Knieschmerzen

Knieschmerzen: Ursache, Diagnose, Therapie + SOS Tipps

Inhaltsverzeichnis

Knieschmerzen gehören zu den häufigsten Schmerzerlebnissen überhaupt. Verschiedene Ursachen führen dazu, dass das Gelenk oder der Umgebungsbereich schmerzt.

Eine Überlastung, Krankheit oder Verletzung kann Knieprobleme auslösen. Knieschmerzen sollten Sie immer ernst nehmen.

Wir widmen uns heute dem großartigen Gelenk und verraten, was hinter den Schmerzen stecken kann. Zudem geben wir einen Überblick über Therapieoptionen und verraten Ihnen SOS-Tipps zur schnellen Beschwerdelinderung.

Knieschmerzen: Symptome

Knieschmerzen innen

Wer an Knieschmerzen denkt, dem fallen zunächst dumpfe oder stechende Schmerzen hinter der Kniescheibe ein. Tatsächlich können die Beschwerden sich aber sehr vielfältig äußern. Zu dem Schmerzgeschehen können sich beispielsweise Umgebungsstrukturen auffällig zeigen. So kann eine Rötung oder Schwellung die Knieschmerzen begleiten.

Knieschmerzen können urplötzlich auftreten. Das beschreiben vor allem Läufer, nachdem sie ihre Kniegelenke einer großen Belastung ausgesetzt haben. Allerdings können Kniegelenke auch in Ruhe Beschwerden verursachen.

Während manche Menschen nur ab und zu an den Beschwerden leiden, geben einige Patienten an, dass der Schmerz dauerhaft besteht.

GUT ZU WISSEN!

Mediziner sprechen dann von chronischen Knieschmerzen, wenn die Beschwerden mindestens drei Monate am Stück anhalten.

Knieschmerzen: Ursachen

Knieschmerzen was tun

Wenn es um die Ursache von Knieschmerzen geht, muss ich ein wenig weiter ausholen. Schließlich gibt es vieles, was das Kniegelenk vor Herausforderungen stellt.

Im Praxisalltag fällt auf, dass die Gelenkbeschwerden vor allem durch Überlastung, Verletzungen, Krankheiten oder Fehlstellungen in Erscheinung treten. So können bei Betroffenen mit Schmerzen im Gelenk folgende Ursachen festgestellt werden:

1. Knieschmerzen durch Überbelastung

Ihr größtes Gelenk muss jeden Tag Herausforderungen meistern. Immer dann, wenn Sie aufstehen, sich hinsetzen, laufen, springen oder sprinten, wirkt eine große Last auf Ihre Kniescheibe ein. Nicht immer sind wir uns bewusst darüber, welche Folgen bestimmte Bewegungen haben.

So kommt es, dass Knieschmerzen beim Sport auftreten oder bei kräftezehrenden Arbeiten, die auf den Knien verrichtet werden. Wenn Sie Fliesenleger sind und einen Großteil des Tages auf den Knien verbringen, ist Ihr Risiko höher, später an Schmerzen im Kniegelenk zu leiden.

Auch beim Sport sind Kniebeschwerden häufig ein Thema. Sportarten, bei denen abrupt gestoppt wird, zum Beispiel Tennis, können einen Tribut vom Kniegelenk fordern. Bei Knieschmerzen ist es deshalb besonders wichtig, das eigene Verhalten zu hinterfragen.

2. Knieschmerzen durch Verletzungen

Das Kniegelenk arbeitet eng mit den Umgebungsstrukturen zusammen. Sehnen, Bänder und Knorpel leisten einen wichtigen Beitrag zu der Gelenkgesundheit. Erleidet das System durch Verletzungen eine Schwachstelle, können Schmerzen im Kniegelenk die Folge sein.

Neben unglücklichen Fehltritten werden vor allem sportliche Betätigungen als Verletzungsgrund angegeben. Verspüren Sie die Schmerzen im Knie nach einem konkreten Ereignis, wie einem Sportunfall, sollten Sie einen Mediziner aufsuchen.

Bildgebende Verfahren können dabei helfen, den Schmerz im Bereich des Knies auf den Grund zu gehen. Bei Verletzungen können bei den Betroffenen besonders häufig Prellungen, Zerrungen, Bänderrisse und Knochenbrüche festgestellt werden.

Auch offene Wunden oder eine Kniegelenkverdrehung kann zu Knieschmerzen führen. Übrigens: Auch bei jungen Menschen gibt es viele Gründe für Kniebeschwerden. Neben einem “Läuferknie” führen Verletzungen bei Jugendlichen besonders häufig zu Schmerzen im Bereich des Kniegelenkes.

3. Knieschmerzen durch Verschleißkrankheiten

Zu den Ursachen für Knieschmerzen zählen auch Erkrankungen. Diese können das komplexe Konstrukt innerhalb des Knies so verändern, dass Schmerzen entstehen.

Besonders häufig wird an dieser Stelle Arthrose genannt. Bei einer Arthrose kommt es zu einer degenerativen Veränderung im Kniegelenk. Schmerz und weitere Symptome sind die Folge. Wenn bei Ihnen eine Arthrose festgestellt wird, bedeutet das, das ein Gelenkverschleiß vorliegt.

Dazu müssen Sie wissen, dass Ihre Gelenke mit einem Knorpelüberzug ausgestattet sind. Dieser kann sich im Rahmen der Erkrankung abnutzen, sodass die Knochen ungeschützt aufeinander reiben.

4. Knieschmerzen durch Entzündungen

Entzündungen werden grundsätzlich negativ wahrgenommen, dabei erfüllen sie eine wichtige Funktion in Ihrem Körper. Durch entzündliche Prozesse können Krankheitserreger eliminiert werden. Zudem erhalten Sie das Signal, dass etwas im Inneren Ihres Knies nicht stimmt.

Chronische Schmerzen in Verbindung mit Entzündungsprozessen sind aber tatsächlich ein Problem. Sie können alle Strukturen in dem Mammutgelenk in Mitleidenschaft ziehen. Dazu gehören auch Sehnen und weitere Gelenkpartner.

Eine Entzündung kann vorübergehend sein oder chronisch bestehen. Letzteres ist der Fall, wenn bei Ihnen eine Krankheit vorliegt, die permanente Entzündungsprozesse unterhält. So verhält es sich beispielsweise bei einer rheumatoiden Arthritis.

Hierbei haben es die Immunzellen auf die Gelenkinnenhaut abgesehen. Durch den Angriff entzündet sie sich und gibt Entzündungsstoffe frei. Diese wiederum setzen dem Bindegewebe und dem Gelenkknorpel zu.

5. Knieschmerzen durch Fehlstellungen

Was häufig unterschätzt wird, sind Veränderungen in der Anatomie. Fehlstellungen der Füße oder Beine können auch für das Kniegelenk sehr belastend sein. Leiden Sie beispielsweise unter einem Knick-Senkfuß und wirken mit orthopädischen Einlagen nicht entgegen, kann es nach Jahren oder Jahrzehnten zu ausgeprägten Knieschmerzen kommen.

Das Gleiche kann passieren, wenn bei Ihnen ein O-Bein oder X-Bein besteht. Eine solche Veränderung führt dazu, dass nicht vorhergesehene Kräfte auf die übrigen Körperstrukturen einwirken. Das schließt das Kniegelenk, Gelenkpartner und Sehnen ebenso ein, wie Oberschenkel und Schienbein.

Sollte eine Veränderung in der Anatomie bei Ihnen festgestellt worden sein, ist es deshalb unbedingt notwendig, die Information Ihres Mediziners zu nutzen, um Kniebeschwerden vorzubeugen. Übrigens: Auch eine Fehlstellung im Bereich der Hüfte, kann zu Knieschmerzen beim Gehen und Ruhen führen.

Schmerzen im Knie: das kann sonst noch dahinterstecken

Knieschmerzen Joggen

Natürlich ist die oben erwähnte Liste nicht abschließend zu betrachten. Schließlich gibt es noch viel mehr Ursachen für Knieschmerzen. In diesem Abschnitt möchte ich Ihnen verraten, was Ihr Knie sonst noch quälen kann.

  • Entzündungen der Sehnen und Schleimbeutel: Das kann durch Verletzungen, Überbelastungen oder Infektionen geschehen.
  • Parapatellares Schmerzsyndrom: Dabei bemerken Sie Schmerzen im Kniegelenk, genauer gesagt hinter der Kniescheibe. Die Ursache ist in vielen Fällen unklar. Forscher vermuten eine Entzündung oder eine Fehlstellung der Kniescheibe hinter dem Schmerz.
  • Läuferknie: Treten die Knieschmerzen an der Außenseite Ihres Kniegelenks auf, und zwar immer dann, wenn Sie joggen? Dann kann das ein Hinweis auf ein Läufer-Knie sein. Dabei wird ein Faserzug gereizt, der sich außen am Oberschenkel befindet.
  • Baker-Zyste: Liegt eine Baker-Zyste bei Ihnen vor, ist die hintere Gelenkkapsel ausgestülpt. Das führt zu Schwellungen und Schmerzen.
  • Tumore: Nicht nur Verletzungen führen zu Schmerzen an der Kniescheibe. Auch Tumore können bei Bewegungen oder wenn Ihr Kniegelenk ruht, Schmerzen verursachen. Hierbei gibt es bösartige und gutartige Vertreter.
  • Osteonekrose: Wenn der Knochen nicht richtig ernährt wird oder Bakterien auf ihn einwirken, kann es zu einer Osteonekrose kommen. Dabei sterben bestimmte Knochenabschnitte ab. Schmerzen im Knie sind dabei vorprogrammiert.
  • Hämophilie: Auch eine Blutgerinnungsstörung kann die Orthopädie beschäftigen. Das klingt für Sie weit hergeholt? Aber nicht doch, denn wenn die Blutgerinnung wie bei einer Hämophilie (Bluterkrankheit) gestört ist, können Gelenkblutungen die Folge sein. Das kann zu einem dumpfen Schmerz hinter dem Gelenk führen.

GUT ZU WISSEN!

Auch die Psyche kann dem Kniegelenk zusetzen. Psychosomatische Ursachen können tatsächlich Knieschmerzen verursachen. Leider werden sie auch heute noch häufig nicht mit einbezogen.

Schmerzspezialisten widmen sich jedoch der ganzheitlichen Betrachtung der Symptome. Damit haben Sie eine gute Chance, dass die Ursachen Ihrer Knieschmerzen tatsächlich aufgedeckt werden, auch wenn sie psychischer Natur sind.

Zusammenfassung


Knieschmerzen können in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Sie werden als drückend, ziehend oder reißend empfunden. Es gibt zahlreiche Ursachen, die hinter Knieschmerzen stecken können. Besonders häufig liegen Verletzungen, Überlastungen oder Grunderkrankungen vor.

Kleiner Schmerzkompass: Lokalisation kann Ursache verraten

Knieschmerzen Innenseite

Ihr Kniegelenk kann Ihnen wichtige Hinweise darauf liefern, welcher Gelenkpartner Probleme macht. Diese Hinweise werden auch später bei der Untersuchung bzw. Diagnose herangezogen.

Außenseite des Knies:

  • Läuferknie
  • Außenbandverletzung
  • Verletzung des Außenmeniskus
  • Kniearthrose
  • falsches Schuhwerk
  • Fußfehlstellung (X-Beine)
  • Hohlfuß
  • Hüftarthrose

Innenseite des Knies:

  • Innenbandverletzung
  • Meniskus-Schaden
  • Kniearthrose
  • Fußfehlstellung (O-Beine)
  • falsches Schuhwerk
  • Knick-Senkfuß

Knieschmerzen im Bereich der Kniekehle:

  • Riss im Hinterhorn des Meniskus
  • Kniearthrose
  • Baker-Zyste

Knieschmerzen vorne:

  • Patelladysplasie
  • Gelenkverschleiß
  • Patellaspitzensyndrom (Jumper’s Knee)
  • Patellaluxation (Herausrutschen der Kniescheibe)

Leben mit Schmerzen: Jedes Gelenk ist einzigartig

Unabhängig von der Ursache der Knieschmerzen, sollten Sie sich bewusst machen, dass Ihr Gelenk einzigartig ist. Viele Menschen schimpfen verständlicherweise auf die mangelnde Mitarbeit ihres Kniegelenks. Allerdings ist ein Knie keine Maschine, die unermüdlich arbeiten kann.

Zwar ist die grundsätzliche Anatomie, also die Zusammenarbeit von Gelenk, Sehnen und Knorpeln gleich, aber die Belastbarkeit nicht. Während Ihr Körper schon nach wenigen Minuten Joggen an seine Belastungsgrenze kommt, können andere Menschen fast unermüdlich weiterlaufen.

Das liegt nicht zuletzt an Ihrem Gelenk innerhalb des Knies. Unser Rat: Geben Sie Ihrem Knie die Pflege, die es benötigt. Vielleicht ist es nicht dafür geschaffen, einen Marathon zu laufen. Mit ausreichend Pflege bekommen Sie allerdings die Schmerzen und die Ursache der Beschwerden häufig in den Griff.

Knieschmerzen: Diagnose

Am Anfang jeder Diagnose steht die Anamnese, auch als Arzt-Patienten-Gespräch bezeichnet. Ihr Mediziner wird Ihnen Fragen zu Ihrem Kniegelenk stellen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Folgende Fragen kommen dabei in Betracht:

  • Wie lange haben Sie schon Knieschmerzen?
  • Äußern sich die Knieschmerzen in Ruhe oder Bewegung?
  • Wie häufig leiden Sie unter Knieschmerzen?
  • Auf welchen Bereich begrenzen sich die Knieschmerzen?
  • Hat ein Orthopäde Vorerkrankungen bei Ihnen festgestellt?
  • Haben Sie sich Verletzungen zugezogen?
  • Machen Sie Sport?
  • Welcher beruflichen Tätigkeit gehen Sie nach?

Durch das Frage-Antwort-Spiel hat der Mediziner schon viel über Sie und Ihren Körper erfahren. Im Anschluss wird die körperliche Untersuchung durchgeführt. Dabei betrachtet der Arzt das Äußere Ihres Kniegelenkes. Das macht er, um festzustellen, ob Schwellungen oder Rötungen bestehen.

Vielleicht wird auch ein Hinweis auf eine Entzündung geliefert. Überwärmungen und Rötungen weisen auf Entzündungen Ihres Körpers hin.

Im weiteren Verlauf der Untersuchung führt Ihr Arzt Übungen mit Ihrem Kniegelenk durch. Durch Beugen und Strecken kann er die Beweglichkeit testen.

Vielleicht klagen Sie während der Übungen über Schmerzen oder Mobilitätseinschränkungen. Auch diese Angaben werden als Daten erfasst und zur Stellung der Diagnose herangezogen. Wie bereits oben beschrieben, gibt es Schmerzen mit Blick auf Gelenke, die Innen oder Außen auftreten.

Durch die genaue Betrachtung Ihres Kniegelenkes kann der Arzt so schon einen Rückschluss auf die mögliche Ursache ziehen. Der Verdacht kann nun mit bildgebenden Verfahren bestätigt werden.

Diagnose - bildgebende Verfahren

Knieschmerzen beim Beugen

Folgende Untersuchungen können die Diagnose-Stellung bereichern:

  • Ultraschall: Hier kann beurteilt werden, ob Sehnen und Bänder in Mitleidenschaft gezogen wurden.
  • Röntgen: Knochenbrüche oder Verschleißerscheinungen werden hier sichtbar.
  • Computertomografie: Durch die Anfertigung der Schichtaufnahmen kann der Arzt später Veränderung im Inneren Ihres Kniegelenks beurteilen.
  • MRT: Bei der Magnetresonanztomographie kann allerhand aufgedeckt werden. Schäden im Kniegelenk können sich damit nicht mehr verstecken. Auch eine Arthrose kann so sichtbar gemacht werden.
  • Szintigraphie: Sie zählt zu den nuklearmedizinischen Untersuchungen. Entzündungen und vergangenes Knochengewebe werden mit dem Verfahren sichtbar.

Diagnose: weitere Untersuchungen

Der Orthopäde nutzt bildgebende Verfahren als Zentrum der Diagnosestellung. Allerdings gibt es noch mehr, mit dem das Kniegelenk von innen und außen auf den Kopf gestellt werden kann. Bevor eine geeignete Schmerztherapie eingeleitet wird, müssen alle Ursachen, die im Inneren Ihres Körpers versteckt sind, aufgedeckt werden.

Dazu kann es nötig sein, dass Ihr Orthopäde folgende Untersuchungen einleitet:

Gelenkspiegelung

Mit einer Arthroskopie kann Ihr Orthopäde die Schäden in Ihrem Kniegelenk besser beurteilen. Dafür wird ein Instrument in das Kniegelenk eingeführt. Das gelingt mit einem kleinen Hautschnitt.

Das Untersuchungsinstrument verfügt über eine kleine Kamera, die Schäden zuverlässig aufzeichnet. Der Vorteil: Während einer Gelenkspiegelung können auch erste Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft werden. So lässt sich beispielsweise ein in Mitleidenschaft gezogener Meniskus glätten.

Blutuntersuchung

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Ihr Blut im Zentrum Ihrer Gesundheit steht? Vieles kann Ihr Arzt mit einer Blutprobe feststellen. Das ist auch mit Blick auf Ihre Kniescheibe interessant.

Schließlich lassen sich mit einigen Tropfen Blut Infektionen, rheumatische Erkrankungen und Autoimmunkrankheiten ausschließen. Diese können sowohl Kindern als auch Erwachsenen im Bereich des Kniegelenks gefährlich werden.

Gelenkflüssigkeits-Untersuchung

Innen, in Ihrem Kniegelenk, spielt sich vieles ab. Eine Untersuchung der Gelenkflüssigkeit kann die Frage beantworten, ob es krankhafte Veränderungen in der Zusammensetzung gibt. Dann können Bakterien oder Antikörper enthalten sein.

GUT ZU WISSEN!

Neben den klassischen Übungen und bildgebenden Verfahren, setzt Ihr Arzt bei Bedarf eine große Auswahl an Untersuchungsmethoden ein.

Sogar ein Abstrich aus dem Rachen kann notwendig sein. Hiermit kann ein rheumatisches Fieber ausgeschlossen werden. Eine Entnahme von Gewebe, auch Biopsie genannt, kann sinnvoll sein, um einen Tumor näher zu beleuchten.

Zusammenfassung


Die Art und Ausprägung der Schmerzen können erste Informationen zu der Ursache liefern. Mit einem Arzt-Patienten-Gespräch, einer körperlichen Untersuchung, bildgebenden Verfahren und Laboruntersuchungen kann der Ursache auf den Grund gegangen werden.

Knieschmerzen: Therapie

Knieschmerzen nachts

Die Behandlung von Knieschmerzen übernimmt in der Regel der Orthopäde. Unter Umständen kann es sinnvoll sein, andere Fachdisziplinen wie die Rheumatologie hinzuzuziehen. Bei der Behandlung ist es wichtig, dass die Strukturen nicht isoliert betrachtet werden. Die Kniescheibe ist demnach genauso wenig der einzige Übeltäter wie der Oberschenkel oder das Schienbein.

Das komplexe Konstrukt lebt von vielen Helfern, die allesamt mit in die Behandlung einbezogen werden müssen. Wenn Sie unter Schmerzen im Gelenk leiden, kommen verschiedene Behandlungsansätze zur Anwendung. Keine Sorge, nicht immer müssen es Medikamente sein. Generell gilt: Behandelt wird je nach Ursache.

Behandlung der Grunderkrankung

Gibt es eine ganz klare Diagnosestellung, gilt es die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln. Nur auf diese Weise kann der Gesundheit des Kniegelenks auf die Sprünge geholfen werden. Der Orthopäde wird Ihnen dazu eine geeignete Therapie vorschlagen.

Diese fällt je nach Grunderkrankung anders aus. Nicht immer kann auf Medikamente verzichtet werden. Liegen Entzündungen vor, ist es unter Umständen notwendig, entzündungshemmende Substanzen zu verabreichen. Bei starken Schmerzen kann Ihnen ein Schmerzmittel Linderung verschaffen.

Therapie der Verletzung

Eine offene Wunde wird zunächst gereinigt und dann bei Bedarf chirurgisch versorgt. Das ist wichtig, damit keine Infektionen das Kniegelenk befallen. Kommt es nach einer Verletzung zu Ergüssen rund um die Kniescheibe, kann eine Punktion sinnvoll sein.

Mithilfe einer Hohlnadel wird der Inhalt, also die angesammelte Flüssigkeit, entfernt. Haben wichtige Strukturen einen Schaden erlitten, können Bandagen und Schienen bei der Ausheilung helfen. Somit werden gleichzeitig die Schmerzen gelindert. Schließlich wird dem Gelenk nicht mehr so viel Spielraum bei der Bewegung gegeben.

Gezielte Bewegung

Auch die Gesundheit Ihres Kniegelenks ist auf Bewegung angewiesen. Allerdings muss es die richtige sein. Ihr Arzt kann Ihnen Übungen empfehlen, mit denen Sie die Muskulatur rund um Ihr Knie stärken können.

Das ist vor allem sinnvoll, wenn Sie über Kniescheiben verfügen, die sehr “locker” sind und eine hohe Flexibilität aufweisen. Auch das kann nämlich zu Beschwerden führen.

In Abhängigkeit von Ihren Knieschmerzen ist es empfehlenswert, physikalische oder krankengymnastische Übungen zu erlernen. Hierfür kann Ihnen Ihr Arzt im Rahmen der Behandlung eine Verordnung ausstellen.

Erweiterte Therapieoptionen

Nicht jedem Patienten mit Knieschmerzen hilft das Gleiche. Wenn Sie Schmerzen in Ihrem Knie haben, kann Ihnen auch eine Behandlung mit Ultraschall oder Reizstrom helfen. Medizinische Bäder werden ebenfalls häufig als wohltuend empfunden.

Nicht zu vergessen ist auch die Akupunktur. Sie hat das Ziel, Schmerzen zu lindern und die Durchblutung zu fördern. In vielen Erfahrungsberichten ist von einer positiven Wirkung im Bereich des Kniegelenks zu lesen.

GUT ZU WISSEN!

Der Schmerzspezialist Roland Liebscher Bracht weist darauf hin, das viele Knieschmerzen auf überspannte Muskeln und Faszien zurückzuführen sind. Laut Roland Liebscher Bracht sollte diesen Körperpartien mehr Aufmerksamkeit zukommen.

Was kann ich selbst tun, um Knieschmerzen zu behandeln?

Es ist stets ein guter Tipp, zu hinterfragen, welche Kräfte auf den Bereich Ihres Kniegelenks einwirken. Gehen Sie einem sehr belastenden Sport nach? Tragen Sie schwere Einkäufe? Die Reflexion des eigenen Alltags ist der erste Schritt, zur Beschwerdelinderung. Häufig gibt es vieles, was Sie selbst tun können, um die Kräfteeinwirkung zu reduzieren.

Folgende Tipps, möchte ich Ihnen zur Seite stellen:

  1. Übergewicht reduzieren: Jedes zusätzliche Kilo muss auch von Ihrem Kniegelenk mitgetragen werden. Das kann Knieschmerzen begünstigen oder verstärken. Wenn Sie über Schmerzen im Bereich des Kniegelenks klagen, sollten Sie daher Übergewicht reduzieren.
  2. Auf waghalsige Sportarten verzichten: Sie gehören zu den Adrenalinjunkies? Dafür ist Ihr Knie wahrscheinlich nicht dankbar. Um die Gesundheit Ihres Kniegelenks zu verbessern, sollten Sie sicherheitshalber auf riskante Sportarten verzichten. Tauchen Sie stattdessen in die Welt der entspannenden Bewegungsangebote ein. Auch wenn es ungewöhnlich für Sie klingt: Yoga und Wassergymnastik haben ihren Reiz. Richtig auspowern können Sie sich mit Radsport. Wichtig dabei ist allerdings, dass Sie sich, je nach Ursache der Beschwerden, nicht zu sehr verausgaben.
  3. Lassen Sie Ihre Füße kontrollieren: Viele Personen haben eine Fußfehlstellung und wissen nichts davon. Knieschmerzen wir damit eine gute Grundlage gegeben. Stellen Sie sich bei einem Orthopäden vor, damit nicht nur Ihr Knie, sondern auch Ihre Füße begutachtet werden können. Womöglich sind orthopädische Einlagen nötig. Diese werden zu einem großen Teil von der Krankenkasse übernommen. Übrigens: Auch richtiges Schuhwerk ist wichtig. Wenn Sie gerne Joggen, Walken oder Wandern, sollten Sie Ihre Schuhe den Begebenheiten anpassen. Lassen Sie sich im besten Fall in einem Fachgeschäft beraten und weisen Sie bereits dort auf Ihre Knieschmerzen hin.
  4. Hyaluronsäure in Erwägung ziehen: Hyaluronsäure kommt auf natürliche Weise in Ihrem Körper vor. Sie ist Bestandteil der Gelenkschmiere und sorgt für eine gute Viskosität der Flüssigkeit. Im Alter nimmt der Gehalt an Hyaluronsäure im Körper ab. Noch heute wird Hyaluronsäure in Form von Spritzen in das Gelenk verabreicht, um Beschwerden zu lindern und die Mobilität zu erhöhen. Dank biotechnologischer Verfahren, ist nun möglich, Hyaluronsäure auch in Kapsel- und Tablettenform einzunehmen.

Empfehlung unserer Autorin:

Jennifer Ann Steinort

Jennifer Ann Steinort
Dipl. Gesundheitsökonomin

MEINE EMPFEHLUNG!

Ich empfehle die Hyaluronsäuretabletten von Steiger Naturals. Das Produkt Steiger Intense hat sich zum Ziel gesetzt, die Gelenkbeschwerden zu vermindern.

Besonders überzeugt hat mich, dass das Unternehmen sich nicht nur für qualitativ hochwertige Inhaltsstoffe einsetzt, sondern auch für Nachhaltigkeit. Viele Kunden geben ihre guten Erfahrungen mit Steiger Naturals in Erfahrungsberichten wieder.

Meine ganz persönlichen Geheimtipps gegen Knieschmerzen

 

Auch ich habe lange unter Knieschmerzen gelitten. Einfache Änderungen in meinem Alltag haben bei mir Wunder bewirkt. Widmen wir uns zunächst der Nachtruhe. Die embryonale Schlafhaltung ist bequem, keine Frage.

Allerdings müssen Sie sich bewusst machen, dass Sie tagsüber häufig mit angewinkelten Beinen sitzen. Wenn Sie diese Haltung auch noch nachts einnehmen, kann sich der Bereich Ihres Kniegelenks überfordert zeigen.

Auch wenn es schwerfällt: Versuchen Sie auf dem Rücken ausgestreckt zu schlafen. Wenn Ihnen das nicht gelingt, probieren Sie zumindest die Beine nicht mehr anzuwinkeln. Das hat bei mir eine deutliche Besserung bewirkt.

Eine weitere einfache Umstellung im Alltag hat dazu geführt, dass sich mein Gelenk deutlich besser fühlt. Nun verzichte ich komplett darauf, die Beine übereinanderzuschlagen.

Auch dadurch wirken nämlich ungeahnte Kräfte auf Ihr Knie. Zusammengefasst heißt das: Eine korrekte Haltung beim Sitzen und eine entspannte Schlafposition können ebenfalls dabei helfen, die Schmerzen im Bereich des Kniegelenks deutlich zu reduzieren.

Bei mir hat’s geklappt, probieren Sie es doch auch einmal aus.

Zusammenfassung

 

Je nach Diagnose können unterschiedliche Therapieoptionen herangezogen werden. Neben einer medikamentösen Behandlung kann auch der Einsatz von Physiotherapie sinnvoll sein. Schließlich gelingt so eine Kräftigung der umgebenden Strukturen.

Zudem berichten viele Patienten von einem Erfolg mit Reizstromtherapie und Akupunktur. Ich kann Ihnen zudem den Rat geben, Ihren Alltag auf Stressoren für Ihr Knie hin zu untersuchen. Schlafen Sie nicht mit angewinkelten Beinen oder überschlagen häufig die Knie – auch das hilft dabei, Knieschmerzen zu vermeiden.

SOS Tipps bei Knieschmerzen

Auch wenn Sie alle vorbeugenden Tipps beherzigt haben, kann es zu Schmerzen in Ihrem Knie kommen. Dann ist es wichtig, dass Sie sich richtig verhalten, um den Knieschmerzen nicht noch mehr Futter zu liefern.

Dabei hat sich die sogenannte PECH-Regel bewährt.

  • P steht für Pause: Verordnen Sie Ihrem Knie Ruhe, um es zu schonen. Eine dauerhafte Schonhaltung sollten Sie allerdings vermeiden. Schließlich ist Ihr Gelenkknorpel auf Bewegung angewiesen. Nur so wird er genährt.
  • E steht für Eis: Wenn Sie Ihr Gelenk kühlen, können Sie dadurch Schmerzen lindern und Schwellungen entgegenwirken.
  • C steht für Compression: Schwellungen werden als sehr unangenehm empfunden. Wenn Sie einen Kompressionsverband mithilfe von elastischen Binden anfertigen, können Sie so eine Schwellung vermeiden.
  • H steht für Hochlagern: Legen Sie Ihr Kniegelenk hoch. Auf diese Weise verhindern Sie, dass sich Gewebeflüssigkeit in Ihrem Gelenk ansammelt.

"Ich halte es nicht mehr aus"- diese Schmerzmittel sind o.k.

Starke Knieschmerzen

Medikamente sollten nur im Bedarfsfall eingesetzt werden. Das bedeutet aber nicht, dass Sie daran sparen sollten, wenn Sie starke Schmerzen empfinden.

Bei akuten Knieschmerzen können nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) helfen. In Tablettenform oder als Gel sind sie einfach anwendbar und wirken schnell. Medikamente wie Ibuprofen oder Diclofenac erhalten Sie in einer geringen Dosierung in der Apotheke.

Ihr Knie kann gleich dreifach davon profitieren. Die Präparate wirken nämlich entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd.

Dann sollten Sie mit Knieschmerzen zum Arzt

Knieschmerzen, die länger andauern oder auf eine akute Verletzung zurückzuführen sind, sollten durch einen Arzt abgeklärt werden. Arthrose ist nur eine von vielen möglichen Erklärungen für die Knieschmerzen.

Schmerz in Verbindung mit Überwärmung, Rötung oder Schwellung kann ein Hinweis auf eine Entzündung sein. Diese sollte sehr ernst genommen werden. Schließlich kann diese nicht nur Knieschmerzen, sondern auch ernsthafte Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Entzündliche Prozesse können nämlich wichtige Strukturen zerstören.

Mein Tipp lautet daher: Gehen Sie lieber einmal zu viel als zu wenig zum Arzt. Ihr Knie wird es Ihnen danken.

Fazit

 

Schmerzen im Knie können in jedem Alter auftreten. Sie werden als stumpf, drückend, ziehend oder reißend beschrieben. Bei Jugendlichen und Personen im mittleren Alter führen häufig Überbelastungen oder Verletzungen zu den Schmerzen. Auch Grunderkrankungen wie Arthritis oder Arthrose können die lästigen Knieschmerzen auslösen.

Ihr Kniegelenk ist auf viele Mitspieler angewiesen. Nur die Zusammenarbeit zwischen dem Schienbein, Oberschenkel, zahlreichen Sehen und knöchernen Strukturen ermöglicht eine reibungslose Bewegung. Zeigt sich nur ein Akteur angegriffen, kann das weitreichende Folgen haben. Bei der Diagnosestellung ist es besonders wichtig, alle umgebenden Strukturen mit einzubeziehen. Wussten Sie, dass Knieschmerzen sogar psychosomatischer Natur sein können?

Bei der Diagnose wird nach einem ausführlichen Gespräch das Knie untersucht. Unter Umständen kommen auch bildgebende Verfahren wie MRT, Ultraschall oder Röntgen zum Einsatz. Daneben können auch Untersuchungen im Labor wertvolle Hinweise geben. Steht die Diagnose fest, muss zielgerichtet therapiert werden. Vielleicht wird Ihnen Ihr Arzt Medikamente oder eine Physiotherapie verschreiben.

Sie selbst können tätig werden, indem Sie Ihren Alltag auf Stressoren für Ihr Kniegelenk untersuchen. Vermeiden Sie einseitige Belastungen, Übergewicht und verletzungsreiche Sportarten. Im Akutfall kann Ihnen das Hochlagern und Kühlen helfen. Wenn Sie längere Zeit an Knieschmerzen leiden oder diese im Anschluss an einen Unfall auftreten, sollten Sie in jedem Fall einen Orthopäden aufsuchen.

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