Schwaches Bindegewebe

Schwaches Bindegewebe: Ursachen + wirksame Tipps

Inhaltsverzeichnis

Ein schwaches Bindegewebe kann jeden treffen. Die Wahrscheinlichkeit für Winkearme und Oberschenkel mit Orangenhaut nimmt jedoch im Alter entscheidend zu. Die gute Nachricht ist, dass Sie sich mit den Dellen nicht einfach abfinden müssen. Mit einfachen Umstellungen im Alltag tun Sie nicht nur etwas für Ihren Organismus, sondern auch speziell etwas für Ihre Hautschichten.

Wir verraten, warum Kollagen die Schlüsselsubstanz bei Bindegewebsschwäche ist. Zudem geben wir Tipps, wie Sie schwaches Bindegewebe stärken können.

Bindegewebe: Aufgaben

Lockeres Bindegewebe

Das Bindegewebe wird häufig in Verbindung mit Jugendlichkeit und Schönheit erwähnt. Allerdings sorgt das Bindegewebe nicht nur dafür, dass wir gut aussehen.

Es stellt außerdem ein flexibles Stützkorsett in Ihrem Körper dar. Die weichen Organe sind auf stabile Strukturen angewiesen. Genau diese bekommen sie durch das Bindegewebe.

Es ist faszinierend. Bindegewebszellen können an allen Organen nachgewiesen werden. Auch Muskeln, Faszien, die äußeren Hautschichten und sogenannte Organhüllen wie der Herzbeutel sind damit ausgestattet. Mit Blick auf Ihr Gewebe sind Kollagenfasern die Schlüsselsubstanz. Dazu später mehr.

Daran erkennen Sie ein schwaches Bindegewebe

Eine Bindegewebsschwäche macht sich in erster Linie als kosmetisches Problem bemerkbar. Wenn Ihr Bindegewebe an Elastizität und Spannkraft einbüßt, können die Anzeichen an der Haut abgelesen werden.

Zu den häufigsten Symptomen einer Bindegewebsschwäche zählen Dellen, Besenreiser und Dehnungsstreifen. Auch Krampfadern können auftreten. Die Veränderungen zeichnen sich aber nicht nur an Ihrem größten Organ, der Haut, ab.

Auch in Ihrem Körper gibt es Umstellungen. Wenn es zur Erschlaffung des Bindegewebes kommt, steigt das Risiko von einer Organsenkung im kleinen Becken. Frauen können dann unter Blasenschwäche leiden. Lässt das Stützskelett bei Männern nach, drohen Leistenbrüche.

GUT ZU WISSEN!

Zuzusehen, wie Ihr Körper Orangenhaut, Dehnungsstreifen am Oberschenkel und Besenreisern das Feld überlässt, ist nicht einfach. Medizinisch gesehen besteht jedoch zunächst kein Grund zur Sorge.

Sollten Sie jedoch bemerken, dass Ihr Beckenboden sehr geschwächt ist, kann es sinnvoll sein, einen Arzt hinzuzuziehen.

Schlüsselsubstanz der Haut: Kollagen

Ihr Gewebe ist genauso wie andere Bestandteile Ihres Körpers auf Baustoffe angewiesen. Das Bindegewebe setzt vor allem auf Kollagenfasern. Laut Experten sind sie es, die das Bindegewebe elastisch und straff halten.

Die Kollagenbildung ist in jüngeren Jahren noch kein Problem. Mit zunehmendem Alter geht der Produktion allerdings die Puste aus. Nun ist der Körper darum bemüht, Kollagen nur noch an wichtigen Körperstellen einzubauen. Das Augenmerk liegt hier auf dem Herzen und Gefäßen. Haut und Muskeln müssen allerdings das Nachsehen haben.

Somit handelt es sich bei den unschönen Dellen (Cellulite) auf Ihrer äußeren Hülle, um eine normale Entwicklung. Eine Bindegewebsschwäche ist demnach keine Erkrankung. Dehnungsstreifen, Cellulite an den Oberschenkeln oder am Po sind weniger Symptome, sondern vielmehr Alterungsanzeichen.

GUT ZU WISSEN!

Es gibt erblich bedingte Kollagenmangelerkrankungen. Dazu zählt das Marfan-Syndrom. Die Erkrankung kann bereits bei Kindern diagnostiziert werden.

Bindegewebsschwäche: Ursachen

Bindegewebe stärken

Warum die Haut nicht mehr straff und elastisch ist, kann verschiedene Gründe haben. Tatsächlich sind sich Experten aber noch nicht 100 % einig, was die Symptome einer Bindegewebsschwäche hervorruft. Neben Alterungsprozessen kann auch Übergewicht bei Frauen eine Rolle spielen.

Laut Informationen kann Cellulite und Co. vor allem auf folgende Ursachen zurückgeführt werden.

  1. Genetische Veranlagung: Wie die Darstellung des Gewebes an Oberarmen und den Augen ist, scheint zu einem großen Anteil genetisch bedingt zu sein. Wenn Ihre Mutter oder Ihr Vater über schwaches Bindegewebe geklagt haben, ist es auch wahrscheinlicher, dass Sie unter Cellulite leiden.
  2. Hormone: Tatsächlich gibt es so etwas wie Anti-Cellulite-Hormone. So sorgen Östrogen und Progesteron dafür, dass das Bindegewebe von Frauen straff bleibt. Die Wechseljahre führen allerdings dazu, dass der Östrogenspiegel entscheidend sinkt. Dann machen sich nicht nur Anzeichen innerhalb, sondern auch außerhalb des Körpers bemerkbar. Eine Schwächung des Bindegewebes an Po, Oberschenkel und mehr wird nun wahrscheinlicher.
  3. Medikamente: Die Behandlung mit Arzneimitteln kann bei Menschen zu schwachem Bindegewebe führen. Wenn Sie oder Ihr Partner festes Bindegewebe eingebüßt haben, kann das zum Beispiel an der Antibabypille oder an Cortison liegen. Männer und Frauen, die ein schwaches Bindegewebe an den Oberschenkeln oder am Po beobachten, sollten ihre eventuell vorhandene Medikation hinterfragen.

Schwaches Bindegewebe stärken: die besten Tipps

“Ich habe schwaches Bindegewebe”. Dieser Satz klingt nach einer plausiblen Erklärung, warum die Haut am ganzen Körper nicht mehr so frisch und straff aussieht. Dabei handelt es sich keineswegs um eine Ausrede.

Tatsächlich verändert sich Ihre Haut im Laufe des Lebens und macht Platz für Tränensäcke, Besenreiser, Krampfadern, Dellen und Co. Was wenig schmeichelhaft klingt, ist kein unumstößliches Schicksal.

Wir zeigen Ihnen Tipps, die vielen Menschen dabei geholfen haben, das Gewebe optisch straffer aussehen zu lassen.

Tipp 1: Ausgewogene Ernährung

Schwaches Bindegewebe was hilft wirklich

Während Kollagen für ein festes Gewebe sorgt, setzt sich Elastin dafür ein, dass die Haut in Form bleibt. Damit die Produktion der beiden Substanzen aufrechterhalten werden kann, ist der Körper auf Nährstoffe angewiesen. Diese liefern in erster Linie Obst und Gemüse. Besonders empfehlenswert zur Vorbeugung von Bindegewebsschwäche sind folgende Lebensmittel: Brokkoli, Beeren, Haferflocken, Nüsse und Lachs.

GUT ZU WISSEN!

Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören nicht nur Nährstoffe wie Vitamin C. Laut Informationen ist vor allem die Flüssigkeitsaufnahme wichtig. Ernährungsexperten raten dazu, täglich zwei Liter Wasser und mehr zu trinken.

Tipp 2: Sport

Sie haben es bestimmt geahnt, dass Sport zu den wirksamsten Methoden gehört, um das Bindegewebe zu festigen. Ihr Bindegewebe braucht Anreize, damit es elastisch bleibt. Die Nutzung von Sportangeboten sorgt für Aktivität und bringt das Bindegewebe auf Touren.

Legen Sie Ihr Augenmerk auf Ausdauersportarten wie Radfahren oder Schwimmen. Diese zählen obendrein zu den knieschonenden Sportarten. Perfekt wäre es, wenn Sie das Angebot durch muskelkräftigendes Training ergänzen würden. Schließlich nimmt Muskelmasse Fettzellen im wahrsten Sinne des Wortes Platz weg. Wie wäre es mit Aquajogging oder Gymnastik?

GUT ZU WISSEN!

Sport sorgt für eine gute Durchblutung. Eine gute Durchblutung lässt Ihre Haut frisch, gesund und jugendlich erscheinen. Kleiner Zusatztipp: Sport mit dem Partner ist besonders motivierend.

Tipp 3: Wechselduschen

Wechselduschen sind ebenfalls sinnvoll bei einer Bindegewebsschwäche. Im Vordergrund steht hier, die Durchblutung zu fördern. Duschen Sie zunächst wie gewohnt. Anschließend richten Sie den Duschstrahl auf die betreffenden Stellen. Stellen Sie die Temperatur von warm langsam auf kalt um. Danach wechseln Sie wieder auf warm. Planen Sie fünf Durchgänge ein.

Was bringt Hyaluron bei Bindegewebsschwäche?

Bei Hyaluronsäure handelt es sich um eine körpereigene Substanz. Als Feuchtigkeitsmagnet hilft sie dabei, Wasser zu binden. Außerdem ist sie Bestandteil der Grundsubstanz, wenn es um das Bindegewebe geht.

Häufig wird dazu geraten, Hyaluronsäure bei schwachem Bindegewebe einzunehmen. Zwar gibt es keinen eindeutigen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass oral eingenommenes Hyaluron die Dellen lindert, Erfahrungsberichte fallen aber oft positiv aus.

Sie müssen also selbst für sich herausfinden, ob Hyaluronsäure bei Bindegewebsschwäche hilfreich ist. Wenn Sie einen Versuch wagen möchten, ist es wichtig, auf ein qualitativ hochwertiges Präparat zu setzen.

GUT ZU WISSEN!

Hyaluronsäure hat praktisch keine Nebenwirkungen, da es natürlich in Ihrem Körper vorkommt. Unerwünschte Zusatzstoffe können jedoch zu Nebenwirkungen führen.

Cellulite bekämpfen: Lassen Sie sich beraten

Bindegewebe straffen

Setzt Sie Ihr neues Äußeres unter Druck? Haben empfehlenswerte Produkte nicht die erwünschte Wirkung gebracht? Die Ernährung hat nicht zu wesentlichen Verbesserungen geführt? Vielleicht sind Sie deshalb sehr anfällig für Bilder und Video(s), die Vorher-Nachher-Effekte von Cellulite-Behandlungen zeigen. Tatsächlich ist es möglich, mit verschiedenen Methoden die Ausprägung der Dellen zu vermindern.

Folgende Behandlungen sind besonders beliebt:

  • Reizstrom
  • Ultraschall
  • Tieferwärme mit Infrarot
  • Endermologie
  • Cellulipolyse
  • Lymphdrainage
  • Body-Wrapping

Bevor Sie sich für eine Methode entscheiden, sollten Sie mehr zum Thema in Erfahrung bringen. Ein Facharzt kann Ihnen die Inhalte der Behandlungen und mehr zu den Kosten verraten.

Fazit

 

Eine gewisse Bindegewebsschwäche gehört zur Hautalterung dazu. Allerdings kann ein schwaches Bindegewebe nicht nur Ihre Haut verändern, sondern auch die Organe belasten. Ein Leistenbruch oder eine Blasenschwäche können die Folge sein.

Schlägt Ihnen die Bindegewebsschwäche auf die Organe, sollten Sie einen Arzt hinzuziehen. Ansonsten sind die unschönen Dellen, Krampfadern und Besenreiser unbeliebte Gäste, die unter die Kategorie “kosmetisches Problem” fallen.

Mit Sport, einer ausgewogenen Ernährung und Wechselduschen können Sie im Alltag etwas für straffes Bindegewebe tun. Auch kosmetische Behandlungen mit Ultraschall und Tieferwärme sind möglich.

Mehr zum Thema verrät Ihnen ein Facharzt oder eine Kosmetikerin. Bevor Sie die Cellulite mit kostenintensiven Behandlungen bekämpfen, ist Hyaluronsäure einen Versuch wert. Hyaluron Kapseln stellen die Substanz zur Verfügung, die dem Bindegewebe womöglich unter die Arme greifen kann.

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