die mit Sodbrennen in Verbindung stehen, zu bekämpfen, ist gut. Besser ist jedoch, das Übel an der Wurzel zu packen, um Sodbrennen erst gar nicht entstehen zu lassen.

Mit kleinen Änderungen Ihrer Lebensgewohnheiten können Sie dazu beitragen, die lästigen Beschwerden zu verringern. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

1. Richten Sie sich auf

Essen im Halbsitzen ist bequem, führt aber leider dazu, dass sich der Speisebrei leichter den Weg nach oben bahnen kann. Das Gleiche gilt für eine horizontale Schlaflage.

Unser Rat: Setzen Sie sich während der Essensaufnahme aufrecht hin und stellen Sie Ihr Körperteil während des Schlafens nach oben. So verhindern Sie, dass der saure Mageninhalt die Speiseröhre hochsteigt.

2. Stellen Sie das Rauchen ein

Rauchen schadet der Gesundheit. Schließlich greifen die enthalten Substanzen im Glimmstängel sämtliche Körpergefäße an. Zudem kann der Tabakkonsum den Schließmuskel am Mageneingang erschlaffen lassen.

Dadurch gelingt die Magensäure leichter in die Speiseröhre und führt zu den unangenehmen Beschwerden. Im besten Fall hören Sie mit dem Rauchen auf. Dabei können Ihnen eine Verhaltenstherapie und Nikotinersatzprodukte helfen.

Möchten Sie mit dem Qualmen nicht aufhören, setzen Sie zumindest die Zigarette nach dem Essen aus. So durchbrechen Sie den Teufelskreis, der sich aus dem erhöhten Magendruck nach dem Essen und dem erschlafften Schließmuskel, infolge des Rauchens, ergibt.

3. Wählen Sie die passende Kleidung

Eng sitzende Kleidung erhöht den Druck auf den Bauch. Dadurch können sich die Beschwerden in Zusammenhang mit der aufsteigenden Magensäure verstärken. Ein lockerer Hosenbund und der Verzicht auf einen Gürtel sind wichtige Maßnahmen.

4. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum

Neben Tabak hat auch Alkohol den unerwünschten Effekt, den Schließmuskel zu entspannen. Darüber hinaus kurbelt Alkohol die Magensäureproduktion an. Das sind gleich zwei Faktoren, die eine Entstehung von Sodbrennen begünstigen.

Nicht nur die Menge, sondern auch die Art von Alkohol spielen bei Sodbrennen eine Rolle. Während Bier mit basischen Eigenschaften daherkommt, sorgen Rotwein mit der enthaltenen Gerbsäure und Sekt mit der Kohlensäure eher für eine Verstärkung der Beschwerden.

Generell gilt: Wenn Sie unter häufigem Sodbrennen leiden, sollten Sie Ihren Alkoholkonsum unbedingt hinterfragen und entsprechend reduzieren.

5. Ernähren Sie sich säure- und fettschlau

Es gibt eine Vielzahl von Speisen und Flüssigkeiten, die Ihren Magen reizt. Besonders im Fokus sind fetthaltige Lebensmittel wie Wurst- oder Fleischwaren, Süßigkeiten und in Fett gebackene Produkte.

Getränke warten häufig mit viel Säure oder Gerbstoffen auf. Kaffee, Kakao, Cola, Alkohol und kohlensäurehaltige Getränke sollten in Ihrem Alltag in den Hintergrund rücken. Das gilt ebenso für scharfe Gewürze.

Aber nicht nur was, sondern auch wie Sie essen, ist entscheidend. Nehmen Sie sich Zeit und kauen Sie Ihre Lebensmittel gründlich durch. Bei Sodbrennen sind leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt empfehlenswerter als wenige üppige Speisen.

Bewegen Sie sich ausreichend, um die Verdauung in Schwung zu bringen.

6. Reduzieren Sie Übergewicht

Ihr Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre reagiert recht empfindlich auf Druck. Wenn Sie stark übergewichtig sind, drückt zusätzliches Gewicht auf Ihren Magen und letztendlich auch auf Ihren Schließmuskel.

Aus diesem Grund leiden viele Übergewichtige verstärkt unter Sodbrennen. Mit einer ausgewogenen Ernährung und viel Bewegung können Sie Ihr Gewicht nachhaltig reduzieren.

7. Vermeiden Sie Stress

Seelische Anspannungen und Stress können die Säureproduktion in Ihrem Magen anregen. Deshalb ist es unbedingt empfehlenswert, genügend Entspannung im Alltag einzuplanen.

Sodbrennen was hilft

Notieren Sie sich einen festen Termin in der Woche oder besser noch jeden Tag 30 Minuten für Ihre persönliche Entspannungszeit. Entspannungstechniken wie Yoga und progressive Muskelentspannung können Ihnen dabei helfen, Stress abzubauen. Ausgleichend wirkende Heilkräuter wie Rosenwurz oder Ashwagandha können zusätzlich eingenommen werden.

Unter Umständen ist auch der Gang zu einem Psychotherapeuten empfehlenswert. Nämlich dann, wenn Sie anhaltend unter starken Stresszuständen leiden.

Sodbrennen: wann zum Arzt?

Wenn Sie gelegentlich unter Sodbrennen leiden, sollten Sie zunächst versuchen mit Hausmitteln und Änderungen in der Lebensweise den unangenehmen Beschwerden zu begegnen. In vielen Fällen verschwinden die lästigen Symptome nach der Umstellung von selbst. Am effektivsten zeigt sich in der Regel eine Ernährungsumstellung.

Wenn Sie anhaltend unter Sodbrennen leiden, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. So vermeiden Sie, dass die ätzende Magensäure Ihre Speiseröhre angreift und Entzündungen auslöst.

In diesen Fällen sollten Sie einen Arzt zurate ziehen:

  • Sodbrennen tritt bei Ihnen mehrmals in der Woche auf.
  • Auch nach zwei Wochen halten die Beschwerden an.
  • Hausmittel und Veränderungen im Lebensstil haben keine Verbesserung gebracht.
  • Ihre Lebensqualität leidet unter den Beschwerden. Sie können Ihre Speisen und Getränke nicht mehr genießen.

Medikamente gegen Sodbrennen: das verschreibt der Arzt

Nicht immer gelingt es, Sodbrennen mit Hausmitteln und einer veränderten Lebensweise zu bekämpfen. Dann kann Ihnen Ihr Arzt wirksame Medikamente verschreiben, um Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Sogenannte Protonenpumpenhemmer können die Magensäureproduktion zurückfahren. Häufig werden sie auch als Säurehemmer oder Säureblocker bezeichnet. In einer niedrigen Dosierung können Sie entsprechende Präparate auch in der Apotheke ohne Rezept erhalten. Dazu gehören Omeprazol und Pantoprazol.

Dann gibt es noch die H2-Rezeptorblocker, die eine Bremsung der Magensäureausschüttung bewirken. Arzneimittel, die zu der Gruppe der Antazida gehören, neutralisieren wiederum die Magensäure.

Wie Sie sehen, gibt es einige Präparate, die Ihnen mit Ihren Beschwerden helfen können. Zunächst sollte jedoch immer versucht werden, ohne Medikamente auszukommen. Ihr Arzt kann Sie dahingehend beraten und feststellen, welche Ursachen Ihre brennenden Schmerzen begünstigen.

Fazit

 

Sodbrennen ist ein lästiges aber weit verbreitetes Phänomen. Die brennenden Schmerzen hinter dem Brustbein entstehen, wenn säurehaltiger Mageninhalt in die Speiseröhre fließt. Eigentlich verhindert das ein spezieller Schließmuskel, auch Sphinkter genannt.

Die Funktion des Schließmuskels kann durch verschiedene Ursachen beeinträchtigt sein. Dazu gehören Grunderkrankungen, ungünstige Lebensgewohnheiten und Hormonumstellungen sowie Medikamenteneinnahmen.

Gelegentliches Sodbrennen ist nicht weiter schlimm. Anhaltende Beschwerden können jedoch Folgeerscheinungen, wie eine Speiseröhrenentzündung, nach sich ziehen.

Mit verschiedenen Hausmitteln können Sie die unangenehmen Beschwerden bekämpfen. Spezielle Lebensmittel wie Milch, Bananen, Nüsse, Sellerie und Leinsamen haben sich laut Erfahrungsberichten bewährt.

Zudem können Natron, Heilerde und Kräutertees hilfreich sein. Zu den Tricks, um Sodbrennen zu bekämpfen, gehören Rollkuren mit Kamillentee und Kaugummi kauen.

Am effektivsten ist es jedoch, den Grund für das Sodbrennen zu hinterfragen anstatt die Symptome zu bekämpfen. Mit kleinen Veränderungen im Alltag können Sie den unangenehmen Beschwerden zu Leibe rücken.

Hinterfragen Sie Ihre Trink- und Essgewohnheiten und bevorzugen Sie fett- und säurearme Lebensmittel sowie Getränke. Bewegen Sie sich ausreichend und achten Sie auf Ihre Linie. Schließlich kann auch Übergewicht die Entstehung von Sodbrennen begünstigen.

Die passende Kleidung und das Vermeiden von Alkohol sowie Tabak können Ihren Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre bei seiner Arbeit unterstützen.

Nicht zuletzt sollten Sie Stress vermeiden, denn dieser kann die Magensäureproduktion ankurbeln.

Wenn Sie unter anhaltenden oder besonders ausgeprägten Beschwerden leiden, lohnt sich ein Besuch beim Arzt. Er kann feststellen, warum Sie wiederkehrend unter Sodbrennen leiden und Ihnen bei Bedarf ein Medikament verschreiben.

Quellen:

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3 Kommentare zu „Sodbrennen – was hilft? Die besten Tipps und Soforthilfe“

  1. Vielen Dank für die Tipps zum Thema Sodbrennen. Meine Schwester leidet seit längerem unter starkem Sodbrennen und hat bald einen Termin bei einem Facharzt für Innere Medizin. Gut zu wissen, dass Sodbrennen durch eine Grunderkrankung wie zum Beispiel Reizmagen oder Zwerchfellbruch verursacht werden kann.

  2. Vielen Dank für den Beitrag zum Thema Sodbrennen. Mein Onkel muss zum Arzt für innerer Medizin, weil er seit einigen Monaten an schwerem Sodbrennen leidet. Gut zu wissen, dass das Rauchen Sodbrennen begünstigen und verstärken kann.

  3. Danke für diesen Beitrag zum Thema Sodbrennen. Interessant, dass der Verband Deutscher Internist angibt, dass Milch und Quark gute Mittel dagegen sind, da das Eiweiß den Speisebrei neutralisieren soll. Ich denke, wenn das Sodbrennen öfter auftritt, sollte man mal einen Arzt aufsuchen.

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