Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen – Symptome, Ursachen, Behandlung

Inhaltsverzeichnis

Muskel- und Gelenkschmerzen sind häufig Ausdruck einer Überlastung. Allerdings kann das jeweilige Symptom auch auf Krankheiten hinweisen. Gelenkschmerzen kommen nicht selten von einer rheumatoiden Arthritis oder anderen Erkrankungen.

Wir blicken heute auf Symptome, Ursachen und Behandlung von Gelenkschmerzen.

Der Bewegungsapparat - ein Wunder der Natur

Der Bewegungsapparat mit den dazugehörigen Gelenken leistet jeden Tag unglaubliches. Egal, ob körperliche Höchstleistungen oder alltägliche Bewegungen: Gelenke sorgen für Beweglichkeit und Spaß an Aktivität.

Es gibt jedoch verschiedene Erkrankungen, die Gelenken zur Last fallen können. Nicht selten gehen sie mit Gelenkentzündungen einher, die z. b. Rückenschmerzen auslösen.

Darüber hinaus nagt der Zahn der Zeit am Bewegungsapparat. Den natürlichen Verschleiß können Sie bereits ab 50 Jahren wahrnehmen, Leistungssportler sogar deutlich eher.

Wann Ihr Körper sich das erste Mal mit Schmerzen in den Gelenken meldet, ist ganz unterschiedlich. Während manche Menschen bereits in jungen Jahren, zum Beispiel durch Fußfehlstellungen regelmäßig über Knieschmerzen klagen, sind die Gelenke bei anderen Personen bis ins hohe Alter voll funktionsfähig.

Gelenke: Aufbau

Gelenkschmerzen am ganzen Körper

Etwa 20 Millionen Menschen hierzulande leiden unter Gelenkschmerzen. Um besser verstehen zu können, wie es zu den unangenehmen Schmerz kommt, möchte ich mit Ihnen erforschen, wie Gelenke eigentlich funktionieren.

Damit eine reibungslose Bewegung ermöglicht werden kann, braucht es folgendes:

  • Gelenkkapsel
  • Gelenkspalt
  • Gelenkschmiere
  • Gelenkknorpel
  • Schleimbeutel
  • Muskeln
  • Sehnen

Bei einem Gelenk handelt es sich um ein ausgeklügeltes System. Nur wenn alle Komponenten gut zusammenarbeiten, bleibt der Gelenkschmerz aus und die Beweglichkeit kann sichergestellt werden.

Grundsätzlich sind alle Knochen in Ihrem Körper durch Gelenke verbunden. Diese wiederum setzen auf Bänder, Muskeln und Sehnen, um sie stabil und flexibel halten zu können. Schauen wir uns die unterschiedlichen Bestandteile rund um das Gelenk einmal näher an.

Die Gelenkkapsel zum Schutz

Die Gelenkkapseln in Ihrem Körper bestehen entweder aus dünnen oder kräftigen Fasern. Manchmal sind sie auf die Hilfe von Bändern angewiesen, um genügend Stärke zu erlangen. Die Gelenkkapsel hat eine wichtige Aufgabe. Sie umschließt Ihre Gelenke und trägt zum Schutz eben dieser bei.

Gelenkspalt und Gelenkschmiere für die Schmerzfreiheit

Die Gelenkkapsel verfügt über eine Gelenkinnenhaut. Diese ist imstande, Gelenkflüssigkeit, auch als Synovia bezeichnet, abzusondern. Diese besondere Substanz wird im Gelenkspalt benötigt, um die Gelenkflächen mit einem dünnen Film auszustatten.

Auf diese Weise können Sie sich nicht nur gut bewegen, sondern Ihr Körper ist auch vor Gelenkschmerz gewappnet. Schließlich sorgt die Gelenkflüssigkeit dafür, dass die Gelenke nicht aufeinander reiben.

GUT ZU WISSEN!

Die Gelenkflüssigkeit kann ihre Konsistenz ändern. Wenn Sie Ihre Gelenke ausruhen, ist sie zäh. Bewegen Sie sich, wird sie dünnflüssig.

Der Gelenkknorpel verhindert Reibung

Die Knochen sind mit Gelenkflächen ausgestattet. Diese wiederum sind mit Gelenkknorpel überzogen. Dieser stellt ebenfalls einen wichtigen Bestandteil in Ihren Gelenken dar, denn er verhindert eine unangenehme Reibung zwischen den Knochen, die Schmerz zur Folge hätte.

Besonders interessant ist, dass der Gelenkknorpel nicht auf Ihr Blutgefäßsystem zurückgreifen kann. Da aber auch er ernährt werden will, nutzt er dafür die Gelenkflüssigkeit.

Schleimbeutel als wichtiges Polster

Einige Gelenke in Ihrem Körper besitzen Beutel, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Mediziner nennen sie Schleimbeutel oder Bursae. Auch sie tragen dazu bei, dass Knochen nicht auf anderen Bestandteilen z. B. Sehnen oder Muskeln reiben. Das würde ansonsten schwere Schäden verursachen.

Muskeln und Sehnen ermöglichen Bewegung

Die Skelettmuskeln sind über Ihren gesamten Körper verteilt. Die Natur hat sich dabei viele Gedanken gemacht, das System kann zurecht als sehr komplex bezeichnet werden.

Grundsätzlich ist ein Muskel mindestens über ein Gelenk gespannt und am Ende an einem Knochen befestigt, der zur Gelenkbildung beiträgt.

Mithilfe der Muskeln können Sie Ihr Gelenk bewegen. Das geschieht durch Anspannung und Entspannung.

Darüber hinaus erfüllen Sehnen einen wichtigen Zweck, sie ermöglichen die Befestigung der Muskeln an den Knochen. Sehnen besitzen die Fähigkeit, die Bewegung von Ihrem Muskel auf den Knochen zu übertragen.

GUT ZU WISSEN!

Muskel- und Gelenkschmerzen können dann auftreten, wenn etwas in dem fein aufeinander abgestimmten System nicht richtig funktioniert. Besonders häufig können Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis als Fehlerquelle ausgemacht werden.

Allerdings gibt es eine Vielzahl anderer Ursachen, die dem Gelenk zusetzt. Aus diesem Grund ist es wichtig, in einer Klinik eine eingehende Diagnose zu stellen.

Zusammenfassung


Ihr Gelenk ist auf die Mitarbeit umliegender Strukturen angewiesen. Besonders wichtig sind Sehnen, Muskeln, Schleimbeutel, Gelenkspalt, Gelenkknorpel und Gelenkkapsel.

Muskel- und Gelenkschmerzen: Symptome

Gelenkschmerzen Finger

Treten Muskel-und Gelenkschmerzen auf, ist Schmerz das Leitsymptom. Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen werden von Betroffenen als stechend, dumpf, ziehend oder reißend beschrieben.

Wie die Schmerzen ausfallen, ist ganz individuell. Manchmal treten sie nur kurz auf, um zu pausieren, sie sind also nicht von Dauer. In dem Fall sind die Schmerzen häufig an Belastung geknüpft.

Ausgeprägte Muskel- und Gelenkschmerzen können auch in Ruhephasen auftreten. Betroffene können dann nachts kein Auge zutun, weil die Beschwerden so groß sind.

Hinzu können sich andere Symptome gesellen wie Rötungen, Schwellungen und Überwärmung. Diese zusätzlichen Beschwerden können auf eine Gelenkentzündung hindeuten und sollten unbedingt abgeklärt werden.

Hier treten Gelenkschmerzen besonders häufig auf:

Auch wenn Knie und Rücken Spitzenreiter sind, wenn es um Gelenkschmerzen geht, bedeutet das nicht, dass andere Körperbestandteile nicht auch betroffen sein können.

Kann Rheuma als Ursache festgestellt werden, leiden Betroffene nicht selten unter Schmerzen an der Halswirbelsäule. Diese äußern sich vor allem, wenn Ihr Kopf zur Seite gedreht wird.

Ellbogen und Schultergelenke sowie Finger können ebenfalls Probleme machen. Auch hier kann Rheuma häufig als Übeltäter ausgemacht werden.

Gelenkschmerzen: Ursache

Muskel-und Gelenkschmerzen sind vielen Menschen ein Begriff. Im Anschluss an eine kräfteraubende Sporteinheit können sie auf eine Überlastung hinweisen. Nicht selten liegt die Ursache jedoch viel tiefer und ist nicht vorübergehend.

Wie bereits erwähnt, ist ein Gelenk in Ihrem Körper recht komplex aufgebaut. Deshalb bietet es auch viel Potenzial, um zu erkranken.

Folgende Erkrankungen/Ursachen können Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen auslösen:

  • Überlastung
  • Medikamente
  • Verletzung
  • Entzündungen
  • Verschleiß
  • Arthrose
  • rheumatoide Arthritis (zählt zu den rheumatischen Erkrankungen)
  • Gicht (zählt ebenfalls zu den rheumatischen Erkrankungen)
  • Morbus Bechterew
  • Gelenkschmerzen durch Lupus Erythematodes

Gerne möchte ich mit Ihnen an dieser Stelle herausfinden, warum die oben stehenden Erkrankungen oder Ursachen Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen zur Folge haben.

Gelenkschmerzen durch Überlastung

Sie möchten etwas für Ihre Gesundheit tun? Dann ist Bewegung stets ein guter Ratschlag. Insbesondere an der frischen Luft bleibt Ihr Körper auf diese Weise fit und Ihr Herz-Kreislauf-System in Schwung.

Unsere Gelenke machen jedoch nicht immer so mit, wie wir uns das wünschen. Auch wenn die Beweglichkeit noch gegeben ist, kann eine Überforderung des Bewegungsapparats Schmerzen zur Folge haben.

Patienten berichten davon, dass ihnen sportliche Aktivitäten, die früher nie ein Problem waren, mit dem Alter Beschwerden bescheren. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie die Signale Ihres Körpers ernst nehmen.

Kündigen sich Gelenkschmerzen an oder wissen Sie bereits, dass Ihnen eine ausgewählte Bewegung nicht gut tut, sollten Sie nach Alternativen Ausschau halten. Auf diese Weise fördern Sie weiterhin Ihre Gesundheit, nehmen aber Rücksicht auf das Wohlbefinden Ihres Gelenkknorpels.

Gelenkschmerzen durch Medikamente

Gelenkschmerzen Wechseljahre

Es mag zunächst verwunderlich klingen, aber Schmerzen im Bereich des Gelenks können auch durch Medikamente ausgelöst werden.

Es ist möglich, dass sie als Nebenwirkung einer Arzneimitteltherapie auftreten. Sehr häufig werden Gelenkschmerzen infolge einer Behandlung mit dem Aromatase-Hemmer Anastrozol beschrieben. Auch Interferone, die den Körper bei der Virusabwehr unterstützen sollen, können Schmerzen in den Gelenken auslösen.

Warum die Gelenkschmerzen auftreten, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Allerdings konnten Forscher herausfinden, warum Arzneimittel, die die Harnsäure-Konzentration erhöhen, Muskelschmerzen bzw. Gelenkschmerzen hervorrufen.

Ein vorbelasteter Patient kann mit der Einnahme einen Gichtanfall erleiden. Die schmerzhaften Schwellungen der Gelenke werden als sehr unangenehm beschrieben. Eine solche Wirkung auf das Gelenk werden Thiazid-Diuretika zugeordnet.

Gelenkschmerzen durch Verletzungen

Schmerzen in den Gelenken können selbstverständlich auch dann auftreten, wenn Verletzungen vorliegen. Wird ein Gelenk oder die umliegende Struktur geschädigt, kann das nicht nur Muskelschmerzen, sondern auch Gelenkschmerzen auslösen.

Verletzungen am Gelenk, den Sehnen oder Muskeln gehören in Behandlung. Nicht zuletzt deshalb, weil sich ansonsten Entzündungen ergeben können, die das Gelenk weiter reizen. Warten Sie daher nicht und begeben Sie sich in eine Klinik, die die Suche nach der Ursache aufnimmt.

Gelenkschmerzen durch Entzündungen

Bei einer Entzündung handelt es sich grundsätzlich um eine erwünschte Reaktion Ihres Körpers. Entzündungen weisen darauf hin, dass etwas nicht stimmt und eine Behandlung notwendig ist.

Entzündungen können durch Krankheiten wie Arthritis ausgelöst werden. Allerdings können auch Bakterien, Viren oder eine mechanische Reizung eine Entzündung begünstigen.

Da entzündliche Prozesse dem Gelenk und umliegenden Strukturen großen Schaden zufügen können, sollten Sie in jedem Fall begutachtet und bei Bedarf behandelt werden.

Werden Sie in jedem Fall hellhörig, wenn die Gelenke eine große Wärme ausstrahlen, gerötet oder geschwollen sind. Das alles kann auf Gelenkentzündungen hindeuten.

Gelenkschmerzen durch Verschleiß

Das Alter bringt so manche unschöne Themen mit sich. Auch ein Gelenk kann mit der Zeit ins Visier der Alterungsprozesse geraten. Viele ältere Menschen berichten über Schmerzen im Gelenk z. B. im Bereich der Knie, Fuß oder Finger.

In einem gewissen Umfang ist das normal und fällt unter die Kategorie “Verschleiß”. Sie können jedoch vieles dafür tun, um die Fähigkeiten Ihres Bewegungsapparats auch im hohen Alter zu nutzen.

Eine nährstoffreiche Ernährung und viel Bewegung gehören unbedingt dazu. Auch wenn Gelenkschmerzen auf einen altersgerechten Verschleiß hindeuten, sollten Sie unbedingt eine Diagnose vom Arzt stellen lassen. So wird ausgeschlossen, dass es sich um ernste Probleme mit Hüfte, Finger und Co. handelt.

Gelenkschmerzen durch Arthrose

Bei den Themen rund um Alterungsprozesse darf Arthrose nicht fehlen. Dabei handelt es sich um eine degenerative Gelenkerkrankung, die vorzugsweise im höherem Alter auftritt.

So leiden 40 % der 60 bis 70-jährigen unter Arthrose. Die Diagnose geht mit Gelenkschmerzen und mangelnder Beweglichkeit einher.

Die Abnutzung der Gelenke sollte in jedem Fall als Quelle der Gelenkschmerzen bestätigt oder ausgeschlossen werden. Hier lohnt sich nämlich eine zügige Therapie.

Gelenkschmerzen durch rheumatoide Arthritis

Die rheumatoide Arthritis wird umgangssprachlich auch als Rheuma bezeichnet. Sie zählt zu der Gruppe der rheumatischen Erkrankungen und stellt eine der häufigsten permanenten Entzündungen dar, wenn es um Gelenke geht.

Die rheumatoide Arthritis gehört darüber hinaus zu den Autoimmunerkrankungen. Der Körper greift demnach wie bei anderen Autoimmunerkrankungen körpereigene Strukturen an. Auf diese Weise kommt es zu der Gelenkentzündung.

Typischerweise sind mehrere Gelenke beider Körperhälften betroffen. Besonders häufig die Hände, genauer gesagt die Finger. Patienten geben an, dass die Gelenke schmerzen, warm sind und Schwellungen aufweisen.

Auch allgemeines Unwohlsein ist nicht selten bei Rheuma. Im weiteren Verlauf können sich die Gelenke infolge der Erkrankung verformen und versteifen. Das kann zu großen Einschränkungen im Alltag führen. Auch in diesem Fall ist ein Besuch in einer Gelenk-Klinik anzuraten, um der rheumatoiden Arthritis (Rheuma) Einhalt zu gebieten.

Gelenkschmerzen durch Gicht

Gicht wird häufig mit Arthrose und Rheuma in einen Topf geworfen. Allerdings müssen die Erkrankungen voneinander unterschieden werden.

Während Arthrose eine degenerative Erkrankung des Gelenks ist, zählen sowohl Rheuma als auch Gicht zu den rheumatischen Krankheiten.

Allerdings nimmt Gicht eine Sonderrolle ein, denn hier wird die Gelenkentzündung nicht durch das Immunsystem gesteuert, sondern durch ein Problem mit dem Stoffwechsel. Abgelagerte Harnsäurekristalle sorgen für die Gelenkentzündungen und Schmerzen bei Gicht.

Gelenkschmerzen durch Morbus Bechterew

Genau wie bei der rheumatoiden Arthritis kommt es bei Morbus Bechterew zu einer Entzündung im Organismus. Patienten klagen insbesondere über Schmerzen im Rückenbereich.

Als Folge der Erkrankung kann sich die Wirbelsäule versteifen, was nicht nur weitere Schmerzen, sondern auch eine Veränderung im Gangbild hervorruft.

Um Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen weitestgehend in den Griff zu bekommen, kann auch hier der Besuch in einer Gelenk-Klinik sinnvoll sein.

Gelenkschmerzen durch Lupus Erythematodes

Während Sie diesen Artikel lesen, fällt Ihnen bestimmt auf, dass häufig Entzündungen, wie sie bei Rheuma auftreten können, ursächlich für die Gelenkschmerzen sind.

Das ist auch bei der Erkrankung Lupus erythematodes der Fall. Die Erkrankung verläuft ebenfalls chronisch entzündlich und zählt zu den Autoimmunerkrankungen. Betroffen sind das Bindegewebe, die Gelenke, die Haut, die Schleimhäute, die Nieren und sogar die Wände der Blutgefäße.

Es gibt noch eine Vielzahl anderer Autoimmunerkrankungen, die in Verbindung mit Gelenkschmerzen auftritt. So zum Beispiel die Psoriasis Arthritis. Hierbei liegt eine Schuppenflechte vor, die in Zusammenhang mit Gelenkschmerzen gebracht werden kann.

Gelenkschmerzen: Diagnose

Muskel und Gelenkschmerzen

Schmerzen in den Gelenken sind lästig. Viele Menschen haben damit tagtäglich Berührung und so kommt es, dass die Beschwerden als normale Alterserscheinung abgetan werden.

Um eine Schmerzlinderung zu erreichen, ist jedoch eine Diagnose wichtig. Nicht immer kann eine Heilung in Aussicht gestellt werden. Die Überprüfung des Gelenks stellt allerdings sicher, dass behandlungsbedürftige Krankheiten als Ursache anerkannt werden. Auf diese Weise wird ganz erheblich zur Schmerzlinderung beigetragen.

Mediziner hinterfragen die Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen zunächst, indem sie die Krankheitsgeschichte erheben. Die sogenannte Anamnese hat das Ziel, Fragen zum Gesundheitszustand zu stellen umso mehr über die Schmerzen zu erfahren.

In dem Gespräch können bereits wertvolle Hinweise auf die Klinik der Symptome und die damit in Verbindung stehenden Krankheiten wie Rheuma oder Arthrose gesammelt werden.

Hierbei ist unbedingt Ehrlichkeit gefragt. Wenn Ihr Gelenk schmerzt, geben Sie das offen zu. Informieren Sie Ihren Arzt auch darüber, ob Wärme oder Kälte die Beschwerden verbessert und welche Medikamente Sie einnehmen.

Im Anschluss an die Anamnese erfolgt die körperliche Untersuchung. Hierbei werden Entzündungszeichen gesichtet. Eine Rötung, Schwellung oder Überwärmung deutet auf eine Gelenkentzündung hin.

Eine eingeschränkte Bewegung kann ein Hinweis auf eine Arthrose oder Arthritis sein. Die Bechterew Krankheit kann neben Arthritis ebenfalls zu unangenehmen Entzündungen und Schmerzen führen. Ein Mediziner kann in einem fortgeschrittenen Stadium eine Veränderung des Körpers feststellen.

Auch Laboruntersuchungen können sinnvoll sein, um eine Erkrankung einer Gruppe zuordnen zu können. Die Entzündungsparameter können z. B. auf Rheuma oder eine andere Erkrankung hinweisen.

Darüber hinaus kann eine bakterielle Infektion durch die Untersuchung der entsprechenden Parameter im Blut ausgeschlossen werden. Diese kann gefährlich für das Knie oder ein anderes Gelenk sein.

Bei Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen sind auch bildgebende Verfahren eine wertvolle Diagnosemaßnahme. Auf der einen Seite können sie Veränderungen im Bereich der Gelenke aufdecken. Diese zeigen sich beispielsweise bei einer vorliegenden Arthrose.

Auf der anderen Seite können MRT, CT und Co. Verdachtsdiagnosen bestätigen. Schließlich ist für eine zielgerichtete Therapie die Feststellung von Erkrankungen wie Arthrose oder Rheuma unbedingt wichtig.

Diagnosemaßnahmen in der Klinik auf einen Blick:

  • Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte)
  • körperliche Untersuchung
  • Laboruntersuchungen
  • Bildgebende Verfahren

Gelenkschmerzen: Behandlung

Die Schmerzen in den Gelenken müssen stets mit Blick auf die zugrunde liegende Ursache behandelt werden. Bei Verletzungen kann es notwendig sein, einen operativen Eingriff durchzuführen, um die Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen zu unterbinden.

Zeigt sich das Gelenk überfordert, können Umstellungen im Alltag dabei helfen, die Schmerzen einzudämmen.

Sind die Schmerzen im Knie und Co. eine Folge von speziellen Erkrankungen wie Rheuma oder Arthrose, ist es notwendig, einen individuellen Behandlungsplan zu erstellen.

Die Individualität ist deshalb so wichtig, da es verschiedene Stufen der Erkrankungen gibt. Jede Stufe erfordert eine andere Therapie. Darüber hinaus reagieren Menschen unterschiedlich auf Behandlungsmaßnahmen. Deshalb ist es empfehlenswert, den Behandlungsplan in der Klinik, falls nötig, regelmäßig anzupassen.

Bei Arthrose werden regelmäßige Bewegung und eine nährstoffreiche Ernährung empfohlen. Zudem sollte darauf geachtet werden, die Gelenke nicht zu überfordern. Ist das Gelenk stark geschädigt, kann ein Gelenksersatz erforderlich sein. Ihr Mediziner wird Sie darüber aufklären, in welchem Fall ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk sinnvoll ist.

Bei Erkrankungen, die im Zusammenhang mit entzündlichen Prozessen stehen, kann eine Therapie mit entzündungshemmenden Wirkstoffen sinnvoll sein.

Die Gabe der ausgewählten Arzneimittel hilft dabei, Schmerzen und Entzündungen in den Gelenken in den Griff zu bekommen.

Zusammenfassung

 

Patienten beschreiben Gelenkschmerzen als ziehend oder dumpf. Dazu können sich verschiedene Entzündungsanzeichen wie Rötung, Überwärmung oder Schwellung gesellen.

Mediziner nutzen unterschiedliche Diagnosemöglichkeiten. Dazu zählen bildgebende Verfahren oder Laboruntersuchungen. Steht die Diagnose fest, wird entsprechend behandelt. Entzündungshemmende Substanzen und Physiotherapie können dabei eine große Rolle einnehmen.

Welcher Arzt bei Schmerzen im Gelenk?

Viele Menschen mit schmerzenden Gelenken sind sich unsicher, welcher Arzt sich den Beschwerden annimmt. Sie können zunächst Ihren Hausarzt aufsuchen und ihm Ihre Symptome schildern. Er kann Sie dann an einen Orthopäden überweisen.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, direkt einen Facharzt für Orthopädie aufzusuchen. Er ist mit den verschiedenen Ursachen für Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen vertraut.

Darüber hinaus gibt es vielerorts eine spezielle Gelenk-Klinik. Solche Einrichtungen haben sich auf das Gelenk und die spezifischen Schmerzen spezialisiert. Der Vorteil dabei ist, dass hier häufig mehrere Fachdisziplinen zusammenarbeiten, um eine Therapie möglichst erfolgreich zu gestalten.

Die Gruppe der Schmerzmediziner ist hier häufig genauso vertreten wie Orthopäden und Chirurgen.

SOS Tipps bei Gelenkschmerzen

Mittel gegen Gelenkschmerzen

Sie schaffen es in den nächsten Tagen nicht zum Arzt oder haben regelmäßig mit Gelenkschmerzen zu kämpfen? Dann ist schnelle Hilfe gefragt. Mit unseren SOS Tipps bei Gelenkschmerzen können Sie die Beschwerden bei z.B. Arthrose lindern.

1.Wärme und Kälte:

Bestimmt haben Sie schon einmal einen Muskelkater gehabt. Daher wissen Sie bereits, dass Wärme und Kälte bei Beschwerden wie Muskelkater hilfreich sein kann.

Auch mit Blick auf Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen haben sich ausgewählte Temperaturen als lindernd erwiesen. Dabei gibt es allerdings eine Faustregel. Ein akut entzündetes Gelenk profitiert von Kälte. Dafür können Sie einen x-beliebigen Kühlpack nutzen.

Patienten mit chronisch entzündlichen Gelenken und Schmerzen als Folge, berichten davon, dass ihnen Wärme sehr gut tut. Eine Wärmflasche auf Ihr Gelenk zu legen, ist dann eine gute Idee.

2. Bewegung oder Schonung

Bei akuten Verletzungen ist Schonung angezeigt. Auf diese Art können Hüft- und Knieschmerzen reduziert werden. Auch viele Menschen mit Arthrose neigen dazu, sich selbst Schonung zu verordnen.

Dabei ist Bewegung ein wichtiger Bestandteil der Arthrose-Therapie. Schließlich wird auf diese Weise der Gelenkknorpel genährt. Allerdings sollten schonende Sportarten bevorzugt werden. Dazu zählen Radfahren und Schwimmen. Generell gilt: Bewegung sollte nie erzwungen werden. Haben Sie aufgrund Ihrer Arthrose oder Ihres Rheumas starke Schmerzen, sollten Sie sicherheitshalber eine Gelenk-Klinik oder Ihren Mediziner, um Rat bitten.

3. Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel werden auch bei Gelenkschmerzen immer beliebter. Kein Wunder, denn Nährstoffe spielen bei vielen Erkrankungen z. B. Arthrose eine übergeordnete Rolle. Den Organismus regelmäßig mit wirksamen Substanzen zu versorgen, ist wichtig, um die Gelenke fit zu halten.

Patienten können zu verschiedenen Substanzen greifen, die unter die Kategorie Nahrungsergänzungsmittel fallen. Insbesondere für Menschen mit Arthrose ist das Angebot groß.

Glucosamin, Chondroitin oder Hyaluronsäure sind dabei wahre Klassiker. Das Besondere dabei ist, das all diese Substanzen auf natürliche Weise im Organismus vorkommen. Aus diesem Grund werden sie vom Patienten als schonend empfunden und gerne supplementiert.

Hyaluronsäure nimmt dabei eine besondere Rolle ein. Noch heute wird sie bei Arthrose direkt in das Gelenk gespritzt, um Schmerzen zu lindern. Dank mikrobiologischer Verfahren ist es jedoch nun möglich, Hyaluronsäure auch in Kapselform einzunehmen.

Auf diese Weise soll es gelingen, den Wirkstoff mit den dämpfenden Eigenschaften im Bereich der Gelenke anzulagern. Wirk- oder Heilversprechen dürfen in dem Zusammenhang aber nicht gemacht werden.

Unsere Autorin empfiehlt:

Jennifer Ann Steinort

Jennifer Ann Steinort
Dipl. Gesundheitsökonomin

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Zusammenfassung

 

Bei Schmerzen haben Sie die Möglichkeit, zunächst Ihren Hausarzt aufzusuchen, der Sie dann an einen Orthopäden überweist. Zudem können Sie direkt einen Facharzt für Orthopädie kontaktieren. Auch eine Gelenk-Klinik ist eine gute Adresse. Sie ist auf Gelenkschmerzen spezialisiert und besitzt einen großen Erfahrungsschatz.

Wenn Sie unter Gelenkschmerzen leiden, ist eine gezielte Diagnose und Therapie wichtig. Zuhause können Sie mit Wärme und Kälte Linderung erfahren.

Gesunde Gelenke: das können Sie dafür tun

Sie können in jedem Alter etwas für Ihre Gelenke tun, um Krankheiten wie Arthrose zu verhindern oder einem Voranschreiten der Erkrankung entgegenzuwirken.

Zunächst spielt es keine Rolle, ob bei Ihnen eine Überlastung, eine erworbene oder angeborene Krankheit vorliegt. Schließlich ist es immer ratsam, die Gelenke im Blick zu behalten.

Natürlich sollten Sie sich stets an die empfohlene Therapie Ihrer Mediziner halten. Unsere Ratschläge ersetzen keine Behandlung, sondern können die Möglichkeiten lediglich erweitern.

Ernähren Sie sich gesund!

Gelenkschmerzen Ernährung

Mit Sicherheit ist Ihnen bekannt, wie viel Einfluss eine gesunde Ernährung auf Ihr körperliches Wohlbefinden ausübt. Nährstoffreiche Lebensmittel sind in der Lage, die körpereigene Abwehr zu unterstützen, Entzündungen zu lindern und sogar Schmerzen zu dämpfen.

Es gibt zahlreiche natürliche Lieferanten, die gesund für die Gelenke sein sollen. Nur einige Beispiele sind: Teufelskralle, Hagebutte und Brennnessel. Zudem nehmen Milch, Milchprodukte und Fisch nach Ansicht vieler Experten eine entscheidende Rolle ein.

Menschen, die auf tierische Produkte verzichten möchten, müssen auf geeignete Alternativen setzen, um den Bedarf an Kalzium und gesunden Fetten zu decken.

Erholen Sie sich gut!

Gelenkschmerzen nachts

Schlaf ist wichtig für Körper und Geist, aber wussten Sie, dass die nächtliche Ruhe sogar den Bewegungsapparat beeinflusst? So konnte festgestellt werden, dass Menschen, die wenig schlafen, eine geringere Knochendichte besitzen.

Zur Vorbeugung einer Osteoporose (Knochenschwund) ist es unbedingt wichtig, viel Wert auf eine hohe Knochendichte zu legen. Das kann scheinbar unter anderem mit Schlaf gelingen. Etwa 8 Stunden Schlaf werden als optimal angesehen.

Achten Sie auf Ihr Gewicht!

Gelenkschmerzen Ursachen

Im Alter ist es normal, dass Sie einige Pfunde mehr auf die Waage bringen. Ihre Hüft-Region umschmeicheln deshalb mehr Kilos, weil Ihr Stoffwechsel langsamer geworden ist. Menschen mit Gelenkschmerzen haben zudem das Problem, dass viele Aktivitäten Beschwerden hervorrufen.

Bitte denken Sie daran: Jedes überflüssige Pfund setzt nicht nur Ihrem Organismus, sondern auch Ihren Gelenken zu. Schließlich müssen diese das zusätzliche Gewicht tragen. Wer mit viel Übergewicht zu kämpfen hat, besitzt ein größeres Risiko, Gelenkschmerzen zu entwickeln. Deshalb unser Rat: Stellen Sie sich häufiger auf die Waage und lassen Sie nicht zu, dass sich zu viele Kilos auf einmal ansammeln.

Fazit

 

Gelenke sind faszinierende Bestandteile Ihres Bewegungsapparats. Sie sorgen für genügend Flexibilität und Stabilität, dort, wo sie gebraucht werden. Sportliche Höchstleistungen oder alltägliche Bewegungen wären ohne die Mithilfe der Strukturen nicht möglich.

Das Gelenk allein macht aber nicht die ganze Arbeit. Umliegende Strukturen wie Muskeln, Sehnen, Schleimbeutel, Gelenkkapsel, Gelenkknorpel und Gelenkspalt leisten ebenfalls ihren Beitrag.

Heraus kommt ein ausgeklügeltes System, das allerdings auch störempfindlich ist. Kommt es in dem Bereich zu einer Auffälligkeit, können Gelenkschmerzen entstehen.

Die Folge sind Schmerzen, Rötungen oder Überwärmung. Die Beschwerden können im Alltag sehr belastend sein. Auch deshalb ist eine Abklärung in jedem Fall empfehlenswert. Ein Mediziner, in der Regel ein Orthopäde, geht den Ursachen auf den Grund. Neben Verletzungen, Überlastungen oder Medikamenten können auch Erkrankungen Gelenkschmerzen auslösen. Besonders häufig sind das Rheuma und Arthrose. Wurde die Diagnose mithilfe von Gesprächen, bildgebenden Verfahren und Laboruntersuchungen bestätigt, ist es wichtig, eine zielgerichtete Therapie einzuleiten. Auf diese Weise können nicht nur die Schmerzen gelindert, sondern auch die Perspektive für die Patienten gebessert werden.

Darüber hinaus können Sie selbst etwas dafür tun, dass sich Ihre Gelenke wohlfühlen. Vermeiden Sie Überlastungen und gewöhnen Sie sich gelenkschonende Bewegungen an. Ernähren Sie sich gesund und nährstoffreich, um Ihren Gelenken das zuzuführen, was sie brauchen. Auch genügend Schlaf ist wichtig. Darüber hinaus können auch Nahrungsergänzungsmitteln ihren Beitrag leisten. Besonders beliebt ist Hyaluronsäure.

Quellen

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